Das Oktoberfest und seine Schlemmereien. Eine Rechengeschichte

Wieder einmal hat Emil auf dem Oktoberfest zu viel gegessen. Dabei ist ihm das schon so oft passiert, dass er es eigentlich längst hätte wissen müssen. Und auch, wenn er sich fest vorgenommen hatte, den Genüssen auf dem Oktoberfest zu widerstehen, war ihm das so richtig nie gelungen.
Es fing ja schon am Eingang an. Wer konnte denn die köstlich duftenden Brezn vom Breznstand links liegen lassen? Nun, Emil nicht! Und gleich dahinter schloss sich auch schon die Würstchenbude von Würstchen-Waldi an. Fürs erste gesättigt ging Emil über die Festwiese und schaute sich das bunte Treiben an. Für den Autoscooter war sein Bauch zu voll. Mit dem selben Argument entschied er sich gegen die Achterbahn. Aber eine Fahrt mit dem Riesenrad wollte er nicht ausschlagen. Gemütlich saß er in seiner Gondel und hatte einen tollen Ausblick über das ganze Oktoberfest. Die Leute unter ihm, die so groß wie Ameisen schienen, sahen glücklich und zufrieden aus. Manche unterhielten sich angeregt, andere lachten ausgelassen und wieder andere tanzten vor lauter Freude zwischen den Ständen, Zelten und Buden hindurch und sangen zur Musik, die durch die Lautsprecher schallte.
Von oben aus seiner Gondel sah Emil einen Stand mit Zuckerwatte, einen Waffelstand und einen, der schokoliertes Obst verkaufte. Dann waren da noch ein Stand, an dem man Dosenwerfen spielen konnte, einen, an dem man Lose kaufen konnte und einen „Hau den Lukas“.
Nach seiner Fahrt im Riesenrad trieb es Emil in die Menge. Er genoss die Gesellschaft so vieler gut gelaunter Menschen. „Das gibt es wirklich nur auf den Wiesn!“, dachte er und gönnte sich eine Tüte Popcorn am Popcornstand. Eine Portion gebrannte Mandeln nahm er sich dort für später auch noch mit.

Den Abend ließ Emil in einem der großen Zelte ausklingen. Er hatte sich dort mit guten Freunden verabredet. Gewiss sagte er zu später Stunde auch nicht nein zu einem Stück gebratenem Hendl, das dort an einem Imbissstand verkauft wurde. Doch danach merkte er schon, dass es wohl genug kulinarische Genüsse für diesen Tag waren…
Ihm half nur noch ein Verdauungsschnaps und sein weiches Bett.

Als er auf dem Rückweg noch an einem Eisstand, einer Pommesbude und einer Bude vorbeikam, die Crêpes verkaufte, dachte er nicht einmal dran, dort anzuhalten. Selbst seine gebrannten Mandeln hob er sich für die kommenden Tage auf.

Den ganzen Weg nach Hause ging er zu Fuß. Und tatsächlich half es ihm, das Völlegefühl los zu werden. Nach einem erfüllten und unbeschwerten Tag legte er sich zufrieden in sein Bett und erinnerte sich noch einmal an die besonders schönen Momente, die ihm dieses Oktoberfest geschenkt hatte…





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Und dann schlief er auch schon bald ein…

Wie viele Stände oder Buden, an denen man „Schlemmern“ kann, hat Emil auf dem Oktoberfest gesehen?
Antwort: 10 Stück

 


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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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