Anzeige

Filme für Demenzkranke: Eine Wanderung in den Bergen

Medienset mit Film-DVD, Bildkarten und Begleitheft

Verlag: Verlag an der Ruhr

Inhalt

Filme für Demenzkranke - Eine Wanderung in den Bergen, Medienset mit Film-DVD, Bildkarten und Begleitheft*. Der Film gliedert sich in die 8 Kapitel Aufbruch im Tal, Aufstieg durch den Wald, Am Bergbach, Aufstieg über Bergwiesen, Rast auf der Alm, Pause im Gras, Letzter Aufstieg und Auf dem Gipfel. Das Medienset enthält Bildkarten und ein Begleitheft mit weiteren Ideen zum Thema rundet das Paket ab.

Höhen und Tiefen

Einige Eindrücke von dem Film „Eine Wanderung in den Bergen“ habe ich schon in dem Bericht über die Kinovorstellung des Films geschildert. Der Film überzeugt durch eindrucksvolle Naturbilder und eine langsame Handlung ohne ablenkende Dialoge. Er wird untermalt von Alpenmusik und Naturgeräuschen. Besonders die Tiergeräusche wecken emotionale Reaktionen bei den Zuschauern und ich hätte mir auch gut noch mehr davon vorstellen können.

Eine Stunde, bzw. 56 Minuten als Laufzeit für einen Film für Menschen mit Demenz wirkt natürlich erstmal sehr lange. Der Film wird allerdings durch eingeblendete Wolken in 8 Kapitel unterteilt. So kann er immer an einer passenden Stelle unterbrochen werden. In dem zu dem Film gehörenden Begleitheft sind Aktivierungsideen für Menschen mit Demenz rund um die verschiedenen Kapitel enthalten. Man findet Gedichte, Lieder, Hintergrundinformationen, Rezepte, Sprüche, und, und, und. Besonders wertvoll finde ich auch die in dem Medienset enthaltenen Bildkarten. Auf den Bildkarten ist jeweils eine Impression aus dem Film in Großaufnahme zu sehen (zum Beispiel die Wanderschuhe).

Fazit

Ein gelungener Film für Menschen mit Demenz mit umfassendem Begleitmaterial. Meiner Meinung nach, kann er in allen Stadien der Demenz eingesetzt werden. Auch als Alternative zu der unkontrollierten „Dauerberieselung“ durch das nicht immer adäquate Fernsehprogramm bei Bettlägerigen, kann ich mir den Film sehr gut vorstellen. Sowohl dem Film als auch dem Begleitmaterial merkt man die Liebe zum Detail an.

Den Film jetzt bei Amazon bestellen!*

Kennen Sie den Film? Wie gefällt er Ihnen? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

5 Ideen für Geburtstagsgeschenke für Menschen mit Demenz

Es ist nicht immer einfach ein schönes Geburtstagsgeschenk für Menschen mit Demenz zu finden. Das wertvollste Geburtstagsgeschenk, das Sie einem Menschen mit Demenz machen können, ist Ihre Zeit. Ansonsten sind Menschen mit Demenz so unterschiedlich, wie Menschen nun mal unterschiedlich sind. Pauschale Empfehlungen für Geburtstagsgeschenke für Menschen mit Demenz zu machen ist also schwierig. Trotzdem haben wir im folgenden 5 Geschenkideen zusammen gestellt, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zugeschnitten sind.


  1. Das Spiel „Wer wird Küchenmeister“ eignet sich besonders als Geschenk für Menschen mit Demenz, die gerne kochen oder früher gerne gekocht haben. In dem Spiel werden klassische, deutsche Gerichte nachgekocht. Gewinner und Verlierer gibt es bei dem Spiel nicht.
    Das Spiel jetzt bei Amazon bestellen.*

  2. Die „Gelingt-Immer-Puzzles“ sind eine geniale Idee um Frustration beim Puzzlen zu vermeiden. Die Teile passen immer zusammen und garantieren daher Erfolgserlebnisse. Für Menschen mit Demenz, die Spaß an kleinen Spielen und Knobelaufgaben haben.
    Das Spiel jetzt bei Amazon bestellen.*

  3. Mittlerweile gibt es auch eine schöne Auswahl an Filmen für Menschen mit Demenz. Die Filme vom Verlag an der Ruhr verzichten bewusst auf Nahaufnahmen von Personen um die Identifikation mit dem Geschehen zu verbessern. Für Menschen mit Demenz, die gerne fernsehen eine schöne Geschenkidee.
    Den Film jetzt bei Amazon bestellen.*

