Knisterndes Kaminfeuer. Jahreszeitliche Kurzbegegnungen im Winter

In unserer Reihe “Jahreszeitliche Kurzbegegnungen” haben wir für Ihre Begegnungen mit Senioren und Menschen mit Demenz im Winter eine biografische Erzählung und dazu passende Gesprächsimpulse rund um ein Kaminfeuer vorbereitet.
Beginnen Sie die Begegnung mit dem Vorlesen der Kurzgeschichte und nutzen Sie die biografischen Fragen gerne im Anschluss als Einstieg in biografische Gespräche.

So war das damals …

So gemütlich hatte sie es sich schon lange nicht mehr gemacht. Lisa rieb sich die Hände und legte sich die rote Wolldecke über die Schultern. Das Feuer im Kamin zauberte das Wohnzimmer in ein angenehmes Licht. Es flackerte ruhig und gleichmäßig vor sich hin. Draußen war es schon dunkel. Bis auf das Feuer waren alle Lichter aus. Sie genoss die Ruhe um sich herum. Nur das Feuer knisterte im Kamin. Die Wärme tat ihr gut. Ihr Körper entspannte sich. Sie trank einen Schluck Tee aus ihrer Lieblingstasse und legte die Beine hoch. Das Kaminfeuer war ein wundervolles Bild. Es ging ihr gut. Schon lange hatte sie sich nicht mehr so wohl gefühlt.

Gesprächsimpulse

Haben Sie früher einen Kamin gehabt? Oder haben Sie jemanden gekannt, der einen Kamin oder einen mit Holz betriebenen Ofen hatte? Welche Erinnerungen haben Sie daran? Waren das besondere Augenblicke, das erste Mal an einem Kamin oder einem Feuer im Haus zu sitzen?

Ist ein Kamin für Sie rein eine nützliche Wärmequelle oder verbinden Sie damit etwas Gemütliches und Entspannendes? Wie fühlt sich die Wärme eines Kaminfeuers an? Mögen Sie diese Art Wärme? Verändert sich Ihre Stimmung im Licht eines Kaminfeuers? Können Sie beschreiben, wie? Ist die kurze Geschichte eine angenehme Vorstellung, die Ihnen beim Zuhören vermittelt wird?

Können Sie ein Kaminfeuer anmachen? Welche Erfahrungen haben Sie im Entzünden eines Kaminfeuers oder auch eines Feuers im Ofen? Haben Sie im Laufe der Zeit besondere Techniken entwickelt? Welches Holz haben Sie am liebsten benutzt? Wie haben Sie das Feuer entfacht?

Gab es Momente in Ihrem Leben, in denen Sie sich bewusst entspannt oder kleine Pausen gemacht haben? Wie sind Sie in diese Ruhephasen gekommen? Ist es Ihnen gut gelungen, gedanklich in diesen Augenblicken abzuschalten? Womit haben Sie sich entspannt? Was hat Ihnen geholfen, von den Gedanken des Alltags ein wenig Abstand zu bekommen?

Erinnern Sie sich an Gegenstände, die im Laufe Ihres Lebens besonders für Sie waren? Welche Erinnerungen und welche Gegenstände sind das? Warum hatten diese Dinge eine so wichtige Bedeutung für Sie? Was war das für ein Gefühl, wenn Sie diese Gegenstände bei sich hatten?

Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin, Chefredakteurin von Mal-alt-werden.de. Bücher von Annika Schneider finden Sie hier.

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