Der stramme Max. Eine Kurzgeschichten zum Vorlesen für Menschen mit Demenz
Manche Gerichte gehören einfach zum Leben dazu. Der “Stramme Max” ist für viele Seniorinnen und Senioren ein vertrautes Essen, das schnell gemacht ist und satt macht. Oft steckt hinter solchen Klassikern nicht nur Geschmack, sondern auch eine Geschichte oder zumindest eine Vermutung.
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Diese Kurzgeschichte greift genau das auf. Ein älteres Ehepaar kommt beim Kochen ins Gespräch und fragt sich, woher der Name eigentlich stammt. Dabei entstehen Erinnerungen, kleine Meinungsverschiedenheiten und ein humorvoller Blick zurück.
Die Geschichte eignet sich gut zum Vorlesen und bietet viele Anknüpfungspunkte für Gespräche in der Gruppe.
Der stramme Max
Else steht in der Küche.
In der Pfanne brutzelt der Schinken.
Die Eier liegen bereit.
„Heute machen wir ‘Strammen Max’“, kündigt sie an.
Karl sitzt am Tisch und schaut zu.
„Weißt du eigentlich“, beginnt er,
„woher der Name kommt?“
Else zuckt mit den Schultern.
„Keine Ahnung“, meint sie.
„Der hieß halt schon immer so.“
Karl denkt kurz nach.
„Ich glaube“, überlegt er,
„das kommt von meinem Freund Max.“
Else dreht sich um.
„Von welchem Max?“, fragt sie.
„Von früher“, antwortet Karl.
„Aus der Kneipe.“
Else lächelt.
„Und was hat der mit dem Essen zu tun?“, will sie wissen.
Karl grinst.
„Der Max war oft stramm“, erzählt er.
„Also betrunken.“
Else lacht.
„Aha“, sagt sie.
„Und dann hat er das gegessen.“
„Genau“, bestätigt Karl.
„Immer spät abends. Brot, Schinken, Eier.
Danach ging es ihm besser.“
Else schüttelt den Kopf.
„Du erzählst wieder Geschichten“, gibt sie zurück.
Karl hebt die Schultern.
„Kann doch sein“, entgegnet er.
Else stellt die Teller auf den Tisch.
„Egal, wo der Name herkommt“, sagt sie.
„Hauptsache, es schmeckt.“
Karl nimmt einen Bissen.
Er nickt zufrieden.
Dann meint er leise:
„Den Max könnte ich eigentlich mal wieder anrufen.“
Diese Geschichte lädt dazu ein, über einfache Gerichte, lustige Namen und alte Freunde zu sprechen.
Oft entstehen dabei Erinnerungen an frühere Zeiten, an Kneipen, Nachbarn oder Menschen, mit denen man lange keinen Kontakt mehr hatte. Gerade solche beiläufigen Gedanken können in Gesprächsrunden wertvoll sein.
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