Eine warme Mütze gegen kalte Ohren. Jahreszeitliche Kurzbegegnungen im Winter

In unserer Reihe “Jahreszeitliche Kurzbegegnungen” haben wir für Ihre Begegnungen mit Senioren und Menschen mit Demenz im Winter eine biografische Erzählung und Gesprächsimpulse rund um eine Mütze vorbereitet.
Beginnen Sie die Begegnung mit dem Vorlesen der Erzählung und nutzen Sie die biografischen Fragen gern als Einstieg in biografische Gespräche.

So war das damals …

Thomas zog seine Mütze ein Stück weiter über seine Ohren. Sie fühlten sich eiskalt an. Er legte seine Hände einen Moment darüber, um sie zu wärmen. Der Wind wehte kräftig durch die Gassen. Es duftete nach Winter. Thomas steckte seine Hände wieder in die Manteltaschen. Er spürte eine große Dankbarkeit für die Mütze, die seinen Kopf vor der Kälte schützte. Er erinnerte sich, dass er Mützen als Kind überhaupt nicht gut leiden konnte. Er hatte es als unglaublich anstrengend empfunden, dass seine Mutter im Winter immer darauf bestand, dass er eine trug. Thomas verstand nie, warum, und empfand die kratzigen Mützen als lästig. Heute ist er dankbar, dass er eine trägt.

Gesprächsimpulse

Tragen Sie gerne Mützen? Haben Sie als Kind gerne Mützen getragen? Gab es eine Lieblingsmütze? Wodurch haben Sie sich im Winter gegen Kälte und Wind geschützt? Haben sich Ihre Gewohnheiten im Laufe des Lebens verändert?

Wie haben Sie zuhause kalte Winterabende verbracht? Was haben Sie gemacht, um nicht zu frieren? Haben Sie zum Beispiel einen Kamin angemacht oder sich in eine Decke gehüllt? Haben sich diese Gewohnheiten in den verschiedenen Lebensphasen verändert?

Wonach duftet der Winter für Sie? Was sind Düfte, die Sie nur im Winter riechen und bei denen sich ein Gefühl einstellt, dass Winter ist? Welche Erinnerungen haben Sie an winterliche Düfte aus Ihrer Kindheit? Welche winterlichen Düfte mögen Sie?

Gibt es Dinge, die Sie in Ihrer Kindheit nicht gerne gemacht haben, bei denen Sie aber im Erwachsenenalter verstanden haben, warum sie wichtig waren? Gab es Momente im eigenen Elternsein, in denen Sie frühere Entscheidungen Ihrer eigenen Eltern nachvollziehen konnten und diese genauso getroffen haben? Haben diese Erfahrungen etwas an der Beziehung zu Ihren Eltern verändert? Oder konnten Sie aufgrund dessen Ihre eigenen Kinder besser verstehen?

Wofür sind Sie in Ihrem Leben dankbar? Was sind Augenblicke in ihrem Leben gewesen, in denen Sie eine tiefe Dankbarkeit verspürt haben? Haben sich Ihr Gefühl der Dankbarkeit und die Dinge, für die Sie dankbar sind, im Laufe Ihres Lebens verändert? Wenn ja, erzählen Sie uns, wie?

Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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