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Der Vorleser im Altenheim


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Der Vorleser im Altneheim für menschen mit Demenz.

Egal, ob es um die zusätzlichen Betreuungskräfte nach §87 geht, um Ehrenamtliche oder neue „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ geplant werden, er begegnet einem immer wieder: Der Vorleser fürs Altenheim.

 

Immer, wenn von „dem Vorleser für das Altenheim“ die Rede ist, wird darüber so gesprochen, als ob jeder diese Tätigkeit ausüben könnte und als ob diese Tätigkeit vergleichsweise „anspruchslos“ sei.

 

Man muss ja nur etwas Vorlesen! Oder?



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Egal welche Tätigkeit man in der Arbeit mit Demenzkranken ausübt- es gibt Dinge, die muss man einfach wissen. Es ist traurig, wenn erfahrene Pflege- oder Betreuungskräfte Techniken, wie Validation nicht beherrschen- doch es kommt leider viel zu häufig vor. Die Heime, in denen konsequent auf bewährte Kommunikationsmethoden mit Menschen mit Demenz gesetzt wird, sind immer noch zu selten.

 

Wie kann man erwarten, dass Menschen, die diese nicht erlernt haben, diese umsetzen? Wie kann man erwarten, dass Verhalten richtig eingeschätzt wird und die Bedürfnisse der Menschen erkannt werden?

 

Wie es funktionieren kann…

Natürlich bin ich nicht grundsätzlich gegen den „Vorleser im Altenheim“. Ich finde es nur Schade, wenn Tätigkeiten in der Betreuung verbal abgewertet werden. Bei der Diskussion über die zusätzlichen Betreuungskräfte war es ähnlich…, die zu verrichtenden Tätigkeiten wurden als Lapalien dargestellt. Mittlerweile haben sich viele der zusätzlichen Betreuungskräfte als wertvolle Mitarbeiter herausgestellt- was aber nur dadurch gelingen konnte, dass sie sich neben ihrer eher kurzen Ausbildung selbst Fähigkeiten angeeignet haben oder durch Fachkräfte noch ausführlicher angelernt wurden.

Menschen die Demenzkranken etwas vorlesen, müssen nicht nur wissen welcher Lesestoff in Frage kommt, sie müssen grundlegende Kenntnisse über demenzielle Erkrankungen haben, Symptome, Reaktionen und Verhaltensweisen kennen und Techniken zur Kommunikation mit Demenzkranken verinnerlicht haben. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind (und das kann man nicht alles in einem Tagesseminar lernen), dann kann es funktionieren mit dem „Vorleser im Altenheim“.

 

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. ich bin in der Ehrenamtlichen Betreuung,habe mir die beiden Bücher gekauft,sie sind sehr zu empfehlen,die Kurzgeschichten entsprechen den wahren Leben ,sind lustig und die Senioren freuen sich,wollen immmer mehr.
    Für die Informationen bei mal Alt werden-vielen Dank,sehr lehrreich.

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