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Isolde bei der Gartenarbeit. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Garten

Isolde steht im Gartenschuppen und schaut sich um. „Der Rechen, der Rechen…“ murmelt sie leise vor sich hin. „Ach, da ist er ja!“, hört man sie keine halbe Minute später rufen. Sie nimmt ihn aus der Halterung und stellt ihn vor die Tür.
Dann schlüpft sie in ihre Gummistiefel, zieht die Handschuhe an und schiebt die Schubkarre aus dem Schuppen. Es ist kühl geworden. Zwar scheint die Sonne, aber Isolde zieht den Reißverschluss ihrer Weste trotzdem bis ganz nach oben. Ein Tuch hat sie ebenfalls um ihren Hals gelegt.
Sie macht sich an die Arbeit und fegt das Laub mit dem Rechen zusammen. Trotzdem sie erst Mitte letzter Woche einiges an Blättern auf den Kompost gebracht hat, hat sie auch heute wieder gut zu tun. Isolde hebt die Laubhaufen in die Schubkarre und fährt sie zum Komposthaufen. Eine mühsame Arbeit, die aber schon bald vom Anblick des aufgeräumten Rasens belohnt wird.
Isolde verschnauft einen Augenblick und trinkt einen Schluck Mineralwasser.
Dann geht sie wieder an die Arbeit. Sie fährt die Schubkarre mit dem Rechen zurück in den Schuppen und holt die Körbe und den Apfelplücker heraus. Zum Schluss stellt sie noch die Leiter bereit. Für die unteren Äpfel an dem Baum braucht sie sie noch nicht. An an die Früchte, die weiter oben in der Baumkrone gewachsen sind, kommt sie aber ohne Leiter beim besten Willen nicht heran.
Es dauert eine Weile, bis Isolde alle reifen Äpfel gepflückt hat. Am frühen Nachmittag sind alle Körbe prall gefüllt. Sogar ein paar Birnen hat sie ernten können. Sie zupft noch ein paar Unkrautpflänzchen und schneidet die Hecke hinten am Zaun. Zufrieden schaut sie sich ihr Tagewerk an. Die Körbe mit dem Obst stehen noch auf der Wiese. Beim Tragen wird Ingo ihr später helfen. Ihr Sohn kommt sie sonnabends regelmäßig besuchen, um gemeinsam mit ihr zu Essen. Das Körbe-in-den-Keller-tragen ist für ihn ein Klacks. Isolde freut sich schon auf die kräftige Linsensuppe, die sie gestern für heute vorgekocht hat.
Sie zieht Handschuhe und Gummistiefel aus und schließt den Schuppen ab. Bevor sie die Terassentür schließt, atmet sie noch einmal die kühle, aber frische und klare Luft ein. Zufrieden macht sie sich daran, die Suppe aufzuwärmen…

In welcher Jahreszeit spielt diese Geschichte?
Lösung: Im Herbst

Schauen Sie sich auch unsere Herbstgedichte an. Klassisch, zum Vorlesen, Zuhören und Mitmachen!



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Eddas Lieblingsfarbe. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Farben

Edda ist schon ganz aufgeregt. Nachher kommen ihre Freundinnen zu Besuch. Die vier wollen sich endlich mal wieder bei Kaffee und Kuchen unterhalten und Neuigkeiten austauschen. Edda hat einen Johannisbeerkuchen gebacken. Sie mag den säuerlichen Geschmack der Beeren. Mit der leichten Süße im Boden und der frischen Baisermasse ist er einfach ein Gedicht. Edda weiß, dass ihre drei Freundinnen den Kuchen auch sehr gerne essen. Sie hofft, dass sie ihnen damit eine Freude bereiten kann.
Gerade stellt sie das Kaffeeservice auf den Tisch und faltet Servietten. Dann stellt sie die Kerzenhalter an ihre Plätze. Alles Ton in Ton, Edda deckt heute den Tisch in ihrer Lieblingsfarbe ein.
Da sie jetzt im Spätsommer nicht nur Johannisbeeren im Garten gepflückt hat, sondern auch die prall gefüllten Himbeersträucher von ihren Früchten befreit hat, verteilt sie diese passend zu den Servietten und den Kerzen auf dem Tisch. Dazu legt sie ein paar Kirschen. Die Früchte in ihrem Garten sind zwar noch nicht reif, aber den frischen, glänzenden Kirschen an dem Obststand auf dem Wochenmarkt am Freitag konnte sie einfach nicht widerstehen. Neugierig probiert sie eine – sie schmeckt köstlich. Edda ist zufrieden. Sie schaut noch einmal, ob die Gabeln und Löffel richtig liegen und überlegt, ob sie noch etwas vergessen hat. In Gedanken hebt sie den Finger – die Zuckerdose und das Milchkännchen stehen noch nicht auf dem Tisch. Edda eilt zum Schrank und holt Beides heraus. In der Zuckerdose ist noch genug Zucker. Edda stellt sie auf den Tisch. Mit dem Kännchen geht sie in die Küche und füllt es mit Milch. Zufrieden stellt sie es in der Stube neben die Zuckerdose.
Sie lächelt. Der Tisch ist ihr gut gelungen. Die Dekoration ist durch und durch in ihrer Lieblingsfarbe gehalten.

