Schokoladige Wärme. Jahreszeitliche Kurzbegegnungen im Winter

In unserer Reihe “Jahreszeitliche Kurzbegegnungen” haben wir für Ihre Begegnungen mit Senioren und Menschen mit Demenz im Winter eine biografische Erzählung und Gesprächsimpulse rund um Kakao vorbereitet.
Beginnen Sie die Begegnung mit dem Vorlesen der Erzählung und nutzen Sie die biografischen Fragen gerne als Einstieg in biografische Gespräche.

So war das damals …

Andreas rührte in seiner Tasse und legte eine Hand an den Rand, um sich zu wärmen. Es war ein kalter Wintertag.
Sie waren gerade nach Hause gekommen und hatten es sich zu zweit auf dem Sofa gemütlich gemacht. Sein Sohn löffelte den Kakao Schluck für Schluck aus der Tasse. Andreas beobachtete ihn. Es war unbeschreiblich schön, die große Freude in dem kleinen Gesicht sehen zu dürfen. Er weiß noch, dass er den Kakao als kleiner Junge am liebsten genauso geschlürft hatte. Löffel für Löffel. Am besten schmeckten die kleinen Kakaoklümpchen, die sich beim warm machen nicht richtig aufgelöst hatten und dann im Mund ihr vollkommenes Schokoladenaroma entfalteten. Andreas streichelte seinem Sohn liebevoll über den Kopf und nahm noch einen Schluck aus seiner Tasse.

Gesprächsimpulse

Schmeckt Ihnen Kakao? Wenn ja, trinken Sie ihn lieber kalt oder als heiße Schokolade? An was denken Sie bei einer Tasse Kakao? Gibt es Erinnerungen, die Kakao bei Ihnen weckt?

Was haben Sie früher gemacht, um sich nach einem Winterspaziergang aufzuwärmen? Erinnern Sie sich daran, was Ihnen als Kind angeboten wurde, um sich zu wärmen? War das zum Beispiel ein heißes Getränk, eine warme Suppe oder eine kuschelige Decke?

Gibt es kleine Rituale aus Ihrer Kindheit, die Sie damals für sich entdeckt und gelebt haben? Welche fallen Ihnen ein? In der Geschichte löffelt der kleine Junge den Kakao und lässt das nicht aufgelöste Kakaopulver auf der Zunge zergehen. Kennen Sie so etwas ähnliches aus Ihrer Kindheit?

Gibt es Verhaltensweisen oder Charaktereigenschaften, die Sie im Laufe der Zeit bei Ihren Kinder beobachtet haben, die Ihren ähneln? War bzw. ist das ein schönes Gefühl, das beobachten zu dürfen? Ist es manchmal schwierig, den sprichwörtlichen Spiegel vor das eigene Gesicht gehalten zu bekommen?

An welche schönen Momente erinnern Sie sich, in denen Sie sich in Ihrem Leben besonders wohl gefühlt haben? Wo waren Sie und welche Menschen hatten Sie um sich? Gibt es Menschen, denen Sie in Ihrem Leben besonders vertraut und bei denen Sie sich sicher und wohl gefühlt haben?

Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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