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Suche Anregungen, bzw. Ideen zur Erstellung einer Gedenkstätte, Pinnwand, Räumlichkeit in einem Seniorenheim für verstorbene Bew. als Besuchersstätte für Hinterbliebene, Personal, Freunde, Bekannte… .

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Es gibt viele Möglichkeiten der Gestaltung. Die wichtigste Frage ist dabei wahrscheinlich, ob die Gestaltung religiös sein soll, oder ob das ganze eher neutral gehalten werden soll.

Kondolenzbuch

In einem Kondolenzbuch kann jeder seine Anteilnahme druch seine Unterschrift ausdrücken. In einem Seniorenheim ist es eventuell schwierig mit einem Kondolenzbuch zu arbeiten. Es könnte passieren, dass bei einem Bewohner viel mehr Menschen unterschreiben, als bei einem anderen. Wenn viele Menschen mit Demenz Zugang zu dem Buch haben, könnte es auch sein, dass das Buch fälschlicherweise eingepackt wird und abhanden kommt, was für Angehörige dann vielleicht schmerzhaft ist.

Kerzen

 

Kerzen gehören zu Trauer und Abschiednahme einfach dazu. In Seniorenheimen ist offenes Feuer aber meist Tabu. Eine Alternative können elektrische Echtwachskerzen sein. Das ist aber Geschmacksache. Man kann eventuell auh auf gedimmte Leuchten oder ähnliche Alternativen ausweichen (Lichterketten).

Blumen

 

Blumen gehören in Deutschland fest zur Trauerkultur. Ein kleines Sträußchen für jeden Verstorbenen hat etwas sehr wertschätzendes. Leider fehlt manchmal das Budget, um für jeden ein frisches Blümchen zu kaufen. Künstliche Blumen mag ich persönlich gar nicht. Die würde ich dann eher weglassen.

Steine

 

Aufgetürmte Steine oder Skultpuren mit einem Spruch gibt es in jedem Blumengeschäft. Die Ruhe, die Steine ausstrahlen, kann etwas sehr tröstendes haben. Sie eignen sich daher gut für die Gestaltung von Gedenkecken.

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Tröstende Worte

 

Die passenden Worte zu finden, ist im Trauerfall nicht immer einfach. Sprüche und Vorschläge für Formulierungen findet man aber zu Hauf im Internet. Man kann etwas passendes heraussuchen und in einem schönen Rahmen an die Wand hängen.

 

Es kann auch sehr schön sein, ein Foto des Verstorbenen auszuhängen, hier sollte in Seniorenheimen aber immer bedacht werden, dass das Einverständis des Verstorbenen oder der Bevollmächtigten/ Betreuer vorliegen muss.

 

Haben Sie weitere Ideen? Dann hinterlassen Sie doch einfach einen Kommentar!

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Die Männer nicht vergessen!

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Was das Richtige ist, für die Einrichtung, muß natürlich individuell entschieden werden.
    Innerhalb meiner Ausbildung zum Animator für Senjoren in Belgien habe ich es in einer „staatlichen Einrichtung“ so erlebt,daß im Eingangsbereich,in einer kleinen Nische,auf einem Rednerpult ein Buch in DINA 4 Format, meistens aufgeschlagen, lag. An dem Pult waren dekorativ Topfblumen mit Stoff drapiert. Es war so angeordnet, dass auch Rollstuhlfahrer es ohne Schwierigkeiten erreichen konnten.
    Von außen war das Buch sehr dekorativ mit goldenen Insignien gestaltet und in brauner Farbe gehalten.Es war „auf alt gemacht“.Im Buch selbst, waren einzelne herausnehmbare klare Folien.
    In der 1.Folie war ein allgemeinerText über das Leben,das Sterben und das Gedenken an verstorbene Bewohner dieses Hauses.Ab der 2. Folie waren verstorbenen Bewohner mit ihren Daten aufgeführt.
    Jeder Bewohner bekam auf einem DINA 4 Blatt seinen Namen, sein Sterbedatum und einen zu ihm passenden Spruch(auch Worte von bekannten Persönlichkeiten, Gedichte …..) Der Spruch wurde vom Animatie Team ausgesucht.Fast gleichzeitig brachte die Familie eine Trauerkarte mit Foto mit.Hier standen die Gedenkfeier und die Beisetzung drauf. So konnten Bekannte und Bewohner,wenn sie wollten, an den Trauerfeierlichkeiten teil nehmen.
    Man muß sich das so vorstellen,dass die Karte der Familie auf der linken Seite(Rückseite des Vorgängers)des Buches zu lesen war und die Angaben des Animatie Teams auf der rechten Seite des Buches waren.So konnte man auf den aufgeschlagenen Seiten über ein und die selbe Person etwas lesen.
    Dieses Buch wurde sehr gut von allen angenommen.
    Jeder,auch Besucher,konnten es sich ansehen.
    Ich war 3Mal in der Woche auf verschiedenen Etagen in der Einrichtung.Mein erster Gang führte mich zu diesem Buch.Leider mußte ich sehr oft bekannte Gesichter sehen bzw.deren Namen lesen.
    Ich war auch dankbar für diese Information.
    Ich konnte mich so auf die neue Situation an diesem Tag einstellen.
    Ich habe mehrmals mit Besuchern an diesem Buch gestanden, weil es für ihren Besuch „zu spät“ war.Sie hatten diese Information noch nicht.So konnte ich sie mit ihren Emotionen auffangen.Gleichzeitig haben sie alle wichtigen Informationen zur Beerdigung bekommen.
    Ich hoffe,dass ich mich verständlich und ohne grobe Fehler ausdrücken konnte.Ich schreibe nicht mehr so viele Briefe in deutsch.
    Ich wünsche allen Lesern so viel Spass bei der Arbeit,wie ich sie ab Mitte Mai haben werde.
    Es gibt immer schwierige Situationen und manchmal kommen wir auch an unsere Grenzen. Wir arbeiten ja schließlich mit Menschen.
    Ein Teil von ihnen weiß auch nicht mehr, was sie tun.
    Aber Menschen mit Demenz gibt es in allen Ländern und ein Lächeln bzw. liebevolle dankbare Augen von ihnen können mehr sagen als 1000 Worte. Es lohnt sich auf jeden Fall dran zu bleiben.