Welche Farbe ist Eddas Lieblingsfarbe?
Lösung: Rot

Spannende Fragen für das Gedächtnistraining mit Senioren sind auch unsere Schätzfragen. Mit diesen Fragen kann gut das Schätzen trainiert werden.



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Bohnen, Gurken, Brokkoli. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Gemüse

Susann steht in der Küche und putzt Frühlingszwiebeln und die frischen Bohnen, die sie gestern auf dem Markt gekauft hat. Im Radio läuft ihre Lieblingsmusik. Voller Vorfreude auf den heutigen Abend schunkelt sie zu den bekannten Melodien.
Nachher kommen ihre Freundinnen zum Essen. Einmal im Monat treffen sich die fünf und bekochen sich gegenseitig. Heute ist Susann an der Reihe.
Sie bereitet gerade den Bohnensalat vor. Das Wasser zum Blanchieren kocht schon, gleich kann sie die Bohnen hineingeben. Zum Hauptgang gibt es außerdem Seezunge mit Brokkoli und Rosmarinkartoffeln. Als Vorspeise hat sie sich einen frischen Kopfsalat mit Gurken und Dill überlegt. Mit gerösteten Pinienkernen bestreut ist der ein Gedicht!
Susann ist gut in der Zeit. Nachdem sie den Bohnensalat angemacht hat kann sie in aller Ruhe den Tisch decken. Die fünf Freundinnen haben an dem großen Tisch im Esszimmer viel Platz. Liebevoll dekoriert sie die Tafel mit Servietten, kleinen Blumensträußen und Kerzen. Zum Schluss stellt sie die Wein- und Wassergläser auf den Tisch und prüft noch einmal, ob das Besteck gerade liegt. Ein schön gedeckter Tisch gehört für Susann genauso zu einem gemütlichen Abend wie die Speisen selbst. Sie ist zufrieden.
Zum Schluss bereitet sie noch den Brokkoli vor, schält die Kartoffeln und schnibbelt die Gurken für den Salat. Den Rest bereitet sie frisch zu, wenn ihre Freundinnen da sind. Als sich Susann gerade fertig umgezogen hat, klingelt es auch schon. Pünktlich auf die Minute stehen Maria und Julia vor der Tür. Die drei begrüßen sich freudig und tauschen sofort Neuigkeiten aus. Als die anderen beiden da sind, beginnt Susann mit den letzten Vorbereitungen. Sie wäscht den Salat, brät die Seezunge, schwenkt die Kartoffeln in Butter und bestreut sie mit dem Rosmarin. Auch der Brokkoli wird frisch blanchiert.
Es schmeckt köstlich und es wird ein wirklich gelungener Abend. Die fünf Freundinnen sitzen noch lange zusammen und genießen die gemeinsame Zeit. Zu später Stunde serviert Susann traditionell noch Kaffee und einen Kuchen – heute eine Stachelbeertorte mit Baiserhaube.
Satt, zufrieden und glücklich über die gemeinsamen Stunden verabschieden sie sich… Bis zum nächsten Mal!

Was haben alle diese Gemüsesorten gemeinsam?
Es sind grüne Gemüsesorten

Wenn Sie auf der Suche nach mehr spannenden und unterhaltsamen Rätseln für Ihre Seniorengruppen sind, dann schauen Sie sich doch mal unsere Wer bin ich? – Spiele an!



