Pilzglück: Eine Rechengeschichte für den Herbst

Die kühle Waldluft strich Hans sanft über die Wangen. Es war ein angenehmes Gefühl, das er bei seinen Wanderungen durch den Wald nie wieder missen wollte. Jedes Mal, wenn er ans Pilzesammeln dachte, kam ihm sofort das Gefühl der frischen Waldluft auf seiner Haut in den Sinn.

Endlich war die Pilzsaison wieder da. Voller Vorfreude hatte er sich heute Morgen früh auf den Weg gemacht. Trotz der frühen Uhrzeit war es schon fast taghell. Kein Wölkchen trübte den Anblick des blauen Himmels.
Hans spazierte durch den Wald. Er spürte, wie das Leben im Wald langsam erwachte. Die Vögel zwitscherten immer mehr und die Sonne bahnte sich ihre Wege zwischen den Ästen und Zweigen der Bäume hindurch. Er war fest entschlossen, sich ein herrliches Mittagessen mit Pilzen zu zaubern. Ob als Ragout oder gebraten aus der Pfanne hatte er noch nicht entschieden.

Es dauerte auch nicht lange, bis er die ersten Pilze fand. Unter einer Buche wuchsen reichlich Pfifferlinge. Vorsichtig schob er ein paar Blätter zur Seite. Mit seinem Messer schnitt er acht Pfifferlinge ab. Nein, er nahm noch drei dazu – die sahen einfach zu köstlich aus. Er legte die Pilze behutsam in seinen Korb und ging weiter. Dabei achtete er darauf, dass er so wenig wie möglich Unruhe in den Waldboden brachte.

Hans war zufrieden. Die ersten Pilze im Jahr waren doch immer etwas ganz Besonderes. Er schaute durch die Baumkronen hindurch. Es würde ein wunderschöner Tag im Spätsommer werden. Er genoss den Duft des Waldes um sich herum und die Stille, durch die nichts hindurchdrang als das Zwitschern der Vögel und das Rascheln des Laubes, wenn ein Eichhörnchen hindurchflitzte.

Nach einer Weile wurde er auf seiner Pilzsuche erneut fündig. Er war schon fast an der Eiche vorbei, als ihm die Steinpilze an der Rückseite auffielen. Er ging zurück und schaute noch einmal genauer. Schließlich wollte er sich nicht vertun. Aber tatsächlich, dort wuchsen Steinpilze. Hans schnitt sechs Steinpilze an der einen Seite und noch einmal fünf an der anderen Seite des Baumes ab. Vorsichtig legte er sie in seinen Korb.

 
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Es war ein erfolgreicher Ausflug. Hans fand an diesem Tag noch etliche Pilze. Das sah nach einer guten Saison aus. Zu denen im Korb kamen noch sechs Pfifferlinge und sieben Steinpilze. Das würde einen Schmaus für zwei Tage geben!

Auf dem Rückweg lief ihm bei dem Gedanken, was er aus den köstlichen Pilzen kochen könnte, das Wasser im Mund zusammen. Er atmete noch einmal die frische Waldluft ein und genoss die Kühle an seinen Wangen und Händen. Sein Blick streifte durch den friedlich aussehenden Wald…

Dann verließ er ihn und ging gemütlich über den Feldweg nach Hause.

Wie viele Pilze hat Hans in seinen Korb gelegt?
Antwort: 35 Pilze

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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