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Einfach ein Genuss! Eine Duftgeschichte rund um frische Erdbeeren

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Diese Duftgeschichte bietet sich als gute Ergänzung zu Wahrnehmungsübungen im Bereich der Seniorenarbeit an. Insbesondere Menschen mit Demenz können durch die Sinnesaktivierungen beim Zuhören schnell Zugang zu ihren Erinnerungen bekommen.
In der Duftgeschichte “Einfach ein Genuss!”geht es um frische Erdbeeren. Im Mai und Juni kann man zur Anregung der Wahrnehmung ganz frische Erdbeeren mit in die Runde zu nehmen. Vielleicht haben Sie ein kleines Körbchen oder eine Schale, die Sie den Senioren vor dem Vorlesen der Duftgeschichte einmal in die Hand geben können. So geben Sie ihnen die Möglichkeit, den “echten” Duft der frischen Erdbeeren noch einmal bewusst wahrzunehmen bevor es an das Lesen der Geschichte geht. In den Wintermonaten kann man an dieser Stelle gut auf Fotos oder Bilder zurückgreifen. Diese vermitteln zwar keine Düfte, können den Zuhörern aber schonmal einen “Vorgeschmack” bieten, um was es in der Geschichte geht.

Im Text sind die Textpassagen, in denen der Duft frischer Erdbeeren beschrieben wird, hervorgehoben. Lesen Sie diese Passagen bewusst langsamer vor und machen Sie vor dem Weiterlesen eine Pause, so dass sich die Zuhörer das Beschriebene gut vorstellen können. Zum Abschluss bieten Sie die mitgebrachten Erdbeeren (gewaschen und evtl. klein geschnitten) zum Probieren an. So haben auch die Teilnehmer etwas davon, die den Erdbeerduft nicht mehr gut wahrnehmen können.

Einfach ein Genuss! Eine Duftgeschichte rund um frische Erdbeeren

Wir hatten früher so viele Erdbeeren in unserem Garten. Im Sommer duftete es dort, als stände man in einem riesigen Erdbeerfeld mit roten, reifen und süßlich duftenden Früchten. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie die Erdbeeren geduftet haben, als sie wirklich reif waren – das war eine wahrhafte Verlockung. Jeden Tag haben meine Mutter und ich die reifen Erdbeeren ganz behutsam gepflückt und vorsichtig in einen Korb gelegt. Sie durften keine Druckstellen bekommen.
Nach dem Pflücken stellten wir den Korb in die Küche um die Erdbeeren zu sortieren. Die besonders Schönen wurden für das Kuchen backen oder zum Verschenken an die Seite gelegt. Schon nach kurzer Zeit duftete das ganze Haus nach reifen Erdbeeren. Schon wenn man zu Tür herein kam lockte ihr süßlicher Duft jeden Besucher sofort in die Küche.
Die Erdbeeren, die nicht ganz so schön waren, oder die trotz der Vorsicht doch Druckstellen bekommen hatten, wurden für das Marmelade-Kochen zur Seite gelegt. Hatte meine Mutter genug Erdbeeren für Erdbeermarmelade zusammen, wurden die Früchte eingekocht. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich mich immer ganz nah an den Topf gestellt habe, um den Duft der warmen Erdbeeren in mir aufzusaugen. Sie rochen auch süß – aber ganz anders als die frischen Erdbeeren. Sie rochen vielleicht auch noch ein wenig süßer und aromatischer.
Die Marmelade verschenkte meine Mutter dann nach und nach an die ganze Nachbarschaft, wir hatten wirklich reichlich davon. Und egal ob als Geburtstagsgeschenk oder als kleines Mitbringsel anstelle von Blumen – die fruchtig duftende und herrlich schmeckende Marmelade war wirklich allseits beliebt.
Am meisten freute ich mich aber immer auf den frischen Erdbeerkuchen meiner Mutter. Sie backte einen Tortenboden, belegte ihn mit süßlich duftenden Erdbeeren und gab Tortenguss darüber. Dazu gab es frische Schlagsahne. Es war einfach ein Genuss, wenn der frische Erdbeerkuchen mit der Sahne mir auf der Zunge zerging.
Noch heute kann ich an keinem Marktstand vorbeigehen, wenn es dort nach frischen, süßen Erdbeeren duftet. Dann gehe ich immer mit einem Körbchen Erdbeeren nach Hause…

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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