  4. Bücher zum Vorlesen und Selberlesen für Menschen mit Demenz gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle und von vielen unterschiedlichen Verlagen. Sie eignen sich als Geburtstagsgeschenk für Menschen, die sich gerne etwas vorlesen lassen. Die Geschichten in diesen Büchern sind alltagsnah, leicht verständlich und bewusst kurz gehalten.
    Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

  5. Rätseln, Singen, Erzählen, in Erinnerungen schwelgen: Das sind Elemente des Spiels Vertellekes. Vertellekes ist das wohl beliebteste Spiel in der Seniorenarbeit und eignet sich hervorragend für Menschen mit Demenz. In der Gruppe macht es allerdings am meisten Spaß und sollte daher nur verschenkt werden, wenn auch eine „Gruppe“ zum gemeinsamen Spielen vorhanden ist.
    Das Spiel jetzt bei Amazon bestellen.*
    Oder bei Vincentz ansehen.*

Vielleicht haben Sie schon gemerkt, dass für die Geschenkideen auch jeweils Zeit investiert werden muss. Zeit zum Spielen, Lesen oder anschauen. Verschenken Sie also bitte das wertvollste was Sie haben immer mit!

Noch mehr Spiele für Senioren und Menschen mit Demenz haben wir in unserem Beitrag Spiele für alte Menschen für Sie zusammengestellt

Filme für Demenzkranke. Ein Tag am Meer

Verlag: Verlag an der Ruhr

Inhalt

Ein Tag am Meer* ist der zweite Film vom Verlag an der Ruhr, der speziell an die Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen mit Demenz angepasst ist. Bereits im Herbst 2014 ist der Film Eine Wanderung in den Bergen* erschienen. Das Medienset besteht aus einer Film-DVD, einem Begleitheft mit Aktivierungseinheiten zu jedem Kapitel des Films und 24 großen Bildkarten.

Der Film gliedert sich in diese acht Kapitel: 1. Am Hafen, 2. Besuch in der Mühle, 3. Im Strandkorb, 4. Spaziergang in den Dünen, 5. Auf dem Leuchtturm, 6. Die Teestunde, 7. Ausritt am Strand, und 8. Sonnenuntergang am Meer. Zu jedem der acht Kapitel gehören je drei große Bildkarten.

Den Film ‚Eine Wanderung in den Bergen“ vom Verlag an der Ruhr haben wir Ihnen hier bereits vorgestellt

Höhen und Tiefen

Inhaltlich begleitet der Film ein Paar an einem Tag am Meer. Dabei durchwandert das Pärchen gemeinsam mit dem Zuschauer acht Stationen. Der Film lebt von klaren, deutlichen, ruhigen Bildern und wird von harmonischer Musik, bekannten Liedern (melodisch) und Küsten- und Strandgeräuschen untermalt. Dabei verzichten die Macher ganz bewusst auf Nahaufnahmen von Personen und auf Dialoge, um dem Betrachter Zeit und Fantasie für die eigenen Erinnerungen und Gedanken zu lassen.

Der Film umfasst ingesamt ca. 66 Minuten, ist aber in acht Kapitel unterteilt, die durch kurze Sequenzen mit Bildern von Wellen voneinander getrennt sind. So kann der Film als Ganzes oder die einzelnen Kapitel seperat gezeigt werden. In dem Begleitheft bekommen Sie zu jedem Kapitel Anregungen für Wahrnehmungsübungen, Gedichte, Liedtexte, Übungen für Gedächtnistrainingseinheiten, Rezepte zum Kochen und Backen, Zitate zum Thema Meer, sowie Vorschläge für Impulsfragen und Gesprächsangebote nach Schauen einer Filmsequenz. Memorykarten mit Küstenbildern zum Auschneiden sind ebenfalls Bestandteil des Begleithefts.

Die Bildkarten zu den einzelnen Sequenzen sind aus stabiler Pappe und haben ungefähr das Format DinA4. Die Bilder sind von bester Qualität, mit scharfen Konturen und hohen Farbkontrasten. Der Verlag an der Ruhr hat für „Ein Tag am Meer“ bewusst die Region Ostfriesland und die Insel Norderney gewählt um einen hohen Realitätsbezug zu schaffen. Für die heutigen Senioren war diese Region früher DAS Urlaubsziel und viele werden sich vielleicht sogar an die ein oder andere Ecke erinnern…

Fazit

„Ein Tag am Meer“ ist ein wirklich gelungener, hoch qualitativer Film vom Verlag an der Ruhr für Menschen mit Demenz. Nicht nur dem Film, auch den Bildkarten und dem Begleitheft merkt man die Liebe zum Detail an. Der Film entführt den Zuschauer an einen erfüllten Tag am Meer und lässt Urlaubserinnerungen und -gefühle neu aufblühen… nicht nur bei Menschen mit Demenz.