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Die schönsten Reisen. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Länder

In dieser Rätselgeschichte nehmen wir Sie und die Senioren mit auf eine Reise in ein fremdes Land. Können die Senioren im Gedächtnistraining erraten, um welches Reiseziel es in der Kurzgeschichte geht?

Die schönsten Reisen. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Länder

Hubert reist sehr gerne und lernt mit Vorliebe neue Länder und Menschen kennen. In seinem Leben war er schon in über 30 Ländern. Und er hat sich noch viele weitere Besuche vorgenommen.
Hubert fühlt sich überall auf der Welt zuhause. Meist schließt er auf jeder seiner Reisen neue Freundschaften. Er mag es unter Menschen zu sein.
Eines der Länder, die er im Laufe seines Lebens kennengelernt hat, hat es ihm besonders angetan. Und obwohl er das nie laut sagen würde, weil er sich in vielen Ländern sehr wohlfühlt, ist jenes Land doch sein liebstes Reiseziel. Schon alleine, weil er dort mit dem Auto hinfahren kann. Und die Strecke dorthin sehr schön ist. Sein Weg führt ihn dann durch halb Deutschland und über einen langen Gebirgspass. Es dauert ein wenig, bis er an seinem Ziel ist. Das macht ihm aber nichts. Auf dem Weg dorthin besucht er Freunde, die ihn immer zu Kaiserschmarrn einladen. Von dort aus führt es ihn dann gestärkt über das Gebirge.
Sein liebstes Reiseland ist in großen Teilen von Wasser umgeben. Wenn er dort war, war bis jetzt immer schönes Wetter. Dort ist es im Sommer so warm, dass mittags die Läden schließen und die Menschen dort sich eine kleine Pause gönnen – möglichst im Schatten. Das Land ist ziemlich schmal und lang. Dazu gehört noch eine größere Insel, auf der der höchste aktive Vulkan Europas beheimatet ist.
Die Hauptstadt trägt einen Namen mit drei Buchstaben. Dort steht ein großes Theater, das Hubert sehr beeindruckend findet. Jedes Mal, wenn er in der Stadt ist, geht er dorthin und bewundert dieses berühmte Bauwerk.
Außerdem kann man sich in vielen Städten atemberaubende Kathedralen und Museen anschauen. Dort gibt es auch eine Stadt, die auf dem Wasser erbat worden ist. Und einen Turm, der nicht ganz gerade steht.
Hubert freut sich schon wieder auf seine nächste Reise dorthin. Dann wird er wieder einige Flaschen ganz besonderen Wein mitbringen und auch etwas von dem Essig und dem milden Öl. Ja, das Essen dort soll besonders gesund sein und ist sehr lecker…

Welches Land ist Huberts beliebtestes Reiseziel?
Lösung: Italien



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Heddas Lieblingsbuch. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Kirche

In dieser Rätselgeschichte befassen wir uns mit dem Thema Kirche. Lesen Sie die Kurzgeschichte in Gruppenangebote oder auch Einzelbetreuungen vor. Können die teilnehmenden Senioren erraten, welches Heddas Lieblingsbuch ist?

Heddas Lieblingsbuch. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Kirche

Heddas Lieblingsbuch ist schon sehr alt. Doch sie liest immer wieder gerne darin. Auch wenn sie die meisten Geschichten daraus schon fast auswendig erzählen kann.
Früher in der Schule musste sie sogar Texte aus dem Buch frei vor ihren Klassenkameraden vortragen. Wenn sie sich an diese Zeit erinnert fällt ihr ein, dass sie das Buch nicht immer gemocht hat. Im Gegenteil, in ihrer Kindheit kamen ihr manche Geschichten äußerst fremd, ja, manchmal sogar wunderhaft vor. Doch schnell gelang es ihr, die Bedeutung hinter den Texten für sich zu verstehen.
Als sie erwachsen wurde hat sie sich viel mit den Menschen um sich herum darüber unterhalten. Besonders an den Feiertagen wurde ihr Lieblingsbuch – und wird es bis heute – oft aus dem Regal genommen und die passende Geschichte vorgelesen. Zu vielen Erzählungen gibt es sogar mehrere Texte von verschiedenen Verfassern.
Für ihre Kinder und Enkelkinder ist Heddas Lieblingsbuch ein nicht ganz so wichtiger Wegbegleiter wie für sie selbst. Das macht ihr aber nichts aus. Sie weiß, dass die Zeiten sich ändern. Und dass sie ihren Kindern trotzdem wertvolle Gedanken und wichtige Worte aus den Texten mitgegeben hat.
Heddas Buch ist nicht groß. Dafür sehr dick. Es ist ganz schlicht und ohne goldene Schnittverzierungen. Die braucht Hedda nicht. Ihrem Lieblingsbuch soll man sein Alter und die Tatsache, dass sie oft daraus liest und manchmal auch daraus betet, ruhig ansehen.
An Sonntagen lässt sie sich gerne daraus vorlesen. Jenes Exemplar ist größer und festlicher als ihres. Die Botschaft ist jedoch die Gleiche…

