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Geh‘ aus mein Herz – Als Bewegungslied für Senioren und Menschen mit Demenz

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„Geh‘ aus mein Herz und suche Freud“ ist ein bekanntes und bei vielen Senioren beliebtes Sommerlied mit christlichem Hintergrund. Geschrieben wurde es von Paul Gerhardt. Der Text wurde im Jahr 1653 erstmals veröffentlicht.
„Geh‘ aus mein Herz“ wird insbesondere in Singkreisen mit Senioren und demenziell veränderten Menschen gerne gesungen, aber auch in der Einzelbetreuung kommt es meiner Erfahrung nach gerne zum Tragen.
Wir stellen Ihnen das beliebte Volkslied heute als Bewegungslied vor. Bewegungslieder haben den Vorteil, dass sie mehrere Aktivierungselemente in der Seniorenarbeit miteinander kombinieren und die Teilnehmer auf verschiedenen Ebenen erreichen und motivieren können. Deshalb sind Bewegungslieder besonders gut für Menschen mit Demenz geeignet. Alleine die Musik regt zum Mitschunkeln an, und wer die Bewegungen nicht mitmachen möchte, der singt einfach mit oder hört auch nur zu. Gerade in der Begleitung schwerst demenziell erkrankter Menschen kann alleine das Lauschen nach vertrauten Melodien viel erreichen…

Geh‘ aus mein Herz – Als Bewegungslied

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud
– beide Hände aufs Herz legen und dann öffnen (das Herz „frei lassen“) –

in dieser lieben Sommerzeit
– mit dem Zeigefinger eine Sonne in die Luft malen –

an deines Gottes Gaben;
– die Hände vor der Brust falten –

schau an der schönen Gärten Zier
– mit dem Zeigefinger fiktiv de Garten zeigen –

und siehe, wie sie mir und dir
– bei „mir“ die rechte Hand auf die linke Schulter legen; bei „dir“ die Hand in Richtung des Gegenübers ausstrecken –

sich ausgeschmücket haben.
– mit beiden Händen die Haare etwas zurecht machen, als stünde man vor dem Spiegel und kontrolliert die Frisur –

 

2. Die Bäume stehen voller Laub,
– mit dem Körper einen Baum nachstellen, der Körper ist der Stamm, die Krone wird durch die Arme geformt –

das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
– fiktiv den Boden mit einem großen Stück Stoff abdecken –

Narzissus und die Tulipan,
– fiktiv Blumen pflücken –

die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide.
– mit beiden Hände ganz vorsichtig über die eigene Kleidung streichen –



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3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
– fiktiv mit Flügeln schlagen –

das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
– mit dem Zeigefinger in den „Himmel“ zeigen –

die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
– einen Opernsänger auf der Bühne nachstellen-

Berg, Hügel, Tal und Felder.
– Berg: mit den Fingerspitzen beider Hände eine Spitze formen; Hügel: daraus eine Rundung formen; Tal: mit dem Zeigefinger auf den Boden zeigen; Felder: die flache Hand ausstrecken und über eine fiktive Fläche streichen –

 

4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,
– die Arme eng an den Körper legen und auf der Stelle gehen –

der Storch baut und bewohnt sein Haus,
– auf ein fiktives Storchennest auf einem Dach zeigen –

das Schwälblein speist die Jungen,
– mit den Händen fiktiv „die Jungen“ füttern –

der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
– auf „schnelle“ einmal klatschen; das leichte Reh fiktiv auf der ausgestreckten Handfläche in die Höhe heben –

ins tiefe Gras gesprungen.
– im Takt klatschen und auf der Stelle gehen –



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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