Ein wichtiger Hinweis: Das Medienpaket zu „Ein Tag am Meer“ beinhaltet beim Kauf die Vorführlizenz für Pflegeeinrichtungen

„Ein Tag am Meer“ jetzt bei Amazon bestellen.*

Kennen Sie den Film? Wie gefällt er Ihnen? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar.

Lausbuben Streiche. 24 kurze Geschichten zur Adventszeit.

Autor: Linus Paul,  Gelesen von Annette Röser und Bernd Gnann
Verlag: Singliesel GmbH

Inhalt

Die SingLiesel-Geschichten-DVD zur Adventszeit.* Die DVD umfasst 24 kurze Geschichten zur Adventszeit von zwei Lausbuben namens Max und Sebastian, die im Advent ihre Streiche aus dem Jahr wiedergutmachen wollen. Natürlich klappt das nicht immer, wie gewünscht und gewollt.  Die Geschichten werden von Annette Röser und Bernd Gnann in augenscheinlicher Wohnzimmeratmosphäre vorgelesen. Jede Geschichte kann einzeln ausgewählt und abgespielt werden.

Höhen und Tiefen

Der Autor Linus Paul hat 24 schöne Kurzgeschichten verfasst. Sie regen zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken an. Max und Sebastian erinnern an Max und Moritz die ebenfalls durch ihre Streiche bekannt wurden. Dieses Jahr nehmen sich die beiden vor ihre ganzen Streiche wieder gut zu machen und Stricken so z.B. einen Schal für die Mutter (der natürlich nicht perfekt wird). Tiefen gibt es in den Geschichten nicht. Jedoch finde ich es persönlich nicht praktisch Geschichten die Vorgelesen werden, von einer DVD abzuspielen. Möchte man auf die einzelnen Zuhörer eingehen muss man die DVD erst stoppen. Man kann nicht direkt auf die Kommentare der Zuhörer eingehen. Es muss eine ruhige Atmosphäre herrschen und natürlich benötigt man das Equipment um die DVD abspielen zu können.

Fazit

Ein Fazit zu schreiben fällt mir diesmal schwer.  Ich bin eindeutig für selber Vorlesen um flexibler Arbeiten zu können, um wie schon gesagt auf die einzelnen Bedürfnisse der Senioren und Menschen mit Demenz eingehen zu können. Menschen mit Demenz würde ich auch nicht „alleine“ vor den Fernseher setzen. Ich würde das Geld daher eher in ein schönes Vorlesebuch investieren.

Kennen Sie die DVD? Wie gefällt sie Ihnen? Hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar. Hier finden Sie kostenlose Geschichten von Mal-alt-werden.de.

Die DVD jetzt bei Amazon ansehen!*

Wenn die Erinnerungen verblassen…

Im Gespräch mit Evelyn Wagenblast über „Eine Wanderung in den Bergen“

 

Evelyn_Wagenblast_Foto

 

Hallo Frau Wagenblast, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Als Redakteurin im Bereich der Altenpflege im Verlag an der Ruhr weiß ich um die anspruchsvolle Aufgabe der Betreuung und Pflege von Menschen, die an Demenz erkrankt ist. Das erfordert von den Betreuenden – egal ob von Pflegefachkräften, Alltagsbegleiter oder Angehörigen – tagtäglich kreative Lösungen. Das zeigt sich mir in den Gesprächen mit unseren Autoren, die (fast) alle aus der Praxis kommen, jedoch besonders bei meinen regelmäßigen Hospitationen in Pflegeinrichtungen. Mit unseren praxiserprobten Produkten möchten wir allen Betreuenden den (Pflege-)Alltag entlasten und das natürlich zum Wohl der Menschen, die unsere Unterstützung benötigen.

 

 

Der Verlag an der Ruhr hat den Film „Eine Wanderung in den Bergen“ speziell für an Demenz erkrankte Menschen entwickelt. Worum geht es in diesem Film?

Der Film begleitet ein Wanderpaar durch die malerische und zeitlose Alpenwelt: vom Tal durch urige Wälder, entlang kühler Gebirgsbäche, über grüne Wiesen und saftige Weiden bis hoch hinauf zum Gipfel. Dabei gibt es keine Dialoge und auch keine Nahaufnahmen von Gesichtern, um genügend Freiraum für ganz persönliche Erinnerungen zu schaffen.

 

 

Wie sind Sie auf das Thema einer Bergwanderung gekommen?

