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Das raschelnde Geschenkpapier. Eine Klanggeschichte zu Weihnachten

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In der Beschäftigung für Senioren kommen Geschichten zum Mitmachen oftmals besonders gut an. Die folgende Weihnachtsgeschichte ist eine weihnachtliche Klanggeschichte. Im Mittelpunkt steht das Rascheln von Geschenkpapier am Weihnachtsabend. Jeder der Teilnehmer bekommt ein Rassel-Ei in die Hand. Immer, wenn in der Geschichte von dem Rascheln des Geschenkpapiers oder dem Ein- und Auspacken der Geschenke die Rede ist, rasseln die Zuhörer auf die im Text beschriebene Art und Weise. Die Stellen im Text, auf die es ankommt, sind entsprechend markiert.
Wir wünschen Ihnen mit dieser Klanggeschichte viel Freude und eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Das raschelnde Geschenkpapier. Eine Klanggeschichte zu Weihnachten

Endlich war der Heilige Abend da! Mia und Max konnten den Moment, in dem sie eifrig ihre Geschenke auspackten und das Geschenkpapier laut raschelte, gar nicht mehr abwarten. Ständig lauschten sie an allen Türen und versuchten das Christkind zu hören. Oder zumindest wie es vorsichtig die Geschenke mit Geschenkpapier einpackte und sie unter den Baum stellte. Ein leises Rascheln von Geschenkpapier war im Haus zu hören. Allerdings war das Rascheln so leise, das Mia und Max es vor lauter Aufregung gar nicht hörten.
Und es war auch nicht das Christkind, dass leise mit dem Geschenkpapier raschelte – es war ihre Mutter, die im Keller die restlichen Weihnachtspäckchen in Geschenkpapier einpackte. Ganz leise und vorsichtig, damit die Kinder das Rascheln des Papiers bloß nicht hörten. Es machte ihr Freude, dass ihre Kinder von dem weihnachtlichen Zauber noch so zu begeistern waren und sich so sehr auf das Christkind freuten.
Und als sie so in Erinnerungen an die vergangenen Weihnachtsfeste schwelgte, da passierte es. Sie stieß mit dem rechten Arm, mit dem sie gerade eine Schleife um ein Päckchen wickelte, gegen den Karton, in dem das Geschenkpapier lag. Mit einem lauten “Rumps!” und lautem Knistern und Rascheln des Geschenkpapiers fielen alle Geschenkpapier-Rollen auf den Boden. Sie versuchte noch, ein paar Rollen im Fallen zu retten, doch das löste nur noch ein lauteres Rascheln des Papiers im Keller aus.
Die Mutter hielt ihren Atem an. Und auch die aufgeregten Schritte der Kinder im Obergeschoss stoppten. Auf einmal war es ganz still im Haus. (Halten Sie einen Moment inne bevor Sie weiterlesen)
Dann berappelte sie sich und legte vorsichtig eine Geschenkpapier-Rolle nach der anderen wieder in den Karton. Sie raschelte lediglich ein bisschen, jedoch kam es ihr in der Stille vor, als könnte man das laute Rascheln des Geschenkpapiers noch bis zu den Nachbarn hören. Sie hoffte so sehr, dass die Kinder nichts von alledem mitbekommen hatten.
Nachdem sie alle Geschenke weiter vorsichtig eingepackt hatte und das Papier nur leise geraschelt hatte, ging sie heimlich, still und leise die Kellertreppen wieder hinauf.
Die Geschenke würde ihr Mann später unter den Baum legen, auch ganz leise, dass das Geschenkpapier bloß nicht laut raschelte.

Für die Kinder war es das spannendste Weihnachtsfest seit langem gewesen. Hingegen der Befürchtungen ihrer Mutter, dachten sie nicht einmal daran, dass der Knall und das laute Rascheln des Papiers etwas mit ihr zu tun gehabt hatten. Schon in der Kirche, lange vor der Bescherung, erzählten sie mit glühenden Wangen, dass sie am Nachmittag schon das Christkind im Haus gehört hatten. Und dass es so laut mit dem Geschenkpapier geraschelt hatte, dass sie es bis in die Kinderzimmer hatten hören können.
Das, was die Kinder an diesem Weihnachtsfest am meisten verzaubert hatte, waren aber nicht nur die vom vemeindlichen Christkind eingepackten Geschenke. Sondern, dass der Glaube und die Freude an ein echtes Christkind plötzlich wieder ganz allgegenwärtig war. Und der Glaube, die Hoffnung und die Freude, die wir uns schenken, ist doch an Weihnachten das aller Wichtigste!
Frohe Weihnachten!

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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