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Ein Bild entsteht. Eine Entspannungsgeschichte rund ums Malen

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Diese kleine Entspannungsgeschichte ähnelt einer Fantasiereise. Lesen Sie die Geschichte langsam vor und machen Sie viele Pausen.

Ein Bild entsteht

Jakob atmet tief ein und wieder aus. Er hat sich für heute etwas ganz besonders vorgenommen. Heute geht er zu seinem Lieblingsort. Es ist eine Bank. Die Bank steht an einem kleinen See und ringsherum wächst ein kleines, verwunschenes Wäldchen. Viele Tage hat er schon auf dieser Bank verbracht und sich dabei tagelang an der Schönheit der Natur erfreut. Diesen Blick, diese Lebendigkeit, diese Ruhe und diese Vollkommenheit, möchte er heute auf einer Leinwand einfangen. Es soll ein ganz besonderes Bild werden. Ein Bild von seinem Lieblingsort. Um dieses Bild zu malen, hat er sich extra eine Staffelei gekauft. Diese Staffelei baut er jetzt andächtig und gemächlich auf und stellt die vorbereitete Leinwand vor sich hin. Er streicht einmal mit der flachen Hand über die Leinwand. Noch ist die Leinwand ganz ebenmäßig und weiß. Jakob setzt sich auf die Bank. Er holt die Farbtuben aus seiner Tasche. Als erstes möchte er den kleinen See malen. Auf einer Palette mischt er ein kleines bisschen grüne Farbe mit einem großen Klecks dunkelblauer Farbe. Immer wieder kreist er mit dem Pinsel durch die Farben, bis sie sich gut und gleichmäßig gemischt haben. Nun nimmt er den Pinsel und beginnt die Oberfläche des Sees auf die Leinwand zu bannen. Strich für Strich nimmt der See Formen an. Jakob vergleicht jeden Strich auf der Leinwand mit dem echten See und nimmt sich viel Zeit um die Vollkommenheit des Gewässers einzufangen. Als nächstes widmet sich Jakob den Bäumen. Die Stämme malt er in einem dunklen Erdton und es ist erstaunlich, wie jeder Stamm seinen eigenen Charakter erhält. Immer wieder tunkt er seinen Pinsel in die Farbe. Immer wieder führt er den Pinsel zur Leinwand und lässt mit gekonnten Pinselstrichen ein Kunstwerk entstehen. Jakob gelingt es, die Besonderheiten der Rinde und der Stammform jedes einzelnen Baumes einzufangen. Für das Laub der Bäume und die vielfältige Bepflanzung des Bodens mischt er sich eine große Auswahl verschiedener Grüntöne. Die Grüntöne glänzen auf der Palette und scheinen sich darüber zu freuen schon bald vom Pinsel erfasst und verarbeitet zu werden. Für das Laub nimmt sich Jakob ganz besonders viel Zeit. Beinahe jedes Blatt malt er einzeln und mit viel Liebe zum Detail auf die noch weißen Stellen der Leinwand. Blatt für Blatt verschwindet das Weiß. Mit jedem Pinselstrich wirkt das Bild echter und echter. Dann hat es Jakob geschafft: Sein Lieblingsort ist nicht nur in der Realität vor ihm zu sehen. Sein Lieblingsort ist auch zu einem Bild geworden. Ein Bild, das er mit seinen eigenen Händen gemalt hat. Es ist ihm mit viel Handwerkskunst gelungen, den Zauber und die Schönheit der Landschaft einzufangen. Jakob betrachtet noch einmal den See. Er betrachtet noch einmal die Bäume des Wäldchens. Jakob beäugt ein letztes Mal sein Bild. Er ist zufrieden. Er fühlt sich glücklich, zufrieden und erfüllt.



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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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