Die Bergwelt der Alpen war und ist für viele alte und betagte Menschen DIE Urlaubsregion schlechthin und ein Ort schönster Erinnerungen. Bei fortschreitender Demenz verblassen diese Eindrücke mehr und mehr. Durch unseren Film möchten wir die Schönheit der Alpenwelt am Fernsehgerät erlebbar machen und Erinnerungen an vergangene Zeiten wecken.

 

 

Wie wurde in diesem Film gearbeitet? Wodurch ist er so gut für demenziell erkrankte Menschen geeignet?

Das Konzept und alle Inhalte haben wir im Verlag an der Ruhr erarbeitet. Bei der konkreten Umsetzung hatten wir die Unterstützung von Film-Profis. Ich war aber am kompletten Dreh beteiligt. Wer genau hinguckt, sieht das auch 😉
Bei der Konzeption haben wir darauf geachtet, dass der Film sich an die Sehgewohnheiten der Betroffenen anpasst, nicht überfordert, aber auch nicht verkindlicht. Darüber hinaus haben wir auf eine betont ruhige Bildsprache und hohe Farbkontraste gesetzt, lediglich untermalt von traditioneller Alpenmusik und den Geräuschen der Natur.

 

 

Wie ist die Idee zu einem Film entstanden, der sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten von an Demenz erkrankten Menschen orientiert?

Bei unseren Hospitationen in verschiedenen Einrichtungen und in Gesprächen mit Pflegenden in Einrichtungen und zu Hause ist uns eins immer wieder aufgefallen: Der Fernseher spielt nach wie vor eine große Rolle. Oft mangelt es aber an geeigneten Filmen, da das Fernsehenprogramm heutzutage zu schnell und zu viel ist für die älteren Menschen. Hier wollten wir ganz klar Abwechslung bieten und den Betreuenden einen auf die Anforderungen ihrer Schützlinge abgestimmten Film zur Verfügung stellen. Im Begleitbuch zum Film, das jedem Paket beiliegt, finden sie darüber hinaus Liedtexte, Rezepte und Aktivierungsideen, um das Filmerlebnis komplett zu machen.

 

 

Haben Sie schon Rückmeldungen aus der Praxis bekommen? Haben Sie den Film vielleicht selbst einmal mit demenziell erkrankten Menschen anschauen können und direkt die Reaktionen beobachten können?

Im September 2014 haben wir unseren Film in einem historischen Kino in Essen vorgeführt und dazu etwa 180 Senioren aus verschiedenen Einrichtungen eingeladen. Hier haben wir sehr viel positive Rückmeldung bekommen. Besonders die Momente, in denen Tiere und Tiergeräusche vorkommen, kamen im Publikum sehr gut an.
Aber auch vor der Kinovorstellung haben wir den Film in Einrichtungen vorgeführt und uns Feedback eingeholt. Bis jetzt waren alle zufrieden und konnten den Film gut in ihren Alltag integrieren. Das freut uns natürlich sehr. Für Januar ist ein weiterer Film geplant: „Ein Tag am Meer“ ist gleich aufgebaut und spielt, natürlich, an der Nordsee.

 

 

Was wünschen Sie sich von der Zukunft?

Wenn ich für meine Rolle als Mitarbeiterin des Verlag an der Ruhr sprechen darf, dann wünsche ich mir, dass wir weiterhin so tolle Produkte machen können, die bei den Pflegenden vor Ort in den Einrichtungen und bei den Angehörigen zu Hause so gut ankommen. Wir freuen uns immer für Feedback und sind dankbar für Ideen und Anregungen aus der Praxis.

 

 

Herzlichen Dank, Frau Wagenblast!!!

Zur Internetseite: www.verlagruhr-altenpflege.de

 

Eine Wanderung in den Bergen jetzt bei Amazon bestellen*

Gewinnspiel Dezember 2014

Gesponsert wird der Preis von

dem Verlag an der Ruhr. Der Verlag an der Ruhr konzentriert sich auf “Nischen” innerhalb des großen Marktes mit pädagogischen Publikationen. Das Verlagsmotto lautet: „Keiner darf zurückbleiben“ und das gilt natürlich auch für Senioren und Menschen mit Demenz.

Die Preise

Verlost werden insgesamt zwei Exemplare: „Eine Wanderung in den Bergen, Medienset mit Film-DVD, Bildkarten und Begleitheft“*

 

 

Die Bergwelt der Alpen war und ist für viele alte und betagte Menschen DIE Urlaubsregion schlechthin und ein Ort schönster Erinnerungen.

 

 

Mit diesem speziell für demenzkranke Menschen entwickelten Filmerlebnis ist es jetzt möglich, die Schönheit der Alpenwelt auch am Fernsehgerät zu erleben und sich an vergangene Zeiten zu erinnern.

