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Großreinemachen. Eine Rechengeschichte zu dem Thema Werkzeuge

Greta putzt heute das Haus. „Großreinemachen“ sagt sie dazu. Schon als sie Hans gestern von ihrem Plan erzählt hat, bekam der ein mulmiges Gefühl im Bauch und sagte zu sich: „Da störe ich ja doch nur. Ich muss mir schleunigst etwas einfallen lassen, damit ich ihr bloß nicht in die Quere komme… Oder sie noch daran denkt, mich mit einzubinden“.
Er überlegte. Nach drei Minuten hatte er die Lösung. „Keller!“, rief er. Greta schaute ihn fragend an. „Ich räume den Keller auf. Der hat es bitternötig. Kein Werkzeug liegt mehr an seinem Platz.“ Greta guckte zuerst etwas misstrauisch. Dann lächelte sie. „Und du weißt, worauf du dich da einlässt? Der Keller ist wirklich sehr unaufgeräumt…“. „Ja, ja,“, antwortete er ihr und war schon auf dem Weg nach unten. Als er vor dem Chaos stand, wurde Hans kurzerhand wirklich etwas komisch im Bauch. Er fing sich jedoch schnell wieder.
Über Nacht hat er sich ein paar Gedanken gemacht, wie er an das Aufräumen herangehen soll. Jetzt sitzt er am Frühstückstisch und ist voller Tatendrang. Zwei Schluck Kaffee und die letzte Seite der Tageszeitung fehlen noch, dann möchte er sich ans Werk machen. Genauer gesagt ans Werkzeug. Im Hintergrund füllt Greta gerade ihren ersten Eimer mit Wasser.
Im Keller angekommen, stolpert er kurzerhand über die Astschere. Das laute Fluchen verkneift er sich. Er wäre ja ohnehin selbst Schuld an der Misere. Hans schlängelt sich an Brettern und Kisten vorbei zu seiner Werkbank. Hier fühlt er sich immer wohl. Da er aber schon lange nichts mehr gewerkelt hat, hat er es mit der Ordnung auch nicht so genau genommen. Er streicht über seine Werkzeugkiste und legt den Schlosserhammer hinein, die Beißzange und die drei Schraubendreher. Außerdem den Messschieber, den Seitenschneider, den Spannungsprüfer und das scharfe Messer. Er schaut sich um. Die Tischplatte kann man nun wieder sehen. Auch drei Zollstöcke kommen noch zum Vorschein. Zufrieden legt er sie an den ihnen zugewiesenen Platz.
Dann sind die Bretter an der Reihe. Hans schaut sich alle an und entscheidet, dass er sie noch gebrauchen kann. Allerdings sortiert er sie nach Größe und lehnt sie an die Wand. So hat er gleich mehr Platz auf dem Fußboden.
Nach drei Stunden sieht der Keller schon viel besser aus als vorher. Und das Werkzeug ist ordentlich aufgeräumt. Hans ist sogar ein wenig stolz auf sich und findet, er habe ein Bier verdient. Zufrieden steigt er die Kellertreppe hinauf. Er möchte gerade in Richtung Küche gehen, als Greta ihm entgegenkommt: „Ach wunderbar, du bist schon fertig? Die Teppiche hängen über der Stange im Garten. Bist du so lieb?“, und ihm den Teppichklopfer in die Hand drückt…

Wie viele Werkzeuge werden in der Geschichte genannt? (Dreizehn Werkzeuge, inklusive der drei Zollstöcke)
Wie oft kommt das Wort Werkzeug in der Geschichte vor? (Drei Mal)

Schöne und beliebte Ideen für das Gedächtnistraining mit fitteren Gruppen finden Sie auch in unseren Rätseln der Reihe Um die Ecke gedacht.



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Mittelwörter suchen – Für das Gedächtnistraining mit Senioren zum Thema Werkzeug

Eine schöne Übung für das Gedächtnistraining mit Senioren ist das Suchen von “Mittelwörtern”. Das heisst, dass zwei Wörter vorgegeben werden und ein verbindendes Wort gefunden werden soll. Das gefundene Wort soll mit den beiden anderen Wörter ein SINNVOLLES zusammengesetztes Wort ergeben. Für die Übung können die zwei vorgegebenen Wörter jeweils auf ein Flip-Chart geschrieben werden.

Ein Beispiel: Frühlings – Garten – Teich. Durch hinzufügen des Wortes “Garten” ergeben sich die Wörter “Frühlingsgarten” und “Gartenteich”.

