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Tastkisten. Als Seniorenspiel für die Wahrnehmung

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Tastkisten für Senioren

Materialien

Schuhkartons
Schere
Alltagsgegenstände

Beispiele:
Wolle
Tischtennisball
Löffel
Pfannenwender
Zahnputzbecher
Kugelschreiber
Rolle Tesafilm
Stoffreste

 

Vorbereitungen und Spielaufbau

Schneiden Sie in die schmale Seite der Schuhkartons jeweils ein Loch. Das Loch sollte so groß sein, dass man bequem mit der Hand in den Schuhkarton hineinfassen kann. Füllen sie jeweils einen Gegenstand in den Schuhkarton. Stellen Sie die Schuhkartons so auf, dass die Teilnehmenden nicht sehen können, was für ein Gegenstand sich in dem Schuhkarton befindet.

So wird gespielt

Die Teilnehmenden fassen in das Loch des Schuhkartons und versuchen zu Erfühlen, was für ein Gegenstand sich in dem Schuhkarton befindet. Sie lassen sich beim Ertasten viel Zeit und nennen dann den Namen des Gegenstands.

Varianten

Bei kleineren Gegenständen ist es schwerer zu erraten um was es sich dabei handelt, bei größeren Gegenständen ist es einfacher. Für fittere Teilnehmer können auch mehrere kleine Gegenstände in einem Schuhkarton deponiert werden.



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Beispiele für kleinere Gegenstände:

Kastanien
Walnüsse
Holzdübel
Münzen
Knöpfe
Wäscheklammern
Flaschendeckel

Mit mehreren Gegenständen können unterschiedliche Arbeitsaufträge formuliert werden. Beispiele:

  • Suchen Sie einen Gegenstand heraus der rund ist.
  • Suchen Sie den kleinsten Gegenstand heraus.
  • Suchen Sie den größten Gegenstand heraus.
  • Suchen Sie den Gegenstand heraus, der in die Küche gehört.
  • Suchen Sie einen Gegenstand heraus, den man im Bad benötigt.
  • Suchen Sie einen Gegenstand heraus, der mit dem Buchstaben „A“ beginnt.

Es kann auch ein Gegenstand konkret benannt werden, der dann von dem Teilnehmenden aus dem Schuhkarton herausgesucht wird. Eine andere Möglichkeit ist, verschiedene kleine Gegenstände in den Schuhkarton zu legen und einen Gegenstand in doppelter Ausführung. Die Teilnehmer müssen dann den Gegenstand finden, der doppelt vorhanden ist. Oder Sie legen alle Gegenstände in doppelter Ausführung in den Schuhkarton. Die Teilnehmenden müssen dann bei der Umsetzung des Seniorenspiels jeweils eines der Pärchen aus dem Schuhkarton heraussuchen.



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Wahrnehmungsgeschichten. Unsere schönsten in der SingLiesel Mal-alt-werden.de – Edition

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Wenn die Sprache, das Verstehen und andere Gedächtnisleistungen im Alter nachlassen, sind die Betroffenen mehr und mehr auf ihre Sinne angewiesen. In der Praxis greifen wir in diesen Fällen oft auf Wahrnehmungsübungen zurück, durch die die Sinne gezielt angesprochen und aktiviert werden. Für solche Wahrnehmungsübungen und -spiele bieten sich Materialien an, die die Senioren anfassen, hören, schmecken und anschauen können, oder an denen sie riechen dürfen. Durch diese Sinneseindrücke fällt es den Betroffenen viel leichter, sich an besondere Momente aus ihrer Vergangenheit oder auch ganz normale Alltagssituationen zu erinnern, die ihr Leben, und vor allem sie als Person geprägt haben.

Unsere schönsten Wahrnehmungsgeschichten gibt es jetzt auch als Buch

Als Erweiterung zu den vielen kreativen und beliebten Sinnesaktivierungen, die sich in der praktischen Seniorenarbeit bewährt haben, haben wir Wahrnehmungsgeschichten geschrieben, in die jeder unserer fünf Sinne mit einbezogen wird.
Unsere schönsten Geschichten haben wir jetzt in unserem Buch veröffentlicht.

