Butter geschüttelt, nicht gerührt. Aktivierungen für die Sinne

Material

  • 200 ml Sahne
  • eine Kanne
  • zwei Schraubgläser
  • vier kleine Schalen
  • feines Küchensieb
  • evtl. frisches Vollkornbrot und Kräuter

Vorbereitungen

Bereiten Sie einen Tisch vor und stellen Sie die Materialien in die Tischmitte. Die Sahne können Sie in eine Kanne umfüllen, wenn Sie eine zur Hand haben. Die angegebenen Zutaten und Materialien reichen für zwei fitte Mitmachende. Jeder bekommt 100 ml Sahne in einem Schraubglas und benötigt hinterher eine Schale für die fertig geschüttelte Butter. Das Küchensieb und die Kanne können gut zusammen genutzt werden. Je nach Fähigkeiten der Senioren können auch kleine Gruppen eingeteilt werden, in denen man sich beim Schütteln abwechseln kann.
Als Schraubgläser eignen sich Marmeladengläser. Diese sollten gut in der Hand liegen und maximal zu zwei Dritteln gefüllt werden. Wichtig ist auch, dass sich das ganze Fett in der Sahne befindet. Dafür die Sahne am besten vor dem Umfüllen im Becher schütteln und abgesetztes Fett mit einem Löffel entnehmen und unterrühren.

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Aktion

Geben Sie den Mitmachenden zu Beginn ein wenig Zeit, sich die mitgebrachten Materialien auf dem Tisch anzusehen. Laden Sie sie ein, wenn sie mögen, etwas davon in die Hand zu nehmen. Woran erinnern die Gegenstände? Welche Zutat könnte in der Kanne sein? Kann durch Riechen und die Konsistenz erkannt werden, um was es sich bei der Flüssigkeit handelt? Wann gab es früher Sahne? Was fällt den Senioren zur Sahne ein, welche Erinnerungen und Gedanken verbinden sie damit?
Erklären Sie den Mitmachenden anschließend, dass Sie zusammen mit ihnen Butter selbst herstellen möchten? Wer hat schon einmal Butter selbst hergestellt? Wer weiß, wie das geht? War Butter früher etwas Besonderes? Wie mögen die Einzelnen die Butter am liebsten? Streichfähig und bei Zimmertemperatur oder kalt und fest?
Nun wird die Butter geschüttelt. In jedes Schraubglas kommen etwa 100 ml Sahne, wenn sich abgewechselt wird oder „fitte“ Mitmachende dabei sind, können auch 200 ml Sahne eingefüllt werden. Das Schraubglas bitte gut verschließen! Beim Schütteln kommt es nicht auf eine bestimmte Stärke oder Geschwindigkeit an, sondern vielmehr darauf, dass gleichmäßig geschüttelt wird. Ist die Sahne nicht mehr kühlschrankkalt, geht es schneller.
Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Mitmachenden zwischendurch auf die Geräusche, die die geschüttelte Sahne macht und darauf, wie sich das Gehörte nach und nach verändert. Auch wenn nur noch wenig Geräusche zu hören sind, darf weiter geschüttelt werden. Wie verändern sich die Konsistenz und die Farbe?
Bei Schütteln trennen sich die Butter und die Buttermilch. Verändert sich nichts mehr an den Anteilen, wird das Sieb über eine der Schalen gehalten und die Buttermilch abgeschüttet. Die Butter kommt in die andere Schale.
Probieren Sie gemeinsam mit den Senioren die Buttermilch und auch die Butter. Wie schmeckt den Senioren die selbst gemachte Butter? An was erinnert der Geschmack? Kommen noch Gedanken an Erlebnisse oder Geschmäcker, die vorher nicht da waren?

Varianten

Geschüttelt werden kann auch abwechselnd oder reihum. Mit fitteren Gruppen können die verschiedenen Stadien der Buttergewinnung genauer angeschaut werden. Machen Sie dafür zwischendurch kurze Pausen und beobachten, wie die Flüssigkeit mehr und die Butterstückchen weniger werden.
Streichen Sie die Butter auf ein Stück frisches Brot und streuen Sie frische Kräuter darüber. Verfeinern Sie die selbst hergestellte Butter, indem Sie verschiedene Gewürze und Kräuter untermischen und die unterschiedlichen Variationen probieren.
Suchen Sie gemeinsam Möglichkeiten, die Buttermilch zu verfeinern und schmackhafter zu machen. Welche Möglichkeiten kennen die Senioren? Welche Früchte eignen sich zum Süßen der Buttermilch? Wer mag welche Früchte?

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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