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Endlich wieder im Garten… Eine Tastgeschichte für Senioren mit Erde

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In dieser Wahrnehmungsgeschichte steht das Tasten von Gartenerde im Mittelpunkt. Bringen Sie eine Schale mit Gartenerde mit in das Angebot und lassen Sie die Senioren etwas von der Erde tasten.
Dann wird die Geschichte vorgelesen. Die markierten Stellen im Text beschreiben die Sinneswahrnehmungen des Erde-Tastens ganz genau. Lesen Sie diese Stellen besonders betont und langsam vor.
Im Anschluss an die Wahrnehmungsgeschichte bieten sich gemeinsame Gespräche über die Erinnerungen an die Gartenarbeit an. Tipps für die Gestaltung von biografischen Gesprächen finden Sie unter dem Stichwort Biografiearbeit Altenpflege .

Endlich wieder im Garten… Eine Tastgeschichte für Senioren mit Erde

Nach dem langen Winter muss Elena endlich wieder raus in den Garten. Nicht nur, dass ihr die frische Luft, die Bewegung und das Graben in der Erde gefehlt hat. Nein, der Garten sieht einfach furchtbar aus. Alles wächst durcheinander, die Erde ist mit Unkraut übersät und in den Ecken liegt überall noch Laub vom letzten Herbst herum.

Nach den ersten trockenen Tagen macht sie sich eines Morgens an die Gartenarbeit. Es riecht modrig und die Erde ist noch recht feucht. Trotzdem beginnt sie damit, die Erde aufzulockern und Unkraut zu zupfen. Die großen Erdklumpen im Beet sind ziemlich hart, so leicht bekommt sie sie mit ihren Fingern nicht zerdrückt. Und so sehr sie auch drückt, sie bekommt sie nicht klein. Da muss erst noch einmal die Harke herhalten. Es gelingt ihr. Aus der fein geharkten Erde kann sie dann ganz leicht mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger das Unkraut herauslösen und in den Eimer werfen. Behutsam streicht sie nochmal über die Erde um zu sehen, ob sie auch alles erwischt hat.

Elena ist diese farblose Einöde in ihrem Garten leid. Und auch wenn erst in der übernächsten Woche Frühlingsanfang ist, setzt sie trotzdem schonmal ein paar Blühpflanzen in ihre Beete. Sie hat die Erde in den Beeten so gut aufgelockert, dass sie die Löcher dafür ganz leicht mit den Händen graben kann. Außerdem mag Sie das Gefühl von feuchter Erde in ihren Händen. Die Erdklumpen sind jetzt so klein und fein, dass sie sie ganz leicht mit ihren Fingern zerdrücken kann. Elena nimmt ein wenig Erde zwischen die Finger und zerreibt sie. Es duftet nach frischer, feuchter Erde. Ein wenig davon bleibt immer an ihren Fingern, das stört sie jedoch nicht weiter, schließlich ist sie ja bei der Gartenarbeit. Als die Löcher für die Blumen tief genug sind setzt sie sie ein. Mit den Fingern fühlt sie, ob die Blume gut in dem Loch sitzt. Ein wenig drückt sie die Wurzel noch hinein. Dabei spürt sie wie die Erde unter ihren Daumen wieder glatt und fest wird.



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Elena nimmt einige Handvoll der aufgelockerten Erde, die sie gerade ausgehoben hat und füllt sie in das Loch. Als die Seiten zu sind, drückt sie von oben noch ein wenig nach, damit die Blume auch fest und sicher sitzt. Sie spürt, wie die Erde immer dichter wird. Dann fährt sie mit ihrer Hand wieder locker über die Erde und verteilt die kleinen Erdklümpchen gleichmäßig auf der Oberfläche. Die Erde fühlt sich jetzt viel feiner an. Elena harkt noch ein wenig nach und schaut sich das Ergebnis ihrer Gartenarbeit an. Sie ist zufrieden. Gut gelaunt hebt sie noch das eine oder andere Blatt auf, das ihr begegnet und räumt die Gartengeräte weg. Dann gönnt sie sich eine heiße Tasse Tee…



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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