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Abgeheftet. Eine Impulsgestützte Kurzaktivierung mit einem Ordner

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Geben Sie den Teilnehmern den Gegenstand in die Hand und lassen Sie sie erzählen. Die Kurzgeschichte kann genutzt werden um Gespräche anzuregen. Viel Spaß mit der Aktivierung!

Material

Einen Ordner

Kurzgeschichte

Als ich ein Kind war, war das Abheften und Ordnen der Papiere Sache des Vaters. Mein Vater hatte dafür ein großes Regal, in dem ein Ordner neben dem anderen stand. Alle Ordner, die wir hatte waren schwarz und kamen aus der Fabrik der Firma „Mehle“. Die Ordnerrücken hatte er sehr ordentlich beschriftet. In akkuraten Buchstaben standen auf den Rücken der Ordner Dinge wie „Strom“, „Wohnung“ oder „Auto“. Jeder Vertrag, jede Rechnung, wurde feinsäuberlich abgeheftet.

Wenn mein Vater früher eine Überweisung tätigen musste oder eine Rechnung begleichen wollte, ging er dafür zusammen mit mir zur Sparkasse. Es war ihm wichtig, dass ich früh lernte mit Geld umzugehen, deswegen nahm er mich mit. Zu Hause hatte ich eine Spardose und das Geld, dass ich dort sammelte, nahm ich an diesen Tagen auch mit zur Sparkasse. In der Sparkasse wurde das Geld dann gezählt, in Rollen verpackt und der Betrag in mein Sparbuch hineingeschrieben. Nachdem mein Vater seine Überweisungen getätigt hatte, gingen wir nach Hause.

Natürlich wurden auch die Sparbücher in dem Regal mit den Ordnern gelagert. Nach unseren Besuchen bei der Sparkasse, durfte ich immer selbst den passenden Ordner heraussuchen. „Sparen“ stand auf dem Ordnerrücken des Ordners, den ich dann herauszog. In diesem Ordner waren Trennstreifen, auf denen alle Vornamen unserer Familie standen. Ich suchte meinen eigenen Vornamen heraus und steckte das Sparkassen-Sparbuch in eine Klarsichthülle. Die Klarsichthülle heftete ich dann ab. Als Kind, war ich unheimlich stolz darauf, dass ich das alles ganz allein machen durfte. Wenn ich heute meine Papiere sortiere, empfinde ich das als langweilig und nervig. Doch wenn ich an meinen Stolz von damals denken, muss ich schmunzeln und die Arbeit geht mir viel einfacher von der Hand.

Mögliche Themen für anschließende Gespräche



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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

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