Jede Geschichte konzentriert sich dabei besonders auf einen Sinn:
– Tasten
– Riechen
– Schmecken
– Hören
– Sehen

In der Kapitelübersicht in unserem Buch wurden die Geschichten ihrer jeweiligen Sinnesaktivierung zugeordnet, das erleichtert den unkomplizierten Einsatz in der Praxis. Bei den Wahrnehmungsgeschichten zum Tasten, Riechen und Schmecken finden Sie in der Überschrift zusätzlich die Information, um welchen Gegenstand, welches Material oder welches Lebensmittel es geht. Die Klanggeschichten sind ganz besondere Mitmachgeschichten, denen die Senioren im Verlauf ihren ganz eigenen und persönlichen Charakter verleihen können.
Lesen Sie die Wahrnehmungsgeschichten langsam vor. Im Text sind die Stellen, in denen es um die direkte Sinneserfahrung geht, besonders gekennzeichnet. Hier hat es sich in der Praxis bewährt, nach dem Vorlesen dieser Passagen, einen Moment innezuhalten. Damit geben Sie den Senioren die Möglichkeit, sich die Sinneseindrücke besser vorstellen zu können, bzw. die Materialien nochmal gezielt zu berühren, daran zu riechen oder ein Stück davon zu probieren.

Tastgeschichten
Bringen Sie das Material, um die sich die Geschichte dreht, mit und geben Sie den Senioren vor dem Vorlesen etwas Zeit, es ausgiebig anzufassen. In den Geschichten selbst haben die Senioren die Möglichkeit, die beschriebenen Empfindungen am Material nachzuvollziehen, Bewegungen damit nachzumachen (z.B. einen Wollfaden zwischen den Fingern hindurchgleiten lassen) und sich Sinneseindrücke aus ihrem Erfahrungsschatz vorzustellen.

Duftgeschichten
Auch bei den Duftgeschichten bringen Sie etwas mit, das den in den Geschichten beschriebenen Duft verströmt, zum Beispiel einen Blumenstrauß oder frische Kaffeebohnen. Geben Sie das Material einmal jedem in der Runde in die Hand, damit derjenige in aller Ruhe daran riechen kann. Erst dann beginnen Sie mit dem Vorlesen der Geschichte.



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Schmeckgeschichten
Bieten Sie jedem Teilnehmer zu Beginn an, etwas von dem mitgebrachten Lebensmittel, um das sich die Geschichte dreht, zu probieren (wer nicht möchte, muss natürlich nicht). Während des Vorlesens haben die Senioren die Möglichkeit, sich die beschriebenen Geschmäcker vorzustellen. Am Ende darf jeder gerne noch einmal zugreifen.

Sehgeschichten
In den Geschichten, in denen der Sehsinn im Mittelpunkt steht, wird jeweils eine bestimmte Farbe beschrieben. Bringen Sie für diese Wahrnehmungsgeschichten ein Potpourri an Gegenständen und Materialien mit, die diese Farbe haben. Hier eignen sich auch Decken und Stoffe sehr gut. Wer farbige Lampen hat, kann diese hier gut einsetzen.

Klanggeschichten
Die Klanggeschichten in diesem Buch sind, wie oben schon erwähnt, Mitmachgeschichten, die die Senioren aktiv gestalten können. Zu Beginn bekommt jeder Teilnehmende eine Rassel, einen Regenmacher, ein Glöckchen, Geschenkpapier, ein Percussion-Instrument, einen Topf mit Kochlöffel oder eine Hupe (wie angegeben). Immer wenn in den Geschichten von den entsprechenden Geräuschen die Rede ist, machen die Senioren diese an den gekennzeichneten Stellen auf die angegebene Art und Weise nach.

Das Buch jetzt bei Amazon bestellen.*

In der SingLiesel Mal-alt-werden.de-Edition veröffentlichen wir unsere schönsten und beliebtesten Aktivierungs- und Beschäftigungsideen für Senioren und Menschen mit Demenz in Büchern, die Sie ganz einfach in Ihren Aktivierungsalltag mitnehmen können.

