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Pflaumenkuchen backen – Eine Bewegungsgeschichte mit Tüchern im Herbst


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Für diese Bewegungsgeschichte benötigen Sie pro Teilnehmer je ein gelbes und ein lilafarbenes Tuch. Altenativ kann man auch gut Servietten nehmen. Wenn Sie diese beiden Farben gerade nicht zur Hand haben, können Sie zwei beliebige andere wählen.
Kommt in der Geschichte das Wort “Pflaume” vor, wird das lilafarbene Tuch hochgehalten. Wird das Wort “Back(en)” vorgelesen, halten alle das gelbe Tuch hoch. Bei “Herbst” werden beide Tücher in die Luft gehalten.



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Ein passendes Rezept für Pflaumenkuchen aus der Springform können Sie sich hier anschauen. Weitere Geschichten für Senioren finden Sie hier.

Pflaumenkuchen backen

Margot schaute aus ihrem Fenster in den Garten. In der Mitte stand der große Pflaumenbaum, der über die Jahre so sehr gewachsen war, dass er fast einen großen Teil des Gartens beschattete. Im Herbst sah er immer so mäjestätisch und prächtig aus, besonders wenn er voll mit frischen, reifen Pflaumen hing.
Als Margot den Baum eine Weile betrachtete, kam ihr der Gedanke an frischen Pflaumenkuchen in den Sinn. Sie hatte lange keinen Pflaumenkuchen mehr gebacken. Und den, den sie im letzten Herbst gebacken und in der Kühlung aufbewahrt hatte, hatten sie schon im Frühling aufgegessen. Horst, ihr Mann, war ein echter Liebhaber von Margots selbst gebackenem Pflaumenkuchen. “Mit frischer Schlagsahne ist er einfach ein Gedicht!”, sagte er immer, wenn er im Herbst an der Kaffeetafel saß. Meist musst er dann auf das Abendbrot verzichten, weil er so viel selbst gebackenen Pflaumenkuchen gegessen hatte, dass sein Bauch so voll war, dass er sogar den Gürtel um zwei Schnallen weiter stellen musste.
In Gedanken an den letzten Herbst, kam sie nach einer Weile wieder in die Gegenwart zurück und dachte wiederan ans Backen. Sie schaute die runden, lilafarbenen Pflaumen an und überlegte, ob sie denn alle Backzutaten im Haus hatte. Kurzum, Margot ging das Backrezept für ihren herbstlichen, frischen Pflaumenkuchen einmal gedanklich durch: Butter, ein Ei, Zucker, Mehl, frische Hefe, Puderzucker… sie hatte alles da. Und die Pflaumen aus dem Garten natürlich.
Dann schaute sie auf ihre Armbanduhr. Es war kurz vor Vier. Margot überlegte kurz und dachte dann: “Das passt ja gut! Dann werde ich nun die Backzutaten zusammensuchen, den Hefeteig vorbereiten und die Springform einfetten. Horst wird gleich nach Hause kommen. Ihm liegt es besser, auf die Leiter zu steigen!” Und so geschah es. Margot hatte die Backzutaten und die Menge, mit der sie im Backrezept für ihren Pflaumenkuchen aufgeführt waren, im Kopf. Sie bereitete den Teig vor und stellte ihn in den Backofen zum Gehen lassen.
Horst kam wenig später nach Hause. Er merkte deutlich, dass es Herbst geworden war, auf dem Heimweg dämmerte es schon ein wenig. Als Margot ihn nach dem langen Arbeitstag empfing und ihm gleich mitteilte, dass er doch noch einmal schnell im Garten auf die Leiter klettern möge, um ein paar Pflaumen zu pflücken, sah er nicht besonders begeistert aus. Als Margot ihm jedoch eröffnete, dass sie die Pflaumen zum Kuchen backen benötigte, konnte sie gar nicht so schnell gucken, da stand Horst schon im Garten auf der Leiter.
Margot schaute wieder aus dem Fenster in den Garten und sah ihrem Mann beim Pflaumen pflücken zu. Ja, es war wahrhaftig Herbst geworden!



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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