Gründonnerstag: Eine Kurzandacht für die Seniorenarbeit. Feiern mit Menschen mit Demenz

Die Tage vor Ostern gehören zu den eindrucksvollsten Geschichten der Bibel. Gerade für ältere Menschen sind diese Erinnerungen oft tief im Leben verankert. Viele haben die Karwoche als Kinder bewusst erlebt.

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Die folgende Kurzandacht zum Gründonnerstag ist für den Einsatz in Seniorengruppen, Pflegeeinrichtungen oder Tagespflegen gedacht. Sie eignet sich für Gruppen mit sehr unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten.

Die Sprache ist bewusst einfach gehalten. Die Andacht arbeitet mit vertrauten Bildern, kurzen Sätzen und einem klaren Ablauf. Die Gestaltung der Mitte ist nur ein Vorschlag. Auch die Aktivierung kann flexibel angepasst werden. Entscheidend ist, dass die Atmosphäre ruhig bleibt und die Teilnehmenden sich angesprochen fühlen.

Wenn Sie religiöse Angebote für Menschen mit Demenz sicher und sensibel gestalten möchten, finden Sie in unserer Fortbildung „Glaube und Demenz“ viele praktische Impulse für die Betreuung!


🍞 Kurzandacht zum Gründonnerstag

(ca. 15 Minuten)


Gestaltung der Mitte – Tisch / Altar

  • dunkles oder schlichtes Tuch

  • ein Brot (z. B. Bauernbrot)

  • eine Kerze (echte oder elektrische Kerze möglich)


1. Ankommen

(Die Kerze wird entzündet oder eingeschaltet.)

Wir sind hier zusammen.
Gott ist in unserer Mitte.

Wir zünden ein Licht an.
Das Licht erinnert uns:

Gott ist da.
Er geht mit uns.
Heute. Und an jedem Tag.


2. Hinführung

Heute denken wir an Gründonnerstag.

An diesem Abend sitzt Jesus mit seinen Freunden zusammen.
Sie essen gemeinsam.

Es ist ein besonderes Essen.
Ein Abschiedsessen.

Jesus weiß:
Schwere Tage kommen.

Aber er möchte seinen Freunden noch etwas Wichtiges sagen.


3. Bibelwort – Nacherzählung nach Lukas 22

Ich erzähle die Geschichte in einfachen Worten.

Jesus sitzt mit seinen Freunden am Tisch.

Sie essen zusammen.
Sie reden miteinander.

Dann nimmt Jesus ein Brot.

Er dankt Gott für das Brot.
Dann bricht er es in Stücke.

Er gibt das Brot seinen Freunden.

Und er sagt:

„Nehmt dieses Brot und esst davon.
Denkt dabei an mich.“

So sagt Jesus seinen Freunden:

Auch wenn ich einmal nicht mehr bei euch bin –
ihr seid nicht allein.

Wenn ihr Brot miteinander teilt,
dann bin ich euch nahe.

(Stille.)


4. Auslegung – Brot verbindet

Brot ist etwas Besonderes.

Viele von uns kennen den Geruch von frischem Brot.
Aus der Kindheit.
Aus der Küche.
Vom Abendbrot mit der Familie.

Brot bedeutet:
Wir werden satt.
Wir leben.

Wenn Menschen Brot miteinander teilen,
dann entsteht Gemeinschaft.

Man sitzt zusammen.
Man redet.
Man gehört zusammen.

Jesus wusste:
Seine Freunde werden schwere Zeiten erleben.

Darum schenkt er ihnen dieses Zeichen.

Wenn ihr Brot teilt,
dann denkt daran:

Ich bin bei euch.

Auch heute gilt das.

Wenn wir zusammen essen.
Wenn wir zusammen sitzen.

Dann ist Gott mitten unter uns.


5. Aktivierung – Das Brot

(Legen Sie das Brot mit einem Messer auf einem Brettchen bereit.)

Dieses Brot erinnert uns an die Geschichte.

Viele Menschen verbinden mit Brot Erinnerungen.
Vielleicht an den Duft von frischem Brot.
An das Abendbrot früher zu Hause.
An gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie.

Ich schneide nun kleine Stücke vom Brot ab.

Wer möchte, darf ein kleines Stück Brot nehmen.

(Bitte achten Sie vorher darauf, ob jemand Schluckstörungen hat oder kein festes Brot essen kann.)

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit.

Vielleicht riechen Sie zuerst am Brot.
Vielleicht probieren Sie ein kleines Stück.

(Pause.)

Frage in die Runde:

Was gab es bei Ihnen früher zum Abendbrot?
Gab es ein Brot, das Sie besonders mochten?


6. Gebet

Guter Gott,

du kennst unser Leben.

Du weißt, was wir erlebt haben.
Du weißt, was uns heute bewegt.

Danke für die Menschen,
die mit uns am Tisch des Lebens sitzen.

Danke für Brot.
Für Gemeinschaft.
Für kleine Momente der Nähe.

Bleibe bei uns.
Schenke uns Frieden im Herzen.

Amen.


7. Vaterunser

Wir beten gemeinsam:

Vater unser im Himmel …


8. Liedvorschläge

  • „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“

  • „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“

(Beide Lieder sind in vielen Gemeinden bekannt und thematisch passend zu Gemeinschaft und Vertrauen.)


9. Segen

Gott segne uns und unsere Wege.

Er segne die Menschen,
die mit uns durchs Leben gehen.

Er segne unser tägliches Brot
und alles, was uns Kraft gibt.

So begleite uns Gott
heute und an allen kommenden Tagen.

Amen.


Religiöse Rituale wie das Teilen von Brot können Menschen mit Demenz tief erreichen. Sie knüpfen an vertraute Erinnerungen an und schaffen Momente von Gemeinschaft und Ruhe.

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