 

Der Film untergliedert sich in acht Kapitel, welche im Ganzen (Dauer: ca. 58 Minuten) oder einzeln angeschaut werden können. Das Begleitheft hält zu jedem Kapitel die passenden Aktivierungseinheit sowie detaillierte Informationen zur Bergwelt bereit. Mit den 24 großformatigen Bildkarten mit Motiven der einzelnen Filmkapitel (auch als Diashow auf der DVD enthalten) kann der Film besprochen werden.

 

Inklusive Vorführlizenz für Pflegeeinrichtungen

Mitmachen!

Mittlerweile gibt es verschiedene Filme für Menschen mit Demenz auf dem Markt.

Um teilzunehmen, hinterlassen Sie einen Kommentar und beantworten Sie eine der folgenden Frage:

Setzen Sie Filme und /oder Fernsehsendungen in der Betreuung ein?

Was halten Sie von Filmen  für Menschen mit Demenz?

Haben Sie schon Erfahrungen mit Filmen für Menschen mit Demenz gemacht?

 

 

Bitte geben Sie unbedingt eine korrekte E-mail-Adresse an (die E-mail-Adresse wird zu keinem anderen Zweck verwendet) und achten Sie darauf, dass Ihr Postfach nicht überfüllt ist. Nur so können wir Sie im Falle eines Gewinns kontaktieren.

So geht es weiter…

 

das Gewinnspiel läuft bis zum 20. Dezember 2014. Alle bis zu diesem Datum eingegangenen, sinnvollen Kommentare nehmen an der Verlosung teil (wobei nur ein Kommentar pro Person an dem Gewinnspiel teilnimmt). Den Kommentaren wird eine Nummer zugeordnet und die Gewinner werden mittels eines Zufallsgenerators ermittelt. Bis Ende Dezember werden die Gewinner per E-mail kontaktiert und die Preise verschickt.

 

Filme für Menschen mit Demenz?

Sophie Rosentreter machts möglich!

Geschäftsführerin von „Ilses weite Welt GmbH& Co. KG“, arbeitete zuvor als Model, Moderatorin (z.B. MTV) und als freischaffende Redakteurin (z.B. Stern TV, Explosiv)

Die meisten Filme und auch das Fernsehprogramm sind für Menschen mit Demenz (zumindest wenn sie sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz befinden) nicht geeignet. Die Menschen mit Demenz können den Handlungen nicht folgen und sind durch die angebotenen Reize überfordert. Trotzdem wird der Fernseher immer wieder wahllos in der Beschäftigung bei Demenz  eingesetzt. Sophie Rosentreter hat es sich zur Aufgabe gemacht, Filme zu konzipieren, die wirklich für den Einsatz in der Betreuung von Menschen mit Demenz geeignet sind. Sophie Rosentreter stand lange Jahre als Model und Moderatorin vor der Kamera und arbeitete anschließend hinter der Kamera als freischaffende Redakteurin. Im Interview erzählt sie von ihrem Weg in die Welt der Menschen mit Demenz, und wie es dazu kam, dass sie „Ilses weite Welt“ gründete.

 

Frau Rosentreter, Sie produzieren Filme für Menschen mit Demenz, kommen aber ursprünglich nicht aus der Seniorenarbeit. Wie sind Sie in den Bereich hineingeraten?

Wenn man mir vor fünf Jahren gesagt hätte, dass ich mal auf der Altenpflegemesse in Nürnberg stehen würde und da interessante Gespräche führe, dann hätte ich sehr schräg geguckt und mir das alles gar nicht vorstellen können. Gekommen ist das Ganze dadurch, dass meine Großmutter, zu der ich ein sehr inniges Verhältnis hatte, an Alzheimer erkrankt ist. Wir haben meine Großmutter die neun Jahre, in denen sie an der Krankheit litt, begleitet .
In diesen neun Jahren stand uns eigentlich niemand zur Seite. Heute ist Alzheimer in aller Munde und man fängt an, sich mit dem Thema auch in der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen. Aber wir wurden damals sehr alleine gelassen. Leider sind wir dadurch völlig falsch mit meiner Großmutter umgegangen. Wir selber sind irgendwann aggressiv geworden, weil sie andauernd den Schlüssel verlegte und sich völlig falsch anzog. Sie ging zum Beispiel im Winter mit Sommerklamotten auf die Straßen. Sie verirrte sich in den Straßen und war völlig orientierungslos. Trotzdem haben wir intuitiv schon viel richtig gemacht.
Die letzten drei Jahre hat meine Großmutter in einem Pflegeheim verbracht, weil es einfach nicht mehr ging. – Und das war gut. Sie wurde dort sehr gut gepflegt. Leider war die Therapie nicht gut, die war schlimm. In dem Pflegeheim gab es unten irgendwo in einem Raum Therapieangebote, aber die Bewohner, die nicht dort runtergebracht worden sind wie meine Großmutter, die immer nur auf dem Zimmer saß, haben davon eigentlich auch nichts gehabt.