Bisher sind außerdem folgende Titel in der Reihe erschienen

Reimrätsel. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Mitsprechgedichte. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Geschichten zum Bewegen. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Kurzaktivierungen. Lesen Sie hier die Buchvorstellung
Geschichten zum Vorlesen und Mitsingen. Lesen Sie hier die Buchvorstellung



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Unsere Bibel. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

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Bringen Sie eine Bibel mit in dieses Aktivierungsangebot. Die kurze Vorlesegeschichte kann gut als Einstieg in Gespräche genutzt werden. Wir lesen sie gerne im Rahmen der Erinnerungsarbeit vor. Ergänzend dazu können Sie sich unser großes Bibelquiz ansehen, das man im Anschluss an die Unterhaltungen als kleine Gedächtnisübung mit in das Angebot einfließen lassen kann.

Unsere Bibel. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Bibel

Kurzgeschichte

Bei uns war immer eine Bibel im Haus. Sie stand in unserem Bücherregel, wo jeder sie gut sehen konnte. Bei meiner Oma lag sie sogar auf dem Nachttischchen. Sie las oft zum Einschlafen in der Bibel oder betete einen Psalm.

Ich kannte schon als Kind viele Geschichten aus der Bibel, wusste, wer die Evangelisten waren und kannte alle Wunder, die Jesus vollbracht hatte. In der Kirche hörte ich stets gut zu. Und auch in der Schule lasen wir viel in der Bibel. Aber dann auch noch zuhause in der Bibel lesen… das war mir damals zu viel des Guten. Meine Oma verstand mich, obwohl sie diejenige in der Familie war, die am häufigsten in die Kirche gegangen ist. Meine Oma ging sowohl in den Sonntagsgottesdienst als auch in die Frühmessen unter der Woche. Es war ihr wichtig.

Trotzdem verstand sie, dass mir die Texte der Bibel manchmal langweilig vorkamen. Und so setzte sie sich hin und wieder mit mir hin, und erzählte mir die Geschichten, die die Evangelisten aufgeschrieben hatten. Ich hörte ihr gerne zu. Wenn meine Oma mir die Geschichten erzählte, kam es mir ganz oft vor, als sei sie dabei gewesen. Ihre Bibel lag währenddessen die ganze Zeit neben ihr.

Irgendwann, als ich älter wurde, fing ich dann doch an, die Geschichten, die mich interessierten selbst in der Bibel nachzulesen. Und trotzdem, obwohl mir die meisten Texte daraus bekannt sind, und ich sie regelmäßig in der Kirche höre – habe ich heute noch ganz oft die Erzählungen meiner Oma im Ohr. Und dann höre ich ihr wieder zu, wie sie mir die Worte der Bibel auf ihre ganz eigene Art und Weise näher bringt…



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Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Die Bibel der Familie zuhause

Der Glaube an Gott

Wie wurde der christliche Glaube in den verschiedenen Generationen gelebt?

Erinnerungen an Erzählungen der Oma

Welche Rolle spielen der Glaube an Gott und die Kirche im Leben der Senioren



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Der erste Theaterbesuch. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

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Ein Theaterbesuch ist für viele Menschen ein besonderes Erlebnis. Auch die heutigen Senioren erzählen oft von solchen Ereignissen. Nutzen Sie diese kurze Geschichte zum Vorlesen als Anstoß, um alte Erinnerungen neu zu beleben.

Der erste Theaterbesuch. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Materialien

Eine Theaterkarte

Kurzgeschichte

Oh ja, Theaterabende waren bei uns etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil meine Eltern sich freuten, einen Abend zu zweit zu verbringen und zum anderen, weil wir Kinder uns freuten, dass unsere Oma uns ins Bett brachte.

Schon am späten Nachmittag machten unsere Eltern sich für das Theater fein. Meine Oma sagte immer: „Sie werfen sich in Schale.“ Vati zog seinen guten Anzug an. Meine Mutter war meist in einen schicken Rock gehüllt. Dazu trug sie eine farblich passende Bluse. Manchmal zog sie auch ein Kleid an.

Überall im Haus duftete es nach dem Rasierwasser meines Vaters und dem Parfüm meiner Mutter. Fein herausgeputzt und mit glänzenden Schuhen machten sie sich auf den Weg. Meist saßen Oma, meine Geschwister und ich dann schon am Abendbrottisch. Bevor sie losfuhren bat ich meine Mutter immer sich alles was sie sah, bis ins kleinste Detail zu merken und es mir am Tag darauf zu erzählen.

