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Adventskalender-Geschichten 2019 – 8. Dezember: Der kleine Esel… und der Stern

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Der kleine Esel war noch ganz erfüllt von seinem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Vortag, als er am nächsten Tag wieder etwas erlebte, was er so schnell nicht vergessen konnte. Er war den Tag über wieder viel an der frischen Luft gewesen, war durch den Wald geschlendert, hatte den Kindern beim Spielen auf dem Heuboden in der Scheune zugesehen und sich noch einmal der schönen Momente auf dem Weihnachtsmarkt erinnert. Der Duft der gebrannten Mandeln lag ihm immer noch in der Nase. Und auch an die festlich geschmückten Stände konnte er sich noch ganz genau erinnern.
Am frühen Abend betrachtete er, bevor er sich in seinen Stall zurückzog, wieder das Kerzenlicht im Fenster der Stube. Es leuchtete immer noch unermüdlich und strahlte eine Wärme aus, die ihn tief berührte. Ihm fiel allerdings noch etwas anderes auf: dieser Abend war viel heller als die vorherigen gewesen. Und immer wieder schweifte sein Blick von der Kerze ab. Er wusste nur nicht genau wohin eigentlich.
Doch da, hinter dem Haus. Der kleine Esel reckte sich, um am Dach vorbei zu schauen. Und da sah er ihn. Einen klitzekleinen Stern, der viel heller leuchtete als alle anderen. Wie angewurzelt blieb der Esel stehen und bewunderte ihn. Und vergaß dabei ganz die Zeit. Irgendetwas hatte der Stern an sich, was den kleinen Esel fesselte. Erst als es schon stockdunkel war und kühl wurde, ging der kleine Esel in seinen Stall.
Er knabberte an seinem Heu und aß die Möhren. Dann kuschelte er sich ins Stroh. Nach einem müden Gähnen schloss er seine Augen und schlief – in Gedanken bei dem hellen Stern – nach kurzer Zeit zufrieden ein.
In der Nacht träumte er von ihm. In seinem Traum wurde der kleine Esel Mitten in der Nacht von dem Stern geweckt. Zuerst war er erschrocken über das, was dort geschah. Der Stern, der abends noch am Himmel strahlte, stand schließlich auf einmal vor seiner Stalltür und sprach mit ihm. Doch das freundliche Wesen hatte schnell das Herz des kleinen Esels erobert. Voller Vetrauen machten sich die beiden auf eine Reise durch die Nacht. Sie schauten sich die adventlich geschmückten Häuser an, lauschten in die Stille der Nacht und bewunderten, wie friedlich die Welt doch im Schimmer des Mondes und der Sterne war.
Für den kleinen Esel hätte die Reise noch ewig so weiter gehen können. Doch als sie nach ihrer Runde im Traum wieder am Stall ankamen, lächelte der Stern dem kleinen Esel zu, winkte und flog plötzlich wieder in den Nachthimmel hinauf. Vollkommen überrascht fiel dem kleinen Esel ein, dass er ihn gar nicht gefragt hatte, wie es eigentlich möglich war, dass die beiden sich so nah sein konnten. Und wie sie miteinander sprechen konnten.
Doch das sollte noch eine Weile das Geheimnis des kleinen Sterns bleiben…
Gut gelaunt und ausgeschlafen wachte der kleine Esel am nächsten Morgen auf. Er schaute zum Himmel. Und obwohl der Stern verschwunden war, musste er mit den Gedanken an ihr Treffen in der letzten Nacht bis über beide Eselsohren schmunzeln…

Gedichte zum Vorlesen für die Seniorenarbeit in der Adventszeit finden Sie unter dem Stichwort Weihnachtsgedichte.

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Diese Adventskalender-Geschichten vom kleinen Esel sind 2019 schon erschienen:



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1. Dezember: Der kleine Esel… und das Kerzenlicht
2. Dezember: Der kleine Esel… und die Zeit
3. Dezember: Der kleine Esel… und der Plätzchenduft
4. Dezember: Der kleine Esel… und die Stille
5. Dezember: Der kleine Esel… und die Musik
6. Dezember: Der kleine Esel… und der Nikolaus
7. Dezember: Der kleine Esel… auf dem Weihnachtsmarkt



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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