Gummi _______________ Schlag (Lösung: Hammer)
Motor _______________ Blatt (Lösung: Säge)
Klempner _______________ Kiste (Lösung: Werkzeug)
Holz _______________ Zieher (Lösung: Schrauben)
Werk _______________ Automat (Lösung: Bank)
Buchen _______________ Feile (Lösung: Holz)
Last _______________ Heber (Lösung: Wagen)
Kupfer _______________ Säge (Lösung: Stich)
Schleif _______________ Schere (Lösung: Papier)
Werkzeug _______________ Assel (Lösung: Keller)



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Wie Sie „Schrauben sortieren“ als Aktivierung in der Altenpflege umsetzen!

Alle Themen, bei denen es rund um das Thema „Werkzeuge“ geht, sind natürlich besonders bei den Männer beliebt. Und da wir immer wieder mitbekommen, dass viele von Ihnen auf der Suche nach Aktivierung in der Altenpflege und Beschäftigungsangeboten für Männer sind, dreht sich heute im wahrsten Sinne des Wortes alles um Schrauben.

Wir haben Ihnen einige Ideen und Tipps für Aktivierungen mit Senioren und Menschen mit Demenz zusammengestellt, in denen es darum geht, Schrauben zu sortieren.

    • Die klassischen Memo-Varianten
      Zum Thema Werkzeug lässt sich mit Hilfe von unterschiedlichen Schrauben schnell ein Memory-Spiel gestalten. Dafür benötigen Sie Pappbecher und verschiedene Arten von Schrauben. Die Schrauben sollten sich gut voneinander unterscheiden lassen (z.B. in ihrer Größe, Form und Farbe…) Für ein Memo-Spiel brauchen Sie von jeder Schraube zwei.
      Verstecken Sie die Schrauben unter den Bechern und lassen Sie sie von den Senioren gut mischen. Nun werden immer zwei Becher aufgedeckt. Richtige Pärchen dürfen behalten werden.
      Um das Spiel ggfs. zu vereinfachen verstecken Sie jeweils nur eine Schraube des Pärchens unter den Bechern und lassen die andere offen liegen. Die Senioren decken reihum eine Schraube auf und suchen das passende Gegenstück.
    • Was für eine Unordnung!
      Da ist wohl im Keller etwas durcheinander geraten… Mischen Sie verschiedene Nägel und Schrauben miteinander und stellen zwei Schraubenkästchen (wenn möglich in zwei unterschiedlichen Farben) auf den Tisch. Nun sollen die Schrauben in das eine Kästchen und die Nägel in das andere sortiert werden.
  • Werkzeugkiste
    Bringen Sie eine Werkzeugkiste mit allerlei Werkzeugen mit (selbstverständlich keine Sägen oder Dinge mit Verletzungsgefahr ;-)).
    Die Teilnehmer der Runde haben zu Beginn Zeit, sich die Gegenstände in Ruhe anzuschauen und in die Hand zu nehmen. Wenn möglich, benennen Sie die einzelnen Dinge gemeinsam. Geschichten und Erinnerungen der Teilnehmer sind zu jeder Zeit der Aktivierung herzlich willkommen.
    In der Werkzeugkiste befindet sich auch ein Kästchen mit gemischten Schrauben, Dübeln, Nägeln und Holzdübeln. Diese sollen nun von den Senioren in einzelne kleine Kästchen auseinander sortiert werden.



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Aktivierung in der Altenpflege: Holzarbeiten ohne Verletzungsgefahr

Holzarbeiten sind insbesondere bei männlichen Senioren eine beliebte Form der Aktivierung in der Altenpflege . Ob Sägen, Raspeln, Feilen, Schmirgeln, Hämmern oder Schrauben…viele Männer sind von klein auf mit selbstständigen handwerklichen Tätigkeiten groß geworden und haben ihr Handwerk auch lange Zeit gut beherrscht.
So kann man natürlich die Männer auch mit dem großen Thema Handwerk bzw. Holzarbeiten in der Altenpflege gut erreichen. Aufgrund der kognitiven, motorischen und sensorischen Einschränkungen, die das Alter mit sich bringt, sollte man das Angebot an Holzarbeiten in den Aktivierungen jedoch an die speziellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Senioren anpassen, um Verletzungen vorzubeugen.
Wir stellen Ihnen heute einige Ideen für Holzarbeiten vor, die Sie gut als Aktivierung in der Altenpflege einsetzen können. Ganz ausschließen kann man eine Verletzungsgefahr nicht. Passen Sie die Tätigkeit an die Fähigkeiten Ihrer Teilnehmer an und beschränken Sie sich bei Menschen mit stärkeren motorischen Einschränkungen auf das Schleifen und Leimen.