Wie heißt Heddas Lieblingsbuch?
Lösung: Die Bibel

Schauen Sie sich zu den Themen Bibel und Kirche auch unser Großes Bibelquiz an. Mit 70 kostenlosen Rätselkarten für das Gedächtnistraining mit Senioren und Menschen mit Demenz. Zum Rätseln, Staunen und Nachdenken.



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Über den Wolken. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Baustelle

Jakob mag seinen Beruf. Er ist jetzt schon über dreißig Jahre dabei und geht immernoch jeden Morgen gerne zur Arbeit. Jakob ist jeden Tag an der frischen Luft. Meist schwebt er hoch oben über der Stadt. Oder über dem Feld. Je nachdem, wohin es ihn im Rahmen seiner Aufträge verschlägt und wo ihn seine Kollegen gerade brauchen.
Jakob arbeitet zwar in luftiger Höhe, ist aber kein Pilot. Meist bleibt er auch für mehrere Tage oder sogar Wochen an ein und demselben Ort. Dann baut er wieder alles ab und fährt weiter an einen anderen Ort.
In seinem Beruf ist es wichtig, dass Jakob sich mit Sicherheitsvorschriften auskennt. Bevor er seinen Dienst an einem Einsatzort beginnt, muss er alles vorschriftsmäßig und mit großer Sorgfalt aufbauen. Da es sich dabei um große und schwere Teile handelt, helfen ihm einige Kollegen beim Transport und Aufbau des Materials.
Um an seinen endgültigen Arbeitsplatz zu kommen muss Jakob einen hohen Turm heraufklettern. Und wie alle seine Kollegen trägt er einen Schutzhelm. Oben angekommen arbeitet er alleine für sich. Er ist aber immer mit seinen Kollegen unten im Kontakt. Sie müssen sich aufeinander verlassen können. Und das können sie! Ein schönes Gefühl – empfindet Jakob – ein Gefühl, das verbindet.
In seiner Kabine hat er eine besonders gute Sicht. Über das Gebiet, in dem sie sich befinden, seine Kollegen und all die anderen Fahrzeuge. Nur in der Mittagspause klettert er den hohen Turm wieder herunter. Während er arbeitet, bedient er Hebel und Schalter. Am meisten beobachtet er die Laufkatze und sorgt dafür, dass das Hubseil gut geführt wird. Seinen Kollegen unten am Boden ist er eine große Hilfe, besonders beim Transport von schweren und großen Gegenständen.
Wenn sein Einsatzort weit weg von Zuhause ist, bleibt er manchmal dort und fährt nicht nach Feierabend nach Hause. Dann lässt er den Abend gemeinsam mit seinen Kollegen ausklingen. Am Wochendende ist er dann oft wieder daheim…

Welchen Beruf übt Jakob schon seit so vielen Jahren aus?
Lösung: Er ist Kranführer

Heiteres Beruferaten gab es früher auch in der beliebten Fernsehsendung „Was bin ich?“ mit Robert Lembke. In unserer fast gleichnamigen Reihe mit den Wer bin ich? – Spielen haben wir das Konzept der bekannten Fernsehsendung aufgenommen und daraus Gedächtnisspiele für Senioren gemacht.



