Kommunikation mit Menschen mit Demenz: „Sprich in kurzen Sätzen und benutze einfache Wörter.“

Menschen mit Demenz tun sich leichter, wenn Sprache klar, kurz und verständlich ist. Lange Sätze, verschachtelte Erklärungen oder Fremdwörter erschweren das Verstehen. Wer dagegen einfache Wörter wählt, eröffnet einen leichteren Zugang und vermeidet unnötige Missverständnisse.
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Warum Einfachheit so wichtig ist

Sprache ist wie ein Weg. Je verschlungener und länger er ist, desto schwerer fällt es, ihn zu gehen. Menschen mit Demenz haben weniger Kapazität, mehrere Informationen gleichzeitig zu verarbeiten. Kurze Sätze sind deshalb wie kleine, überschaubare Schritte, die besser verstanden und erinnert werden können.

Das Bild als Erinnerungshilfe

Die Abbildung zeigt, wie eine betreuende Person spricht, während die Person mit Demenz denkt: „Sprich in kurzen Sätzen und benutze einfache Wörter.“ Diese Gedankenblase erinnert daran, dass wir oft unbewusst viel zu kompliziert sprechen. Schon eine kleine Veränderung in der Ausdrucksweise kann den Unterschied machen.

Beispiele aus dem Alltag

Statt zu sagen: „Könntest du bitte deine Jacke aus dem Schlafzimmer holen und sie anziehen, weil es draußen recht kühl ist?“, reicht ein klarer Satz: „Hol bitte deine Jacke.“ Sobald das geschehen ist, kann die nächste Information folgen: „Zieh die Jacke an.“ Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung erleichtert es, den Überblick zu behalten.

Welche Wörter gut funktionieren

Kurze, konkrete Begriffe sind leichter zu verstehen als abstrakte Formulierungen. „Stuhl“ statt „Sitzgelegenheit“, „essen“ statt „eine Mahlzeit einnehmen“. Auch Wiederholungen sind erlaubt. Sie geben Sicherheit und Struktur. Wichtig ist, dass die Sprache freundlich und respektvoll bleibt. Einfachheit bedeutet nicht, von oben herab zu sprechen, sondern das Gespräch bewusst zugänglich zu gestalten.

Was zu vermeiden ist

Lange Erklärungen, verschachtelte Nebensätze oder zu viele Informationen auf einmal überfordern schnell. Auch Ironie oder doppeldeutige Aussagen sind problematisch, da sie schwer zu entschlüsseln sind. Besser ist es, klar zu sagen, was man meint.

Fazit

Kurze Sätze und einfache Wörter sind keine Einschränkung, sondern eine Hilfe. Sie öffnen Türen, die sonst verschlossen bleiben würden. Wer sich daran erinnert, kann den Alltag mit Menschen mit Demenz leichter, respektvoller und verständlicher gestalten.
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