Und das tat sie. Sie erzählte mir von der schicken Abendgarderobe der anderen Theaterbesucher. Von den Kleidern der Darstellerinnen und den vielen Lichtern im Theater. Wirklich bis ins kleinste Detail beschrieb sie mir das Bühnenbild, das ich immer sofort nachmalen wollte.



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Es dauerte, bis ich das erste Mal mit ihnen ins Theater ging. Ich weiß noch, dass ich den Tag zuvor so aufgeregt war, dass ich kaum einen Bissen essen konnte. Ich zog mein schönstes Kleid an und durfte mir sogar eine kleine, schicke Handtasche von meiner Mutter ausleihen. Die vielen Lichter in der Empfangshalle waren an diesem Abend überwältigend. Und ich erinnere mich noch ganz genau, dass mein Vater mir in der Pause ein Glas Limonade spendierte. Es war ein großartiger Abend, an den ich noch heute jedes Mal denke, wenn ich ins Theater gehe…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Theaterbesuche – früher und heute

Die Eltern gehen aus

Erinnerungen an den ersten Theaterbesuch

Theaterstücke, die in guter (oder schlechter) Erinnerung geblieben sind

Das gab es nur an besonderen Anlässen (Limonade, Eis, heiße Schokolade…)



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Der neue Klopapierhut. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

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Für das heutige Aktivierungsangebot benötigen Sie einen alten Klopapierhut und diese kurze Geschichte zum Vorlesen. Nutzen Sie den Klopapiehut und die Geschichte als Grundlage für gemeinsame Gepräche und nehmen Sie die Senioren mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit…

Der neue Klopapierhut. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Ein gehäkelter Klopapierhut

Kurzgeschichte

Im Auto meiner Großeltern fuhr hinten auf der Hutablage immer ein Klopapierhut mit. Für uns Kinder gehörte der einfach zum Auto mit dazu, wir kannten es gar nicht anders. Unsere Eltern hatten keinen Klopapierhut im Auto liegen. Dort gab es noch nicht einmal eine Hutablage.

Und so war dieser Klopapierhut auf eine gewisse Art und Weise etwas Besonderes für uns. Meine Oma hatte ihn aus ziemlich dicker Wolle selbst gehäkelt. Sie kratzte ein wenig, wenn ich sie berührte. Und das tat ich gewiss jedes Mal, wenn ich hinten in Opas Auto stieg. Schließlich sah ich den Hut ja nicht so oft. Mein Bruder tat übrigens das Gleiche. Es war förmlich ein kleines Ritual von uns beiden, beim Einsteigen auf die Rückbank einmal über den Klopapierhut zu streichen.

Eines Tages war der Klopapierhut zu unserer großen Verwunderung auf einmal weg. Wir schauten ganz schön erstaunt aus der Wäsche als wir auf die leere Hutablage sahen. Nichtsahnend, warum wir so große Augen machten, schaute Oma in unsere verdutzten Gesichter. Dann fiel es ihr ein: „Ach, ihr beiden sucht den Klopapierhut? Den habe ich gewaschen, das war dringend nötig. Leider ist mir allerdings dabei die Wolle eingelaufen. So passt er keines Falls mehr auf die Klopapierrolle. Ich häkle aber einen neuen. Vielleicht helft ihr mir, die Wolle dafür auszusuchen?“

Das wollten wir auf jeden Fall. Und so fuhren wir gemeinsam in die Stadt um neue Wolle zu kaufen. Es dauerte ein wenig, bis mein Bruder, meine Oma und ich uns auf die Farben geeinigt hatten. Mein Opa stand wortlos daneben und wartete. Am Ende waren aber alle zufrieden. Schon bald stand ein neuer selbst gehäkelter Klopapierhut auf der Hutablage im Auto meiner Großeltern. Und den wusch meine Oma von da an mit der Hand…



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Mögliche Themen für anschließende Gespräche

Klopapierhüte im Auto

Häkeln

Kleidungsstücke, die schonmal beim Waschen eingelaufen sind

Wolle, die kratzt

Sich innerhalb der Familie auf etwas einigen

Ausflüge mit den Großeltern



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Omas Perlenkette. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

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Bieten Sie den Senioren mit dieser Kurzgeschichte und einer Perlenkette eine Reise in die eigenen Erinnerungen an. Mit der Geschichte kann man auch Gespräche anregen, in denen die Senioren sich in einem gemütlichen und sicheren Rahmen austauschen können.