 

  • Laubsägearbeiten
    Laubsägearbeiten sind die Klassiker wenn es um Holzarbeiten geht. Das selbstständige Sägen mit der Laubsäge ist allerdings in der Altenpflege nicht mehr zu empfehlen. Hier ist die Verletzungsgefahr einfach zu groß und alleine die Kraftregulierung für ein „entspanntes“ Sägen würde eine zu hohe Frustrationtoleranz voraussetzen.
    Das Glatt-Schleifen geht aber gut! Mittlerweile gibt es im Handel viele verschiedene vorgestanzte Motive aus Sperrholz, die man in Aktivierungen rund ums Handwerken mit den Teilnehmern glatt schleifen kann. Verteilen Sie dazu einfach Schleifpapier mit unterschiedlicher Körnung unter den Senioren. Mit Schmetterlingsmotiven erreichen Sie auch die Damen 😉
    Anschließend können die fertigen, glatten Laubsägearbeiten beispielsweise mit Acrylfarben bemalt und später aufgehangen werden.
  • Schrauben
    Diese Aktivierung bedarf ein wenig mehr an Vorbereitung, die Zeit lohnt sich aber. Bohren Sie Holzklötze mit einem Hand- oder Akkubohrer vor. Verteilen Sie die Holzklötze, Schraubendreher und Schrauben, die ein wenig größer als die Bohrungen sind, an die Teilnehmer der Aktivierung. Nun können die Schrauben mit Hilfe der Schraubendreher in die Löcher gebohrt werden.
    Für das Auge kann man die Löcher in Form eines Motives anordnen, so entstehen kreative „Schraubenbilder“
  • Hämmern
    Ähnlich funktionieren auch Holzarbeiten mit Hammer und Nagel. Bohren Sie einige Vertiefungen in Holzklötze, damit die Nägel nicht abrutschen können. Hierbei hat es sich bewährt, etwas größere Nägel zu nehmen, die leichter zu greifen sind.
    Die Senioren hämmern die Nägel in die Vertiefungen.



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Bechermemory mit Schrauben und Muttern als Aktivierung in der Altenpflege

Um Bechermemory mit Schrauben und Muttern als Aktivierung in der Altenpflege umzusetzen, benötigen Sie leere Plastikbecher und verschiedene Schrauben und Muttern. Um das Spiel spielen zu können, ist es wichtig, dass Sie von jeder Schraube und jeder Mutter zwei identische Exemplare haben. Abhängig von den sensorischen Fähigkeiten Ihrer Mitspieler, ist es sinnvoll möglichst große Schrauben und Muttern zu verwenden. Bei größeren Schrauben und Muttern können Gemeinsamkeiten und Unterschiede leichter erkannt werden. Noch leichter ist es, wenn Sie auch Haken, Dübel, Holzdübel, kleine Winkel und anderen Kleinkram aus der Werkzeugkiste einsetzen. Passen Sie die Schwierigkeitsstufe an die individuellen Fähigkeiten Ihrer Mitspieler an.

Spielanleitung

Verstecken Sie die Schrauben, Muttern und was Sie sonst noch so gefunden haben unter den Bechern. Unter jedem Becher wird ein Teil versteckt. Dann werden die Becher auf dem Tisch hin und her geschoben und so gemischt. Anschließend beginnt der erste Teilnehmer und hebt zwei Becher hoch. Wenn unter den Bechern die gleichen Kleinteile versteckt sind, darf er diese behalten und die Becher werden aus dem Spiel genommen. Anschließend ist der gleiche Teilnehmer noch einmal an der Reihe. Wenn unter den Bechern verschiedene Kleinteile versteckt sind, werden die Becher wieder darüber gestülpt und der nächste Mitspieler ist sofort an der Reihe. Die Regeln entsprechen dem klassischen Memory-Spiel.

Leichte Variante

Wie bei einem klassischen Memory-Spiel auch, kann man das Becher-Memory gut vereinfachen. Wenn unter den Bechern nicht die gleichen Kleinteile verborgen waren, wird nur EIN Becher wieder darüber gestülpt das ander Kleinteil bleibt offen liegen. So werden die Pärchen auch bei beginnender Demenz noch gefunden.

Wenn auch das nicht mehr klappt…

Kann man auch von Anfang an nur über jeweils eins von zwei identischen Kleinteilen einen Becher stülpen. Auf die Regel, dass einer der ein Pärchen gefunden hat noch einmal dran ist, muss dann aber verzichtet werden 😉 . Jeder Teilnehmer hebt in dieser Variante einen Becher hoch und sucht das identische Kleinteil bei den Sachen, die offen herum liegen.



