Anzeige

Backtag! Eine Schmeckgeschichte rund um frisches Brot

Anzeigen:





Bringen Sie zum Vorlesen dieser Geschichte frisches Brot mit. Lassen Sie die Teilnehmer das Brot während oder nach der Geschichte probieren. Lesen Sie an den fettgedruckten Stellen langsam und machen Sie Pausen.

Backtag

Heute ist Backtag und Ilse läuft schon das Wasser im Mund zusammen, wenn Sie an das leckere, duftende Brot denkt. Doch noch ist es leider nicht so weit. Bis Ilse sich das warme Brot auf der Zunge zergehen lassen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Als erstes muss der Teig vorbereitet werden. Der Sauerteig für das Brot schlummert seit dem letzten Backtag friedlich in der Vorratskammer. Ilse riecht an dem Sauerteig. Der Geruch ist sauer, aber auch frisch und so wie das duftet, kann sie sich noch deutlicher ausmalen, wie herrlich das Brot am Ende schmecken wird. Gestern ist sie extra zur Mühle ihres Vertrauens gefahren und hat frisches Mehl gekauft. Manchmal kauft Ilse ihr Mehl auch einfach im Supermarkt, doch sie hat das Gefühl, dass das Mehl aus der örtlichen Mühle einfach ein geschmackvolleres, kernigeres Brot ergibt. Sie braucht 600 Gramm Weizen-Vollkornmehl und 100 Gramm Roggenmehl um ihr Lieblingsgraubrot zu backen. Zusammen mit dem Sauerteig, ein bisschen Öl und etwas Wasser wird aus dem Mehl schon bald ein fester schöner Teig. Ilse gibt auch noch ein paar Gewürze hinzu. Sie mörsert Fenchel, Kümmel, Koriander und ein kleines bisschen Anis. Mit dieser Gewürzmischung schmeckt das Brot hinterher so, wie eben nur Ilses Brot schmeckt. Dann muss der Teig gehen. Ilse widmet sich in der Zeit der restlichen Hausarbeit, doch in Gedanken ist sie die ganze Zeit bei dem wunderbaren Brot, das noch an diesem Tag fertig wird. Nach dem Gehen wird der Teig noch einmal ordentlich durchgeknetet und in eine Brotbackform gefüllt. Die Backform ist rund und man kann damit wunderbare, große Brotlaibe backen. Dann zieht Ilse sich an. Das Brot wird nämlich heute nicht im heimischen Backofen gebacken. Heute ist Backtag im Backhaus des Dorfes.

Der große Holzbackofen wurde schon morgens von einigen Ehrenamtlichen hochgeheizt und wartet jetzt auf die Teiglinge der Dorfbewohner. Die Dorfbewohner können dort für kleines Geld ihre eigenen Brotlaibe backen. Ilse ist nicht die einzige, die schon mit ihrem Teig am Backhaus eintrifft. Neugierig werden die Teiglinge der anderen beäugt, doch dann wandern diese auch schon zur heißen Glut. Wie das duftet! Die Wartezeit lässt sich kaum aushalten und die Vorfreude der Wartenden steigt und steigt. Um sich die Zeit ein bisschen zu vertreiben, schließlich dauert das Backen ungefähr eine Stunde, tratschen und plauschen die Dorfbewohner miteinander. Selbstverständlich werden vor allem Rezepte und Backtipps miteinander geteilt.



Anzeigen:



Dann ist es endlich so weit. Die Brote werden aus dem Ofen geholt. Ilse läuft das Wasser im Mund zusammen, als sie ihr herrlich, braunes, krosses Brotlaib entdeckt. Sie hat extra einen Stoffbeutel mitgebracht, in dem sie das noch warme Brot nach Hause transportieren kann. Doch bis zu Hause kann sie jetzt wirklich nicht mehr warten. Sie reißt sich ein Stück des frischen Brotes ab und lässt es sich auf der Zunge zergehen. Wie wunderbar das schmeckt! Der Aufwand hat sich gelohnt!



Anzeigen:



Anzeigen

Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


  • * Links, die mit einem Sternchen gekennzeichnet sind, sind Werbelinks / Affiliatelinks
Top