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Das Morgenritual mit Hindernissen. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Badezimmer

Egon ist morgens, wenn er sich für die Arbeit fertig macht, auch nach dem Gang unter die Dusche immer noch sehr müde. Daher hat er es gerne, dass die Dinge, die er zum Rasieren, Duschen, Kämmen, Föhnen, Anziehen und Zähneputzen braucht, immer an dem selben Platz liegen.
Nun begibt es sich jedoch manchmal, dass seine Angetraute Ute im Haus aufräumt. Und oft nimmt sie sich auch das Badezimmer vor.
Dann werden die Schubladen ausgeräumt und sauber gemacht, Schränke ausgewaschen, die Handtücher und der Badvorleger gewechselt und die Armaturen entkalkt.
Ja, Egon sieht es ein, dass das alles erledigt werden muss. Aber warum kann danach nicht wieder alles an seinem Platz stehen?! Fast hätte er sich heute Morgen schon den Rasierschaum auf die Zahnbürste geschmiert – ohne Brille sieht er doch so schlecht. Und auch das Duschgel stand nicht mehr in der Dusche. Er musste dann wohl oder übel auf das Duschgel seiner Frau ausweichen. Mit Rosenduft. Beim Abtrocknen hat er es dann gesehen. Die Flasche stand wohl in der Dusche, hatte sich aber hinter Utes Shampoo versteckt.
Nun steht er vor dem Spiegel. Geduscht, in ein Badehandtuch gewickelt, mit dem Föhn in der Hand und wieder auf der Suche. „Den dunkelbraunen Griff kenne ich doch wie meine Westentasche – wo wird er denn wohl sein?“, murmelt er. Er setzt seine Brille auf durchforstet die Schubladen: „Nichts zu sehen…“, stöhnt er, „Das Ding habe ich jetzt schon so viele Jahre, das wird doch wohl nicht weggekommen sein!“. Auch in den Schränken findet er nichts. Dieser Gegenstand für die Körperpflege ist für Egon eigentlich der Wichtigste. Er nutzt ihn häufiger am Tag und trägt ihn oft bei sich. Durch seine Größe und flache Form passt er auch fast überall hinein.
Er schaut in den Spiegel: „Wenn ich ihn jetzt nicht finde, werde ich gleich ganz schön zerzaust aussehen…“, denkt er und fährt mit den Fingern durch seine Haare. Egon seufzt. In dem Moment klopft es an der Badezimmertür. Egon öffnet sie. Ute streckt ihm, in ihren Bademantel eingehüllt, das gesuchte Utensil entgegen. „Schau“, sagt sie, „den habe ich gerade unten auf der Kommode liegen sehen und dachte, du brauchst ihn sicherlich…“. Egon lächelt erleichtert und streicht über die Zinken. Ja natürlich, er hatte ihn gestern aus seinem Sacko genommen und dann anscheinend unten vergessen. Egon tut es Leid, dass er Ute verdächtigt hatte, sagt ihr aber nichts davon. Stattdessen gibt er ihr einen Kuss auf die Stirn: „Danke mein Schatz. Den habe ich schon gesucht!“. Dann kann er endlich mit seinem Morgenritual weitermachen. Gleich muss er auch schon ins Büro.

Was hat Egon heute Morgen im Badezimmer gesucht?
Lösung: seinen Kamm

Neben dieser Rätselgeschichte haben wir auch noch viele weitere Geschichten für Senioren geschrieben, die Sie kostenlos ausdrucken können!
Zum Vorlesen, Zuhören und Mitmachen!



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Eine Käseplatte nur für Alfred. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Milchprodukte