Omas Perlenkette. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Materialien

Perlenkette

Kurzgeschichte

Meine weiße Perlenkette. Immer wenn ich sie umlege, muss ich an meine Oma denken. Sie hat sie mir vor vielen Jahren geschenkt. Es war einst ihre gewesen, die sie früher immer zu ganz besonderen Anlässen getragen hat. Ich weiß noch, dass ich die Kette als Kind immer bewundert habe. Auch die passenden Ohrringe und das Armband, das ganz locker um ihr Handgelenk lag, haben mich immer fasziniert.

Wenn meine Oma ihre Perlenkette trug, dann wusste ich, dass es ein ganz besonderer Tag war. Sie trug ihre weiße Perlenkette nur an Geburtstagen, an Weihnachten, Ostern, und an anderen Familienfesten. Zum Beispiel bei der Taufe meiner Cousine. Nach dem Kaffeetrinken saß ich oft auf ihrem Schoß und habe die hübsche Perlenkette bewundert. Ich habe mir jede Perle einzeln angeschaut und sie zwischen meinen Fingerspitzen hin- und hergedreht. Sie waren ganz glatt. Und haben so schön im Licht geglänzt…

Meine Mama hat mich damals zwischendurch immer daran erinnert, doch ja vorsichtig mit der Perlenkette zu sein. Aber meine Oma sah das nicht so eng. Sie hat mich immer geduldig die Kette bewundern lassen. In der Woche vor meiner Hochzeit kam sie mich eines Abends besuchen. In der Hand hielt sie das Schmuckkästchen mit ihrem Perlenschmuck – es war für mich! Nach kurzem Zögern – ein in jeder Hinsicht so wertvolles Geschenk konnte ich schließlich nicht so leicht annehmen – nahm ich das Kästchen dankbar entgegen. Es war meiner Oma wirklich wichtig gewesen, dass ich die Kette bekam. Und von da an habe ich die Kette, die Ohrringe und das elegante Armband zu jedem besonderen Anlass und an jede Familienfeier getragen. Wenn ich heute über die Perlen streiche, denke ich immer an die vielen kleinen besonderen Momente mit meiner Oma…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche



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Besonderer Schmuck

Erinnerungen an Familienfeste

Welche Rollen haben die eigenen Großeltern in der Familie gespielt

Meine Oma war…

Sich schön machen

Wichtige und enge Bezugspersonen in der Kindheit



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Kaffeeduft liegt in der Luft. Eine Duftgeschichte für die Seniorenarbeit

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Für das Vorlesen dieser Sinnesgeschichte können Sie gut ein paar frische Kaffeebohnen, Kaffeepulver oder gekochten Kaffee mit in die Runde bringen. Bieten Sie den Senioren an, daran zu riechen. Lesen Sie die fett gedruckten Stellen im Text besonders betont und langsam vor.
Passende Spiele für Seniorengruppen, die die Wahrnehmung anregen finden Sie in unseren Wahrnehmungsspielen.

Kaffeeduft liegt in der Luft. Eine Duftgeschichte für die Seniorenarbeit

Jürgen sitzt am Kaffeetisch und schlürft seinen Morgenkaffee. Auf dem Tisch liegt die Tageszeitung. Es ist Samstag. Samstags nimmt er sich immer die Zeit, in Ruhe seinen Kaffee zu trinken, muss er doch wochentags immer so früh zur Arbeit fahren. Jürgen genießt es sehr, wenn das ganze Haus von Kaffeeduft erfüllt ist. Wenn er frisch aufgebrühten Kaffee riecht, stellt sich bei ihm ein vertrautes Gefühl ein, das er schon aus seiner Kindheit kennt.

Damals war der Duft von gerösteten Kaffeebohnen und fertigem, frisch aufgebrühtem Filterkaffee am Morgen immer ein Zeichen, dass seine Eltern bereits aufgestanden waren und das Frühstück vorbereitet war. Lange Zeit mochte er keinen Kaffee. Den Geschmack fand er regelrecht scheußlich. Er konnte nicht verstehen, wie Erwachsene diese bittere Flüssigkeit auch nur annähernd trinken konnten. Aber den Geruch, ja den Geruch mochte er sehr. Oft schnupperte er an der Kaffeetasse seines Vaters. Der trank seinen Kaffee früher mit einem Schuss Sahne und Zucker. Der warme Dampf aus der Kaffeetasse stieg ihm also in die Nase. Der Kaffee roch kräftig. Je kräftiger er war, desto lieber mochte Jürgen ihn riechen. Nur trinken, damit hat er erst angefangen als er älter war.



