Tiefrot, saftig und süß. Jahreszeitliche Kurzbegegnungen im Frühling rund um Erdbeeren

In unserer Reihe “Jahreszeitliche Kurzbegegnungen” haben wir für Ihre Begegnungen mit Senioren und Menschen mit Demenz im Frühling eine biografische Erzählung und dazu passende Gesprächsimpulse rund um Erdbeeren vorbereitet.
Beginnen Sie diese Kurzbegegnung mit dem Vorlesen der kurzen Geschichte und nutzen Sie die darunter stehenden biografischen Fragen gerne im Anschluss als Einstieg in biografische Gespräche.

So war das damals …

Sophie liebte ihre Erdbeerbeete. Die roten Köpfchen in dem saftigen Grün der im Frühling erwachten Natur, war eines der schönsten Bilder, die sie je in ihrem Leben begleitet hatten. Jedes Jahr kamen ein paar Pflänzchen dazu. Und irgendwann, meist nach einem lauen Frühlingsregen, war es dann so weit. Die saftigen, tiefroten Erdbeeren konnten geerntet werden. Die ersten landeten natürlich sofort in Sophies Mund. In einer einzigartigen Mischung aus einer vollmundigen Süße und einer angenehmen Säure breitete sich ihr Aroma überall aus. Ein wunderbares Geschmackserlebnis, das Sophie nie vergessen wird. Sie dachte an Erdbeerkuchen, Vanilleeis mit Erdbeeren und selbst gekochte Marmelade. Ihre Augen leuchteten vor Vorfreude.

Gesprächsimpulse

Mögen Sie auch so gerne Erdbeeren wie die Figur in der Geschichte? Wie essen Sie sie am liebsten? Welche Zubereitungsformen kennen Sie und setzen Sie gerne um? An was denken Sie, wenn Sie Erdbeeren essen? Welche Gefühle wecken die kräftig roten Früchte? Gibt es Erinnerungen an besondere Augenblicke, in denen Sie Erdbeeren gepflückt, geerntet oder zubereitet haben?

Haben Sie früher Erdbeeren gepflanzt und geerntet? Im eigenen Garten oder auf dem Balkon? Wurden Sie immer mit reicher Ernte beschenkt oder gab es auch Jahre, in denen die Erträge nicht so groß waren? Was war wichtig beim Anbau von Erdbeeren? Worauf musste man achten? Hat Ihnen die Arbeit Freude bereitet?

Haben Sie neben Erdbeeren auch anderes Obst oder Gemüse selbst angebaut? Welche Lebensmittel waren das? Welche sind Ihnen in den meisten Fällen gut gelungen? Welches Obst oder Gemüse brauchte viel Aufmerksamkeit beim Gedeihen? Gab es auch Pflanzen, für die Ihr Garten nicht der richtige Ort war? Was war das für ein Gefühl bei der Ernte? Haben Sie durch den eigenen Anbau ein anderes Verhältnis zu Lebensmitteln bekommen?

Sind Sie jemand, der in einen leichten Frühlingsregen hinausgeht, um im Regen zu tanzen, oder bleiben Sie lieber unter einem Dach oder einem Schirm? Wie war das früher? Wie hat sich Ihr Verhältnis zu Regen oder zu Wetter allgemein im Laufe der Jahre – von der Kindheit bis heute -verändert? Wissen Sie, warum sich das verändert hat? Wie haben Sie diese Veränderungen erlebt? Wie fühlte sich das an?

Die Figur in der Geschichte genießt das Geschmackserlebnis der süß-sauren Erdbeere und kann diese Sinneserfahrung sehr bewusst genießen. In Ihren Erinnerungen kann sie auch nach vielen, vielen Jahren immer noch auf dieses Erlebnis zurückgreifen. Wie geht es Ihnen? Gibt es Geschmäcker oder Düfte, die heute noch mit Erinnerungen aus der Vergangenheit verbunden sind? Sinnesempfindungen, die früher etwas ganz Besonderes waren und es bis heute geblieben sind? Welche waren das und an welche Augenblicke erinnern Sie sich?

Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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