Alfred liebt Käseplatten zum Dessert. Vor allem, wenn sein Lieblingskäse dort vertreten ist. Heute kommt er wieder einmal in den Genuss. Seine Frau Claudia und er sind zu Hans‘ Siebzigstem eingeladen.
Noch bevor das Buffet im Gemeindesaal ganz aufgebaut war, hat Hans‘ Frau ihm vorhin ins Ohr geflüstert, dass es extra für ihn heute eine Käseplatte zum Dessert geben werde, die sein langjähriger Kegelfreund persönlich für ihn zusammengestellt habe. Sofort hat sich ein wohliges Gefühl in seinem Bauch ausgebreitet. Seitdem denkt er nur an die Käseplatte …
Claudia holt sich gerade eine zweite Portion vom Hauptgang, als Alfred nach einem Teller Rinderbraten mit Kartoffelgratin schon das Besteck zusammenlegt. Als sie wieder an ihren Platz kommt, stutzt sie: „Geht es dir nicht gut oder weißt du was, was ich nicht weiß?!, fragt sie ungläubig. Alfred grinst: „Ich lass noch etwas Platz für den Nachtisch…“. Wieder stutzt sie. Die Bayrisch Creme, die sie vorhin auf dem Wagen gesehen hat, ist eher nach ihrem Geschmack, nicht Alfreds. Und auch für Rote Grütze ist er eigentlich nicht zu haben. Ohne aber länger zu überlegen, isst sie weiter.
Alfred überlegt: ob sein Lieblingskäse auf der Platte ist? Sauermilchkäse? Goldgelb und rund? Oder ob es wohl Käsewürfel und den klassischen Camembert gibt? Emmentaler wäre auch in Ordnung. Viel lieber isst er aber den zu einer Rolle geformten Käse, den er das erste Mal auf einer Geschäftsreise in Hessen gegessen hat. Es war Liebe auf den ersten Bissen. Mit Kümmel – ein Gedicht! Alfred läuft bei dem Gedanken daran schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Der Käse muss nicht ganz druchgezogen sein, Alfred genießt ihn gerne, wenn er noch einen festen Kern hat.
Aus den Augenwinkeln beobachtet er das Geschehen am Buffet. Und siehe da, nach gar nicht allzu langer Zeit, sieht er, wie eine große Käseplatte aus dunklem, dicken Holz aufgefahren wird. Am liebsten würde Alfred sofort loslaufen, zügelt sich aber, als er Claudias Blicke wahrnimmt…
Er zählt langsam bis zehn. Dann steht er auf und geht so gemächlich wie möglich zu dem Teil des Buffets, an dem das Dessert aufgebaut ist. Und tatsächlich, da liegt sein Lieblingskäse. Eine goldgelbe Rolle, nicht zu weich und mit etwas Kümmel bestreut. Alfred schneidet sich eine dicke Scheibe davon ab. Er nimmt ein Stück Brot, einige Weintrauben und ein Stück Emmentaler dazu und geht voller Vorfreude wieder zu seinem Platz. Claudia muss grinsen, lässt sich aber nichts anmerken.
Alfred genießt seinen Lieblingskäse und denkt mal wieder an das Abendessen, als ihm der Käse einmal mit Musik serviert worden war. Aber das ist eine andere Geschichte…

Welche Käsesorte ist Alfreds Lieblingskäse?
Lösung: Harzer Käse

Nutzen Sie diese Geschichte auch, um sich im Anschluss über Geburtstagsfeiern und leckeres Essen zu unterhalten. Sicherlich haben viele Senioren in der Runde unterschiedliche Geschmäcker. Unterhalten Sie sich darüber, das kann eine gute Ergänzung zur Biografiearbeit innerhalb der Altenpflege sein.



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Besuch einer älteren Dame. Eine Rätselgeschichte rund um das Theater

Anneliese und Wolfgang freuen sich auf den heutigen Abend. Es ist Samstag, kurz vor 19 Uhr. Die beiden haben sich fein gemacht. Wolfgang steht schon abfahrbereit in der Diele. Anneliese legt gerade ihre Kette an und tupft sich ihren Lieblingsduft an den Hals und hinter die Ohrläppchen. Vor dem Spiegel im Bad zieht sie noch einmal ihren Lippenstift nach und schlüpft anschließend in ihre hohen Schuhe.
Dann machen sich die beiden auf den Weg.
Wie immer vor solchen Veranstaltungen fragt Anneliese ihren Wolfgang noch bevor sie losfahren: „Hast du die …?“. Dieser lächelt seine Frau an: „Ja selbstverständlich!“.
Im Parkhaus sind noch jede Menge Parkplätze frei. Die beiden sind etwas früher gefahren um noch in ein Glas Wein im Foyer zu trinken. Sie sind nicht die einzigen, die diese Idee hatten. An der Bar sind aber noch zahlreiche Plätze frei. Die beiden setzen sich und schauen in Ruhe zu, wie der Vorraum sich langsam füllt. Als Wolfgang gerade den letzten Schluck Wein aus seinem Glas nimmt, ertönt ein Gong.
Die beiden machen sich auf den Weg nach oben. Um die Treppe hinauf gehen zu dürfen, müssen sie zwei Papiere vorzeigen, die Wolfgang in der Innentasche seines Sackos bei sich trägt. Oben gehen sie in einen großen Saal, der mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten ausgestattet ist. Diese haben Nummern. Anneliese und Wolfgang vergleichen die Nummern mit der Beschriftung auf den Papieren. Nach kurzer Zeit setzen sie sich. Ein roter Samtvorhang hängt von der Decke.
Erst als das Licht in dem Saal erlischt öffnet er sich. Dahinter erscheinen Personen in Kleidung, die nicht unbedingt der aktuellen Mode entspricht. Sie erzählen etwas, sprechen miteinander, laufen…
Die Geschichte handelt von einer älteren Frau, die nach vielen Jahren wieder zurück in ihre alte Heimatstadt kommt und dort gehörig für Unruhe sorgt. Sie bietet den Einwohnern viel Geld für ihre kleine Stadt. Eine Bedingung muss jedoch dafür erfüllt werden: sie erwartet, dass einer der Bürger – ein ehemaliger Geliebter dieser Dame – ermordet wird…
Als die Geschichte zu Ende ist, schließt sich der Vorhang. Alle Leute stehen von ihren Plätzen auf und applaudieren. Anneliese und Wolfgang sehen sich an. Das war wirklich ein gelungener Abend!

