Die kleinen großen Freuden des Lebens. Frühlingsbegegnungen

In unserer Reihe “Jahreszeitliche Kurzbegegnungen” haben wir für Ihre Begegnungen mit Senioren und Menschen mit Demenz im Frühling eine biografische Erzählung und dazu passende Gesprächsimpulse rund um Tulpen vorbereitet.
Beginnen Sie die Kurzbegegnung mit dem Vorlesen der kurzen Geschichte und nutzen Sie die darunter stehenden biografischen Fragen gerne im Anschluss als Einstieg in Erzählrunden.

So war das damals …

„Narcissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an …“ sang Matthias leise vor sich hin, als er eine Gartenschere aus dem Schuppen holte. Endlich war es so weit, die Tulpen in seinem Garten blühten und brachten das Blumenbeet zum Leuchten. Es waren so viele, dass er ein paar abschneiden wollte, um sie seiner Frau auf den Tisch zu stellen. Sie liebte es, wenn der Frühling auch im Haus Einkehr hielt. Es wurde ein prächtiger Strauß und Matthias beeilte sich damit, die Tulpen in die Vase zu stellen. „Oh, wie wundervoll“ sagte seine Frau, als sie nach Hause kam, nahm ihn in dem Arm und gab ihm einen Kuss. Nach 27 Ehejahren wusste er genau, wie er ihr eine Freude machen konnte.

Gesprächsimpulse

  • Mögen Sie Tulpen? Welche Art von Tulpen mögen Sie am liebsten? Welche Tulpenfarben und Tulpenformen kennen Sie?
  • Haben Sie oder hatten Sie früher selbst Tulpen im Garten auf dem Balkon oder im Blumentopf`? Wie sahen die Tulpen aus? Waren Sie Ihnen wichtig? Haben Sie Tulpen auch in Vasen gestellt?
  • Bekommen Sie gerne Blumen geschenkt? Welche Art von Blumen bekommen Sie gerne geschenkt? Wenn Sie Blumengeschenke nicht mögen, womit könnte man Ihnen eine Freude machen?
  • Haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass ein Ehepartner genau weiß, worüber der andere sich freut? Oder kennen Sie es auch, dass sie ein Geschenk bekommen, dass sie nicht mögen? Wie verhalten Sie sich in diesem Fall? Sagen Sie die Wahrheit oder tuen Sie so, als ob Sie sich freuen?
  • Beziehungen ändern sich im Laufe der Jahre. Wie lange sind oder waren Sie mit Ihrem Partner zusammen? Wie hat sich die Liebe im Laufe der Jahre verändert?

Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin, Master of Arts "Alternde Gesellschaften", Gründerin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Natali Mallek finden Sie hier. Fortbildungen mit Natali Mallek finden Sie hier.

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