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  2. Hallo, ich möchte hier die Idee eines lieben Kollegen weitergeben: Im Park unserer Einrichtung gibt es einen Gedenksteinplatz der auch liebevoll hergerichtet ist mit Blumen und einem liegendem Holzkreuz das mit weißen Steinen eingefasst ist – Mein Kollege sucht schöne Wackersteine und schreibt dann den Namen der/des Verstorbenen darauf – ebenso kommt das Alter und das Sterbedatum drauf – neuerdings malt er noch eine Sonne dazu 😉 – der Stein wird dann lackiert und so bleibt die Schrift erhalten. Bei uns im Heim gibt es einen Aussegnungsgottesdienst (evtl. auch für mehrere Verstorbene) bei dem die Angehörigen meistens dabei sind und nach dem Gottesdienst tragen sie die Steine dann zum Gedenkplatz. Diese Idee, die 2012 entstand, ist sehr gut bei der Heimleitung und bei den Angehörigen angekommen. Mittlerweile sind 76 Gedenksteine an den Platz gelegt worden. Auf Wunsch kann auch ein Foto geschickt werden.

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  3. Nachtrag zu Bericht 27.4.14 10.26 Uhr
    Bei uns im Heim ist im Eingangsbereich -Foyer- ebenfalls ein Buch ausgelegt in dem alle Verstorbenen verewigt sind und dieses Buch für die Bewohner und Besucher zugänglich ist.

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  4. In unserem Heim hält es jeder Wohnbereich andres mit der Trauer eines Bewohners. Auf 2 Wohnbereichen gibt es je einen kleinen Tisch der mit Dekostoff, elektrischen Kerzen, einem Spruch auf einem Stein dekoriert ist. Außerdem gibt es ein Buch wo ein Bild von dem Bewohner eingeklebt ist bzw. einen Bilderrahmen wo das Bild drin ist. Zum Bild sind die Geburts- und Sterbedaten aufgeführt und wie lange der Bewohner im Haus war. Ein anderer Wohnbereich nutzt statt eines Tisches eine alte Anrichte, wo Blumen, Kerzen und das Bild des Verstorbenen steht. Auf dem Demenzbereich gibt es eine Trauertafel wo das Bild mit den Daten angebracht ist. Es kümmert sich um die Gestaltung immer der Wohnbereich selbst, nur von der Ergo kommt das Bild mit den Daten. In den Kommentaren war zu lesen, dass oftmals ein Buch mit dem Verstorbenen im Eingangsbereich liegt. Bei uns kennen viele Bewohner sich gar nicht, besonders jene die
    nur auf den Wohnbereichen leben. Sterben Bewohner, welche den großen Speisesaal nutzen zum Essen oder so, trägt sich die Nachricht alleine weiter. Ich habe noch nie gesehen, dass Bewohner oder Besucher in die Bücher auf den Wohnbereichen geschrieben haben. Eigentlich ist es nur zur allgemeinen Information, wer gestorben ist. In religiösen Häusern mag das anders sein, weil man sich oft beim Gottesdienst sieht.

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  5. Bei uns auf dem WB ist es so, das an einem zentralen Platz der von allen Bewohnern erreichbar ist, ein Bilderrahmen mit schwarzem Stoff hängt. Dieser ist mit weißen Rosen geschmückt. Auf beiden Seiten des Bilderrahmens
    sind schöne Kerzenleuchter befestigt auf denen elektrische Stumpenkerzen stehen .Im Bilderrahmen wird dann die Traueranzeige des jeweiligen Bewohners gesetzt mit einem schönen Spruch über den Bewohner.
    Am Platz des Bewohners
    steht bis zur Beerdigung eine Kerze die zu den Mahlzeiten angezündet wird und eine Blume.Ein Kondolenzbuch wird für die jeweiligen Bewohner von den Schwestern geführt.

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