Wo verbringen die beiden ihren Samstagabend?
Lösung: Sie sind im Theater

Welches Stück wurde an jenem Abend aufgeführt?
Lösung: „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt

Noch mehr Rätsel für Aktivierungsangebote mit Senioren und Menschen mit Demenz finden Sie unter den Stichwörtern Rätselfragen oder auch Rätsel für Senioren.



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Neuigkeiten im Wohnzimmer. Eine Rätselgeschichte zu dem Thema Möbel

Schon als Hugo ins Haus gekommen ist, hat er gemerkt, dass irgendetwas anders ist als sonst. Im Flur stellt er seine Aktentasche an die Wand und schaut wie gewohnt die Post durch – der Postbote hat nur Rechnungen eingeworfen. Er legt die Briefe beiseite und geht in Richtung Wohnzimmer. Es ist ungewöhnlich still. Normalerweise begrüßt ihn seine Frau Karin schon an der Haustür. Heute ist der Korridor leer.
Karin steht mit dem Rücken zu ihm im Wohnzimmer. Er klopft an den Türrahmen. „Ach, ich hab dich ja gar nicht kommen hören!“, sagt sie und umarmt ihn stürmisch. Dann dreht sie sich um und macht eine präsentierende Geste: „Schau, da ist er!“, sagt sie bestimmt.
Hugo muss kurz überlegen. Dann erinnert er sich. Ja, gewiss doch. Karin hatte das neue Möbelstück angekündigt. Aber das das heute sein sollte, hatte er vergessen. Der besondere Schrank ist von ihrer Mutter. Schon seit einigen Jahren hat sie davon geschwärmt – von den aufwändigen Verzierungen der Schubladen und den liebevoll abgerundeten Kanten. Eine ganze Zeit stand er im Keller ihres Elternhauses. Nun darf er in ihr eigenes Zuhause einziehen. Ihr Bruder hat ihn in seiner Schreinerei wieder etwas aufbereitet und heute vorbeigebracht.
Karin ist überglücklich. Immer wieder schaut sie sich die vertrauten Sortier- und Schubfächer an und klappt den Deckel auf und zu. Sie hat sogar schon Briefpapier und ihren guten Füllfederhalter hineingelegt.
Hugo ist noch ein wenig skeptisch. Ob dieses Möbelstück wirklich in ihr Wohnzimmer passt? Und welchen Stuhl soll man daran stellen? Doch da zieht Karin schon einen der Esszimmerstühle davor und setzt sich. Sie nimmt ihren Füllfederhalter in die rechte Hand, schwingt ihn hin und her und tut so, als würde sie einen Brief schreiben. „Wie glücklich sie aussieht…“, denkt Hugo und kann sich das Lächeln nicht verkneifen, „… alleine dafür müssen wir ihn dort stehen lassen!“.
Und schon ist er überzeugt, dieser Schrank passt genau in ihr Wohnzimmer…

Welches neue Möbelstück steht nun in Karins und Hugos Wohnzimmer?
Lösung: Ein Sekretär

Ein spannendes Gedächtnistraining für Senioren können Sie auch mit unseren Schätzfragen gestalten. Schauen Sie sich unsere Übersichten an!



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