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Was auch noch besonders schöne Erinnerungen aus seiner Kindheit sind, waren die Besuche mit seiner Tante Rosi im Kaffeehaus. Meist machten sie davor einen langen Bummel durch die Stadt und kamen dann ins Kaffeehaus, um sich bei Kakao und Kaffee aufzuwärmen. Schon beim Eintreten genoss Jürgen den Duft der frisch gemahlenen Kaffeebohnen, der sich rund um die Theke ausbreitete. Meist blieb er einen Moment dort stehen, schaute sich die wunderschön verzierten Kaffeebehälter an, die an der Wand hingen und lauschte der Kaffeemühle. Fast immer bekam er von der Dame hinter dem Tresen eine ganze Kaffeebohne geschenkt. Sie roch ein wenig stärker als das Kaffeepulver, etwas herb und weniger aromatisch. Hätte er sie in den Mund genommen, wäre sie wohl sehr bitter gewesen. Aber Jürgen hat die Kaffeebohne ganz leicht zwischen seinen Fingerspitzen gerieben. Immer wieder, wenn er danach an seinen Fingern gerochen hat, kam ihm ein Hauch Kaffeebohnenduft entgegen. Jürgen genoss den harmonischen Duft nach gemahlenem und frisch aufgebrühtem Kaffee in dem Kaffeehaus sehr. Und auch wenn er heute in ein Kaffeehaus einkehrt, kann er von dem ganz besonderen Kaffeeduft dort in einer ruhigen Atmosphäre gar nicht genug bekommen.

Jürgen trinkt seinen Kaffee heute schwarz. So kann sich der ganze vollmundige Geschmack in seinem Mund entfalten. Und nur so kann er die verschiedenen Aromen im Kaffee unterscheiden. Mal duftet er eher kräftig und fruchtig, mal eher herb. Morgens trinkt Jürgen seinen Kaffee lieber stark, am Nachmittag etwas milder. Was für ihn aber in all den Jahren am wichtigsten war, ist dieser ganz besondere Duft, der sich ganz langsam ausbreitet und das ganze Haus mit frischem Kaffeeduft erfüllt. So wie früher, als er noch ein Kind war…



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Frisch aus der Kaffeemühle. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

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Bringen Sie für dieses Aktivierungsangebot frische Kaffeebohnen mit in die Runde. Unter kostenlose Kurzgeschichte finden Sie ein paar Themenbeispiele, um die sich anschließende Unterhaltungen drehen könnten.

Frisch aus der Kaffeemühle. Eine impulsgestützte Kurzaktivierung

Material

Eine Tasse mit frisch aufgebrühtem Kaffee, evtl. ein paar ganze Kaffeebohnen

Kurzgeschichte

Können Sie sich noch an den Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in Ihrer Kindheit erinnern? Ich mochte diesen Duft sehr. Obwohl mir der Geschmack ehrlich gesagt früher viel zu bitter war. Dafür war ich aber umso lieber bei meiner Großmutter, um ihr beim Kaffeebohnen mahlen zuzusehen. Wenn ich wollte, durfte ich die Bohnen in die Kaffeemühle füllen. Das Mahlen übernahm dann aber meine Oma. Ich sah ihr zu und roch an meinen Fingern, die so gut nach den Kaffeebohnen dufteten. Schon während Oma die Kaffeebohnen mahlte, duftete es in der Küche wunderbar nach Kaffee. Wenn sie fertig war, durfte ich die kleine Schublade aus der Kaffeemühle ziehen. Das machte ich ganz vorsichtig, damit auch ja kein Körnchen verloren ging. Meist setzte sie dann einen Filter auf die Kaffeekanne mit dem Blümchenmuster und brühte den Kaffee mit heißem Wasser auf.

Bei meiner Oma gab es immer Kuchen oder Plätzchen zum Kaffee. Sie hatte immer etwas Süßes da. Während sie ihren frischen Kaffee trank, gab es für mich kalte Milch zum Gebäck. Die schmeckte mir bei Oma immer viel besser als zuhause. Ich genoss den Kaffeeduft sehr. So wie diese Zeit bei meiner Oma.

