Warm eingehüllt. Jahreszeitliche Kurzbegegnungen im Winter

In unserer Reihe “Jahreszeitliche Kurzbegegnungen” haben wir für Ihre Begegnungen mit Senioren und Menschen mit Demenz im Winter eine biografische Erzählung und dazu passende Gesprächsimpulse rund um eine Wolldecke vorbereitet.
Beginnen Sie diese Kurzbegegnung mit dem Vorlesen der kurzen Geschichte und nutzen Sie die darunter stehenden biografischen Fragen gern im Anschluss als Einstieg in biografische Gespräche.

So war das damals …

Stefan zog sie so weit nach oben, wie er konnte. Ihm war furchtbar kalt. Der Spaziergang durch den Wald war wunderschön gewesen, die Kälte aber hatte er unterschätzt. Nun lag er sicher umhüllt von seiner Wolldecke auf dem Sofa und spürte, wie nach und nach die Wärme wieder in seinen Körper zurückkehrte. Die Decke war wundervoll weich. Und auch groß genug, so dass er mit seinen langen Beinen darunter passte. Sie war vor vielen Jahren ein Geschenk seiner Frau gewesen und er hatte sich sofort in sie verliebt. Stefan musste schmunzeln. Diese Liebe auf den ersten Blick war fast genauso schöne, wie seinerzeit, als er seine Frau zum ersten Mal traf…

Gesprächsimpulse

Mögen Sie das Gefühl von Wolle auf Ihrer Haut? Nutzen Sie eine Decke, um sich zu wärmen? Welche Art Decke haben Sie am liebsten?

Eine Decke wärmt und bietet unserem Körper Schutz. Viele Menschen mögen das Gefühl, von einer Decke umhüllt und geschützt zu sein. Mögen Sie dieses Gefühl? Können Sie beschreiben, wie sich dieser Schutz anfühlt? Gibt es eine bestimmte Art und Weise, wie Sie sich unter eine Decke legen? Wie muss die Decke liegen? Welche Körperteile müssen unbedingt von der Decke bedeckt sein?

Der Mann in der Geschichte freut sich, dass die Wolldecke, die er von seiner Frau geschenkt bekommen hat, lang genug ist, um seine sehr langen Beine zu bedecken. Gab es etwas in Ihrem Leben, das Sie Im Alltag oder auch zu besonderen Anlässen bedenken musste? Vielleicht eine Gewohnheit, die Ihnen wichtig war, oder etwas, das außerhalb des Standards war?

Haben Sie in Ihrem Leben eine Liebe auf den ersten Blick erleben dürfen? Das kann beispielsweise die Liebe zu einer Person sein, aber auch zu einem Tier, einem Hobby, einem Zuhause oder einem für Sie besonderen Ort, an dem Sie sich wohl gefühlt haben.

Gibt es ein Geschenk, das Sie im Laufe Ihres Lebens bekommen haben, an das Sie sich lange erinnert haben? Ein Geschenk, das etwas ganz besonderes war? Das Sie vielleicht sogar sehr lange aufbewahrt haben? Vom wem war dieses Geschenk? Welche Bedeutung hatte es für Sie und Ihr Leben?

Wie haben Sie Geschenke für Ihnen nahestehende Menschen ausgesucht? Welche Art Geschenke haben Sie gemacht? Haben Sie eher Persönliches oder Nützliches verschenkt? Wie haben Sie entschieden, was Sie zu dem jeweiligen Anlass verschenken? Haben Sie Geschenke weit im Voraus besorgt oder kurz vorher gekauft?

Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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