 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Filme für Menschen mit Demenz zu produzieren?

Da ich aus der Medienbranche komme, das heißt mal vor der Kamera stand und dann lange Jahre hinter der Kamera, kam mir irgendwann die Idee Filme für Menschen mit Demenz zu machen. Ich habe oft gesehen, wie der Fernseher eingesetzt wurde, damit die demenziell veränderten Menschen davor geparkt werden konnten, damit da ein bisschen Bewegung vor ihnen war. Da prallen aber natürlich zwei völlig verschiedene Welten aufeinander, die überhaupt nicht miteinander kommunizieren. Für meine Großmutter waren zum Beispiel Nachrichten mit Bildern von Kriegen absolut nicht das Richtige. Sie konnte auch keine Werbeblöcke mehr aufnehmen oder die Inhalte von Serien verstehen.
Mir kam die Idee zu den Filmen, wenn ich meine Großmutter besucht habe und dann wieder gegangen bin. Ich wusste, wenn ich gehe, liegt sie die nächsten paar Stunden alleine in ihrem Zimmer und das hat mir das Herz gebrochen. Ich wollte ihr eigentlich etwas hinterlassen. Da ich aus der Filmbranche komme, dachte ich mir, es wäre schön einen Film an zu machen, bei dem sich Omi fallen lassen kann, bei dem Sie das Gefühl hat: Das sind Bilder aus meiner Vergangenheit, aus meinem Leben. Bilder, die sie einhüllen, wie eine warme Decke und ihr positive Gefühle vermitteln.
Dann kamen die ersten Ideen aufs Papier und ich habe angefangen Konzepte zu schreiben. Meine Großmutter ist dann leider am 18. Juni 2009 verstorben und da hatte ich noch keinen Film fertig. Am Tag des Begräbnisses habe ich den bekannten Gerontologen und Mitbegründer der Alzheimergesellschaft Dr. Jens Bruder kennengelernt. Er ist ein Freund der Familie, den ich noch nicht kannte. Ihm habe ich sozusagen am Grab meiner Großmutter von meiner Idee, Filme für Menschen mit Demenz zu machen, erzählt. Er schaute mich daraufhin mit riesengroßen Augen an und sagte, dass das eine logische und großartige Idee wäre, die total überfällig sei. Er begleitet mich seitdem. Und seitdem mache ich auch nichts anderes mehr.
Ich habe jetzt fast zwei Jahre daran gearbeitet und ganz viel Zeit in Heimen, Betreuungsgruppen und Privathaushalten damit verbracht, die ersten Filme zu drehen, sie zu testen und mir Feedback einzuholen. Mittlerweile habe ich mir einen Expertenpool aufgebaut von phänomenalen Menschen, die mich unterstützen und beraten. Das ist Gudrun Schaade, eine Ergotherapeutin, Jan Sonntag, ein Musiktherapeut, Constanze Urbach, auch eine junge Therapeutin, eine Pflegerin ist dabei und der Leiter einer Angehörigenschule. Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die zusammen kommen, mir Input geben und mir als Kreativpool zur Seite stehen.

 

Im Moment haben Sie zwei Filme für Menschen mit Demenz im Angebot Ein Tag im Tierpark* und Musik-gemeinsam singen!* Wieso haben Sie sich für diese Themen entschieden?

