Altenheim statt Psychiatrie? Wie soll das klappen?

Psychische Erkrankungen im Alter spielen in der sozialen Betreuung eine immer größere Rolle. Depressionen, Suchterkrankungen, Angststörungen oder Psychosen begegnen Mitarbeitenden heute viel häufiger als noch vor einigen Jahren. Genau deshalb wird fundiertes Wissen immer wichtiger. In unserer Online-Fortbildung „Psychische Erkrankungen im Alter“ erhalten Betreuende praxisnahe Impulse für den Umgang mit betroffenen Seniorinnen und Senioren. Die Inhalte sind alltagstauglich, verständlich erklärt und speziell auf die Arbeit in Pflegeeinrichtungen abgestimmt.

Wenn Seniorenheime an ihre Grenzen stoßen

Die Frage stellen sich aktuell viele Einrichtungen und Angehörige. Immer häufiger können ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht dauerhaft in psychiatrischen Einrichtungen bleiben. Gleichzeitig fehlen passende Versorgungsangebote. Dadurch landen viele Betroffene schließlich im Altenheim.

Doch klassische Pflegeeinrichtungen sind ursprünglich nicht darauf ausgelegt, Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen langfristig zu begleiten.

Die Anforderungen steigen spürbar

Pflegekräfte und Mitarbeitende der sozialen Betreuung müssen heute oft Situationen bewältigen, die früher eher in psychiatrischen Fachbereichen angesiedelt waren. Dazu gehören beispielsweise:

• starke Unruhe
• Ängste und Misstrauen
• aggressive Reaktionen
• Rückzug und Depressionen
• Halluzinationen
• Suchterkrankungen

Viele Teams erleben dadurch eine hohe emotionale Belastung. Gleichzeitig fehlt im Alltag häufig die Zeit, um individuell auf jede Situation einzugehen.

Gute Begleitung braucht Wissen und Struktur

Damit die Betreuung gelingen kann, braucht es passende Rahmenbedingungen. Dazu gehören unter anderem:

• geschulte Mitarbeitende
• klare Tagesstrukturen
• feste Bezugspersonen
• gute Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen
• individuelle Beschäftigungsangebote
• Verständnis für psychische Erkrankungen

Besonders wichtig ist dabei die Beziehungsgestaltung. Menschen mit psychischen Erkrankungen reagieren oft sehr sensibel auf Stress, Unsicherheit oder Veränderungen. Ein ruhiger und wertschätzender Umgang kann daher viel bewirken.

Beschäftigung ist viel mehr als Zeitvertreib

In der sozialen Betreuung spielen Aktivierungsangebote eine wichtige Rolle. Sie können Orientierung geben, Sicherheit vermitteln und positive Gefühle stärken. Gerade kreative Angebote, Bewegungsrunden, Rituale oder biografieorientierte Gespräche helfen vielen Betroffenen dabei, besser durch den Alltag zu finden.

Auch kleine Erfolgserlebnisse sind wertvoll. Sie fördern Selbstwertgefühl und soziale Teilhabe.

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