Heute bin ich selbst ein begeisterter Kaffeeliebhaber – ich rieche und schmecke ihn gern! Manchmal trinke ich ihn schwarz, ein anderes Mal mit Milch und Zucker, so wie es mir gerade beliebt. Aber am liebsten mit frisch gemahlenen Bohnen, so wie meine Oma ihn früher immer gemacht hat. Manchmal nehme ich ihre Kaffeemühle aus dem Schrank und mahlen die Bohnen so wie sie früher. Dann schmeckt mir der Kaffee noch einmal so gut…

Mögliche Themen für anschließende Gespräche



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Kaffeebohnen mahlen früher

Alte Kaffeemühlen

Erinnerungen an die Großmutter

Vorlieben beim Kaffeetrinken

Rituale beim (gemeinsamen) Kaffeetrinken

Porzellandekore von früher



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Backtag! Eine Schmeckgeschichte rund um frisches Brot

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Bringen Sie zum Vorlesen dieser Geschichte frisches Brot mit. Lassen Sie die Teilnehmer das Brot während oder nach der Geschichte probieren. Lesen Sie an den fettgedruckten Stellen langsam und machen Sie Pausen.

Backtag

Heute ist Backtag und Ilse läuft schon das Wasser im Mund zusammen, wenn Sie an das leckere, duftende Brot denkt. Doch noch ist es leider nicht so weit. Bis Ilse sich das warme Brot auf der Zunge zergehen lassen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Als erstes muss der Teig vorbereitet werden. Der Sauerteig für das Brot schlummert seit dem letzten Backtag friedlich in der Vorratskammer. Ilse riecht an dem Sauerteig. Der Geruch ist sauer, aber auch frisch und so wie das duftet, kann sie sich noch deutlicher ausmalen, wie herrlich das Brot am Ende schmecken wird. Gestern ist sie extra zur Mühle ihres Vertrauens gefahren und hat frisches Mehl gekauft. Manchmal kauft Ilse ihr Mehl auch einfach im Supermarkt, doch sie hat das Gefühl, dass das Mehl aus der örtlichen Mühle einfach ein geschmackvolleres, kernigeres Brot ergibt. Sie braucht 600 Gramm Weizen-Vollkornmehl und 100 Gramm Roggenmehl um ihr Lieblingsgraubrot zu backen. Zusammen mit dem Sauerteig, ein bisschen Öl und etwas Wasser wird aus dem Mehl schon bald ein fester schöner Teig. Ilse gibt auch noch ein paar Gewürze hinzu. Sie mörsert Fenchel, Kümmel, Koriander und ein kleines bisschen Anis. Mit dieser Gewürzmischung schmeckt das Brot hinterher so, wie eben nur Ilses Brot schmeckt. Dann muss der Teig gehen. Ilse widmet sich in der Zeit der restlichen Hausarbeit, doch in Gedanken ist sie die ganze Zeit bei dem wunderbaren Brot, das noch an diesem Tag fertig wird. Nach dem Gehen wird der Teig noch einmal ordentlich durchgeknetet und in eine Brotbackform gefüllt. Die Backform ist rund und man kann damit wunderbare, große Brotlaibe backen. Dann zieht Ilse sich an. Das Brot wird nämlich heute nicht im heimischen Backofen gebacken. Heute ist Backtag im Backhaus des Dorfes.

Der große Holzbackofen wurde schon morgens von einigen Ehrenamtlichen hochgeheizt und wartet jetzt auf die Teiglinge der Dorfbewohner. Die Dorfbewohner können dort für kleines Geld ihre eigenen Brotlaibe backen. Ilse ist nicht die einzige, die schon mit ihrem Teig am Backhaus eintrifft. Neugierig werden die Teiglinge der anderen beäugt, doch dann wandern diese auch schon zur heißen Glut. Wie das duftet! Die Wartezeit lässt sich kaum aushalten und die Vorfreude der Wartenden steigt und steigt. Um sich die Zeit ein bisschen zu vertreiben, schließlich dauert das Backen ungefähr eine Stunde, tratschen und plauschen die Dorfbewohner miteinander. Selbstverständlich werden vor allem Rezepte und Backtipps miteinander geteilt.