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Früh übt sich … was ein Meister werden will! Eine Sprichwort-Geschichte zum Thema Werkzeug

Franz ist Handwerker seitdem er denken kann. Sofort nach der Schule hat er seine Schreinerlehre bei Klaus, einem Freund seines Vaters im Nachbardorf, gemacht. Ein paar Jahre später hat er dann den Betrieb seines Vaters übernommen.
Früh übt sich … was ein Meister werden will!“, hat Klaus immer gesagt, und ihn auch unter der Prämisse ausgebildet. Franz war tüchtig und lernte schnell. Ihm war das Handwerk ja auch irgendwie in die Wiege … gelegt. Sein Großvater und sein Urgroßvater waren ebenfalls Schreiner.
Seine Mutter sah das früher immer ganz pragmatisch: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann„, sagte sie immer mit einem Augenzwinkern, wenn sie über den Beruf ihrer „Männer“ sprach. So nahm sie auch gelassen in Kauf, wenn sie das Essen mal wieder aufwärmen musste, weil die beiden länger in der Werkstatt blieben, um noch ein Werkstück fertig zu bekommen.
Heute sitzt Franz auf dem Hocker in seiner Werkstatt. Es ist sein letzter Arbeitstag. Nun hängt er doch sprichwörtlich seine Schürze an … den Nagel. Die Werkstatt hat er für gutes Geld verkauft. So können seine Anneliese und er einen guten Lebensabend verbringen. Luise, seine Tochter, hat leider nur einen Banker geheiratet, so war schon früh klar, dass sie Werkstatt verkauft werden würde. Franz brauchte einige Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen. Luise musste sich nicht nur einmal Sätze wie „Da hast du ja den Nagel … auf den Kopf getroffen!“ oder „Ist das mit euch beiden jetzt wirklich in Stein …gemeißelt?!“ anhören. Doch richtig böse war er ihr nie, und Luise verstand auch die Sticheleien ihres Vaters.
Nun sitzt er hier, mit einem lachenden und einem weinenden … Auge. Ein wenig wehmütig ist ihm um den Verkauf des Familienunternehmens schon zu Mute. Aber es kommt in gute Hände, das ist so sicher wie das Amen … in der Kirche! Franz kennt den Käufer schon einige Jahre.
Und ganz ehrlich freut er sich auf die Zeit mit seiner Anneliese und dass das Päckchen Verantwortung von ihm abfällt. Es wird zwar ein paar Tage dauern bis er sich an die neuen Freiheiten gewöhnt aber er ist sich sicher, dass Anneliese schon etwas einfallen wird, um ihn zu beschäftigen. Sie war schon immer eine Frau, die Nägel mit … Köpfen macht. So hat sie für die nächsten drei Wochen eine Reise für die beiden gebucht – ihr erster gemeinsamer Urlaub seit sie sich kennen!
Gedankenverloren steht Franz auf und geht zur Tür. Als er gerade das Licht ausmachen will geht sie von selbst auf. Seine ganze Familie steht auf einmal vor ihm. Seine Tochter Luise hält einen großen Kuchen in der Hand. „Das Beste kommt … zum Schluss„, steht in großen Schokoladen-Buchstaben darauf geschrieben.
Franz ist glücklich. Lange hält er seine Anneliese fest im Arm…



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Sprichwort-Quiz: Sprichwörter zu dem Thema Werkstatt abgewandelt

Alle guten Schrauben sind drei
(Aller guten Dinge sind drei)

Alles Gute kommt von der Werkstatt
(Alles Gute kommt von oben)

Alles hat ein Ende, nur das Brett hat zwei
(Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei)

Auch ein blinder Lehrling trifft mal den Nagel
(Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn)

Auf jede Schraube passt eine Mutter
(Auf jeden Topf passt ein Deckel)

Singende Sägen schneiden nicht
(Hunde die bellen beißen nicht)

Das Auge sägt mit
(Das Auge isst mit)

Der dümmste Schreiner hat die größten Schränke
(Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln)

Der Hammer macht die Musik
(Der Ton macht die Musik)

Ein Brett macht noch keinen Esstisch
(Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer)



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Zuordnungsspiel zum Thema „Werkstatt“

Dieses Zuordnungsspiel zum Thema „Werkstatt“muss nur noch ausgedruckt, laminiert und ausgeschnitten werden. Wenn Sie kein Laminiergerät haben, können Sie den Text auch auf Tonkarton kleben. Es kann wie “Memory” gespielt werden oder einfach “nur” zusammen gelegt werden.

WerkstattZU

Noch mehr Anregungen und Übungen für das Gedächtnistraining mit Senioren finden Sie in unserem Beitrag Gedächtnisübungen für Senioren .



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