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Nesteldecken für Menschen mit Demenz. Was Sie beim Nähen beachten sollten!


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Nesteldecken haben sich in der Betreuung von schwer demenziell erkrankten Menschen besonders bewährt. Sie bieten einerseits eine Form der Beschäftigung und regen andererseits die Wahrnehmung der Betroffenen an.
Nesteldecken werden aus verschiedenen Stoffen (z.B. Cord, Jeans- oder Jerseystoff, Seide, Leinen, Samt…) zusammengenäht. Die unterschiedlichen Oberflächen senden verschiedene Reize an die Haut und regen so die Wahrnehmung an. An den Decken werden zusätzlich Fühlmaterialien angenäht, die im besten Fall auf die persönlichen Vorlieben und die Lebensgeschichte der Senioren zugeschnitten sind. Das können beispielsweise Knöpfe, Gürtelschnallen, Kordeln, ein Hemdkragen, ein Krawattenstück, Tücher, Bordüren mit Spitze oder Ringe sein.
Nesteldecken können so individuell gestaltet werden, wie die Menschen sind, für die sie gemacht werden.



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Einige Dinge sollten Sie dennoch beachten wenn Sie Nesteldecken selber nähen:

  1. Verdeckte Nähte
    Nähen Sie die Decke so, dass alle (schließenden) Nähte verdeckt und fest verschlossen sind. So wird verhindert, dass sich die Fäden durch das intensive Nesteln mit der Zeit lösen und ggfs. Füllmaterial austritt, das verschluckt werden könnte.
  2. Keine losen Fäden
    Lose Fäden sind bei Nesteldecken für die Betroffenen besonders gefährlich. Wenn Sie sich einen Moment lang Nestelbewegungen vorstellen werden Sie schnell nachvollziehen können warum. Es passiert sehr schnell, dass sich ein loser Faden um die Finger bzw. die Gelenke wickelt und die Versorgung der ohnehin schon schlecht durchbluteten betroffenen Partien verhindert. Gerade die schwerst demenziell Erkrankten können sich zudem nicht adäquat dazu äußern.
  3. Festes Garn
    Benutzen Sie festes Garn zum Nähen, auch für das Annähen der Fühlmaterialien. So verhindern Sie, dass Fäden während der Nutzung reißen, sich lösen und ein Verletzungsrisiko darstellen.
  4. Fühlmaterialien fest annähen
    Insbesondere die verschiedenen Fühlmaterialien müssen besonders fest angenäht werden. Lose Kleinteile bergen die Gefahr, von den Betroffenen verschluckt zu werden. Wenn sie Knopfleisten von Hemden oder Blusen in die Decke integrieren (was übrigens einen tollen Effekt hat) nähen Sie die Knöpfe auf der Leiste auch noch einmal zusätzlich fest – sicher ist sicher!


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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin.

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