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Dann ist es endlich so weit. Die Brote werden aus dem Ofen geholt. Ilse läuft das Wasser im Mund zusammen, als sie ihr herrlich, braunes, krosses Brotlaib entdeckt. Sie hat extra einen Stoffbeutel mitgebracht, in dem sie das noch warme Brot nach Hause transportieren kann. Doch bis zu Hause kann sie jetzt wirklich nicht mehr warten. Sie reißt sich ein Stück des frischen Brotes ab und lässt es sich auf der Zunge zergehen. Wie wunderbar das schmeckt! Der Aufwand hat sich gelohnt!



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Grüner Frosch. Eine Wahrnehmungsgeschichte für die Augen

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Bringen Sie zum Vorlesen dieser Geschichte grüne Tücher, Stoffe oder Servietten mit. Legen Sie die Tücher, Stoffe oder Servietten in die Mitte und machen Sie an den fettgedruckten Stellen im Text eine kleine Pause.

Grüner Frosch

Die Sonne lacht und Jolanta beschließt einen kleinen Spaziergang zu unternehmen und die Natur zu genießen. Immer wenn sie eine kleine Pause von ihrem turbulenten Alltag braucht, findet sie in der grünen Natur einen Ausgleich. Sie geht sehr gerne spazieren und hat schon viele Wege rund um ihre Wohnung erkundet. Heute entscheidet sie sich für einen Weg durch die Felder und Wälder. Auf diesem Weg kann sie den richtigen Abstand zu ihrem normalen Trott gewinnen. Der Feldweg ist menschenleer und Jolanta weiß die Weite und die Stille zu schätzen. Das angepflanzte Getreide auf den Feldern ist noch ganz jung und schwingt in einem blassen Grün im leichten Wind hin und her. Am Wegesrand steht frisches, saftiges Gras. Zwischen den grünen Halmen sieht Jolanta den ein oder anderen kleinen grünen Grashüpfer sitzen. Das Zirpen der Grillen erfüllt die Luft. Jolanta kann sich gar nicht satt sehen an dem frischen Grün, das für sie ein Symbol für Leben und Lebensfreude ist. Sie freut sich über jeden Schritt, den sie geht. Der Feldweg grenzt auf der anderen Seite an einen kleinen Wald und Jolanta ist ganz erstaunt darüber, dass sie schon an dem Wäldchen angekommen ist. Sie genießt den Spaziergang und die Sonne, die ihre Haut wärmt. Auf den Wald freut sie sich allerdings auch: Dort sprießen die Blätter der Bäume grün aus den Ästen hervor und verbreiten eine ungeahnte Zuversicht. Das Grün der neuen Blätter ist hell und lebenslustig, das Moos auf dem Boden ist dunkler. Das Grün des Mooses strahlt Ruhe und Verlässlichkeit aus, das Moos kennt seinen Platz, ist an seinem Ort und wird dort auch so schnell nicht weggehen. Als Jolanta zu einer Bank kommt, macht sie eine kurze Pause und setzt sich hin. Die Bank steht an einem kleinen Teich. Wenn man nicht weiß, dass an dieser Stelle ein Teich ist, kann man ihn auf den ersten Blick fast nicht sehen. Die Oberfläche des Teichs ist über und über mit grüner Entengrütze bedeckt. Neulich hat Jolanta in der Zeitung gelesen, dass Entengrütze, also Wasserlinsen, auch für den Menschen ein sehr gesundes Nahrungsmittel sein soll. Die kleinen Wasserlinsen sehen allerdings nicht sehr schmackhaft aus, findet Jolanta und überlässt das grüne Gemüse dann doch lieber dem Entenpaar, dass sich auf dem Teich wohl fühlt. Plötzlich hört Jolanta etwas Quaken. Sie kneift die Augen etwas zusammen und versucht die Ursache des Quakens zu entdecken. Dann entdeckt sie ihn. Dort sitzt ein kleiner, grüner Frosch. Zwischen den grünen Wasserlinsen muss man schon ganz genau hingucken um ihn zu erspähen. Jolanta freut sich und beschließt noch ein Weilchen auf der Bank auszuruhen. Sie lässt die vielen Grüntöne weiter auf sich wirken und ist voller Dankbarkeit für das wilde, unberechenbare und doch wundervolle Leben um sie herum.



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