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In den Bergen. Eine Naturgeschichte nicht nur für Senioren

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Die Berge sind majestätisch und man fühlt sich Gott ein bisschen näher. Eine Naturgeschichte für Senioren

In den Bergen

Die Betreuungskraft Susanne besuchte die neue Bewohnerin im Seniorenstift in ihrem Zimmer. „Ach, könnten Sie mir bitte helfen, das Bild aufzuhängen?“, fragte Frau Becker. „Ja, gerne, ich hole mal eben einen Hammer und einen Nagel“, antwortete Susanne, holte das Werkzeug und überlegte mit Frau Becker, an welcher Wand das Bild wohl am besten aussähe. Susanne hängte es über die Kommode, so dass die alte Dame es von ihrem Fernsehsessel aus betrachten konnte. „Das ist ja mal wirklich ein tolles Bild“, meinte Susanne und betrachtete die imposanten Berggipfel und die Weite des Himmels. Unter dem Gipfelkreuz stand eine Frau und schaute ins Tal. „Sind Sie das Frau Becker?“

„Ja, das bin ich. Mein Mann hat das Foto geschossen. Ach, das ist ja schon so lange her“, Frau Becker seufzte, „früher haben wir unseren Urlaub immer in den Bergen verbracht. Wir haben uns ein Zimmer in einer Pension gemietet und sind dann jeden Tag gewandert. Wir hatten immer gute Wanderschuhe an, aber es kam schon öfter vor, dass wir abends Blasen an den Füßen hatten“, erinnerte sich die alte Frau, „wir sind dann zu den Almhütten aufgestiegen, haben dort eine kräftige Brotzeit gegessen und sind weitergewandert. Oft haben wir andere Wanderer getroffen und sind ein Stück zusammen gegangen. Wir haben sogar Murmeltiere gesehen, Gämse in den Felsen und auch Enzian.



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Einmal sind wir plötzlich von einem Gewitter überrascht worden. Im Nu zogen am Himmel dunkle Wolken auf und die Welt wurde ganz finster. Wir haben uns unter einem Felsvorsprung retten können, denn es fing schlagartig an zu schütten wie aus Eimern. Die Blitze zuckten um uns herum und der Donner war so laut, dass ich mir die Ohren zuhalten musste. Es dauerte einige Zeit bis das Unwetter abzog. Es wurde schon Abend und wir hätten es nicht mehr hinunter ins Dorf geschafft. Zum Glück fanden wir aber eine Schutzhütte und haben dann da die Nacht verbracht.

Am nächsten Morgen sind wir dann abgestiegen und haben uns in der Pension mit einem deftigen Frühstück gestärkt.“ Frau Becker seufzte bei der Erinnerung. „Das ist alles schon so lange her. Aber in die Berge müssen Sie auch mal fahren, Susanne, das ist ein Erlebnis.“



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Monika

© by Monika Kaiser

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