6. Dezember – Ein Lächeln für den Nikolaus
Ein altes Foto führt zu einem Nikolausabend mit einer kleinen Entdeckung. Diese Erinnerung zeigt, wie spannend kleine Beobachtungen sein können.
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6. Dezember – Ein Lächeln für den Nikolaus
Weihnachten 1956, 11 Jahre alt
Edith sieht das nächste Foto im Album.
Der Nikolaus steht da, groß und ernst, mit einem Sack in der Hand.
Daneben sie selbst – elf Jahre alt – und ihre Cousine Renate.
Renate lacht, Edith schaut auf den Bart.
„Das war der Nikolausabend 1956“, denkt Edith.
„Und ich wusste, wer unter der Mütze steckte.“
Sie erinnert sich genau.
Jedes Jahr kam der Nikolaus zu ihnen nach Hause.
Er wusste immer erstaunlich viel:
dass Edith manchmal ihre Hausaufgaben zu spät machte,
dass Renate im Haushalt zu wenig half.
Und er hatte eine tiefe Stimme, die sie irgendwie kannte.
In diesem Jahr wollte Edith es genau wissen.
Schon am Nachmittag hatte sie in der Garderobe nachgesehen.
Und da standen sie – die braunen Schuhe ihres Onkels Hermann.
Etwas abgewetzt, aber unverkennbar.
Da wusste sie Bescheid.
Abends, als der Nikolaus kam, tat sie trotzdem überrascht.
Er sprach streng, aber mit einem Lächeln.
„Edith, du bist manchmal etwas ungeduldig“, sagte er.
„Aber du hast ein gutes Herz.“
Renate musste kichern und Edith biss sich auf die Lippen, um nicht loszulachen.
Als er den Sack öffnete, kam ein leises Rascheln.
Drinnen waren Nüsse, Äpfel und ein kleiner Schokoladenengel.
„Danke, lieber Nikolaus“, sagte Edith brav.
Aber in ihrem Kopf dachte sie:
Danke, Onkel Hermann.
Später, als er wieder gegangen war, sagte Renate leise:
„Du hast es auch gesehen, oder?“
Edith nickte.
„Die Schuhe“, flüsterte sie.
Dann mussten beide lachen, ganz leise, damit es keiner hörte.
Auf dem Foto sieht man nichts von dem Geheimnis.
Nur zwei Mädchen, die den Nikolaus ein kleines bisschen besser kennen als gedacht.
Hier finden Sie alle vorherigen Fotogeschichten aus unserem Adventskalender:
3. Dezember – Ein Stern für den Baum
4. Dezember – Schwestern im Schnee