Einmal, weil ich gesehen habe, dass Musik so eine Art Königsweg ist. Es ist unfassbar, wie stark Musik in den Menschen verankert ist. Ich habe einen Musiktherapeuten in Heime begleitet und habe dadurch gesehen, was Musik möglich macht. Die Leute können ihren Namen nicht mehr sprechen, können aber acht Strophen von „Hoch auf dem gelben Wagen mitsingen“. Sie können teilweise nicht mehr laufen, können aber tanzen.
Nicht jedes Heim kann sich einen Musiktherapeuten leisten und zu Hause können sich viele erst recht keinen Musiktherapeuten leisten. Ich wollte den Musiktherapeuten Jan Sonntag eigentlich sofort auf DVD aufnehmen und überall dorthin bringen, wo er gebraucht wird. Dann haben sich noch Rolf Zuckowski und Ingo Pohlmann für dieses Projekt begeistert und haben jeweils mit Mutter oder Sohn gesungen.
„Ein Tag im Tierpark“ habe ich aus dem Grund gemacht, weil dort auch zwei kleine Mädchen zu sehen sind. Kinder öffnen, das ist ja auch bei uns so, die Herzen. Sie sind so unbedarft, so ehrlich und so süß, wenn sie lachen. Das erinnert dann auch wieder an die eigene Vergangenheit. In einem Tierpark kann man Kinder und Tiere zusammen zeigen. Man hat die Natur und kann ganz viele Elemente vereinen. Ich habe dann Rücksprache mit unseren Experten gehalten und die meinten: Ja, das ist perfekt!
Heute wurde gerade weitergedreht. Es entsteht der dritte Film: Hunde. „Hunde“ ist natürlich auch so ein Thema, welches viele Menschen anspricht.
Auf meinem Tisch liegen aber jetzt schon fünfzig Konzepte und ich habe noch ganz viele Ideen.
Ich will zum Beispiel einen Film über den Haushalt machen. Ich will eine Dame im Haushalt zeigen, wie sie Betten macht, wie sie die Aufgabe hat, es der Familie schön zu machen, im Sinne von: Ich gehe einkaufen. Ich gehe zum Markt. Ich sehe die ganzen unterschiedlichen Früchte.- Sie kommt nach Hause. Sie kocht. Die Familie kommt zusammen, sitzt zusammen, isst zusammen.
Wir wollen einen Film machen, in dem wir Babys begleiten. Wir wollen Berufe zeigen, andere Tiere zeigen. Wir wollen einen Bauernhof zeigen. Also an Ideen mangelt es überhaupt nicht.

 

Zusätzlich zu den Filmen für Menschen mit Demenz bieten Sie auch noch wahrnehmungsanregende Materialien an. War das von Anfang an geplant?

 

Das war nicht geplant. Als erstes waren nur die Filme für Menschen mit Demenz die Idee. Dann haben wir gesehen, dass die Filme funktionieren. Aber die Filme funktionieren so gut, dass da eigentlich sofort ein Bedarf nach Gesprächen entsteht.
Die Menschen sind auf die Themen eingegangen, sie fingen an sich im Anschluss an die Filme über die gezeigten Themen zu unterhalten. Sie diskutierten und kamen an verschüttete Erinnerungen heran. Und dadurch, dass das Angebot der Beschäftigung so wahnsinnig rar ist und sich die Therapeuten im Moment ihre Therapiestunden selber gestalten, indem sie sich aus unterschiedlichen Quellen bedienen, haben wir gesagt: Der Film ist sozusagen der Türöffner für mehr. Der Film funktioniert natürlich auch alleine, aber viel effektiver ist es, wenn man verschiedene Ansätze miteinander kombiniert und so viele Reize wie nur möglich bietet.
Das ganzheitliche Konzept ist aus der Ergotherapie ein bisschen abgeschaut, aus der Musiktherapie ein bisschen abgeguckt und ein bisschen aus der Biografiearbeit abgeguckt, wir haben alles miteinander kombiniert.
Es gibt zum Beispiel einen Gesprächsleitfaden, der einem hilft mit den Menschen mit Demenz ins Gespräch zu kommen. Es gibt ein passendes Lied, zu dem man sich auch noch bewegen kann und Redensarten, die von den Betroffenen vervollständigt werden können. Den Betroffenen wird dadurch Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl vermittelt.
Damit man das Thema, welches man gerade gesehen hat, nochmal optisch aufnehmen kann, gibt es noch eine Fotokarte. Diese Fotokarten können herumgereicht werden, das heißt die Haptik wird auch angereizt und es gibt zu jedem Kapitel einen passenden haptischen Gegenstand. Bei dem Thema „Rehe füttern“, ist das dann ein Stoffreh oder bei dem Thema „Wald“ sind es Blätter, Kastanien und Tannenzapfen.
Natürlich sagen auch wir: „Gehen Sie lieber raus in den Wald und suchen Sie tatsächlich die Blätter“ oder „Machen Sie wirklich einen Spaziergang im Tierpark“. Das ist aber einfach nicht immer möglich. Es ist sowohl zeitlich als auch körperlich häufig leider nicht möglich. Wir bieten also alles an, was an Reizen möglich ist. Das heißt nicht, dass man in einer Therapiestunde alles einsetzen muss. Im Gegenteil mit einem ganzen Komplettset kann man ganz, ganz viele Betreuungsstunden leiten und das Ganze sehr individuell gestalten.

 

Auf Ihrer Website bin ich über die Begriffe Privatlizenz und Vorführlizenz gestolpert. Wenn ich das richtig verstanden habe, muss man, um die Filme in einem Altenheim oder einer ähnlichen Einrichtung zu zeigen, die Filme mit Vorführlizenz kaufen. Ist das richtig?

Das ist eine ganz übliche Sache im Bereich des Urheberrechts. Wahrscheinlich am geläufigsten und häufigsten anzutreffen ist dieser Umstand im Bildungssektor. Die ganzen Lehrfilme, die man aus der Schule kennt, sind mit entsprechenden Vorführlizenzen ausgestattet.
Es steckt die Überlegung dahinter, dass es schon etwas anderes ist, wenn eine DVD von einer einzelnen Person zu Hause, oder in einem professionellen Umfeld genutzt wird, der Film also in einer großen Einrichtung regelmäßig einer großen Anzahl (vielleicht auch wechselnder) Personen vorgeführt wird.
Um es noch verständlicher zu machen, kann man den Umstand noch weiter denken: Wenn der gleiche Film durch eine Videothek an hunderte von Personen verliehen, und damit gewerblich Geld verdient wird, wird der Videothek auch nicht die Privatlizenz, sondern sogar eine sogenannte Verleihlizenz berechnet.
Da die vielen demenzerkrankten Menschen unterschiedliche Biografien haben, gehen wir davon aus, dass unser Konzept auch davon lebt, dass Betreuer und Pfleger auf eine vielfältige Auswahl an Filmen zurückgreifen können. Deshalb haben wir den Aufschlag für die Vorführlizenz auch so moderat wie möglich gehalten.

 

Können die Filme nur bei Ihnen direkt bestellt werden, oder gibt es da noch andere Vertriebswege?

Wir bauen den Vertrieb gerade ein bisschen auf. Es gibt natürlich die Möglichkeit, die Filme über unseren Online-Shop zu bestellen. Natürlich kann man bei uns auch über Fax oder Telefon bestellen.
Ab nächstem Monat sind wir in den Katalogen von seni-on. Seni-on ist auf uns zugekommen und fand unser Angebot so genial, dass sie uns auch gerne mit in ihrem Sortiment haben wollten. Da haben wir uns natürlich sehr gefreut, vor allem, weil ich auch sehr angetan bin von seni-on. Desweiteren sind wir noch in anderen Katalogen vertreten sein. Wir werden noch andere Vertriebskanäle aufmachen, aber das dauert alles noch ein bisschen. Solche Vertriebswege müssen erst wachsen und wir haben erst im Dezember unsere online-Türen geöffnet.
Viel Nachfrage generieren wir auch über die Medien. Gerade war ich bei Markus Lanz, demnächst bin ich zum Beispiel bei „Volle Kanne“ im ZDF oder beim NDR im „DAS! Magazin“.
Da ich die Filme aus einer privaten Betroffenheit heraus gemacht habe, möchte ich natürlich auch die Angehörigen erreichen. Die Angehörigen sind über die Fachpresse oder über solche Kataloge eher nicht zu erreichen. Sie sind hauptsächlich über solche Medien wie Fernsehen und Radio zu erreichen.

 

Nicht alle, aber die meisten Menschen mit Demenz haben bereits ein fortgeschrittenes Alter erreicht. In dem Logo von „Ilses weite Welt“ ist ein junges Mädchen, welches durch ein Fernrohr oder Fernglas schaut, abgebildet. Warum?

Weil wir uns sehr gerne die Kindlichkeit bewahren wollen. Man sagt ja ganz oft, dass Menschen mit Demenz zu Kindern werden. Das finde ich ganz fatal und ganz schwierig. Die alten Menschen haben ein ganzes Leben gelebt. Sie sind voll von diesem Leben. Kinder stehen für Fortschritt, Menschen mit Demenz für die Vergänglichkeit und für Verlust. Wir müssen jetzt nur den richtigen Schlüssel finden, um die Menschen zu erreichen. Und wir haben mit den interaktiven Filmen einen gefunden.
Was wichtig ist, ist dass wir zurück zu den Gefühlen kommen, dass wir die kognitive Leistung hintenanstellen und ganz ehrlich werden, dass wir vom Gefühl aus hingucken und miteinander agieren. Wenn etwas wirklich reines Gefühl ist, dann ist es die Kindlichkeit, die Neugier eines Kindes. Mit dieser Neugier müssen wir Menschen mit Demenz begegnen. „Ilses weite Welt“ basiert zwar auf dem Namen meiner Großmutter „Ilse“, aber wir wollen die weite Welt der Gefühle darstellen – Sinnbild hierfür ist das kleine Mädchen mit dem Blick in die weite Welt gerichtet.

 

Herzlichen Dank, Frau Rosentreter !!!

zur Homepage von „Ilses weite Welt“ 

 



Werbung: