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Alle reden über Ethik- aber was bedeutet es?


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Ethik im demografischen Wandel und der Gesundheitsversorgung.Die Betreuung von Senioren und insbesondere von Menschen mit einer Demenz, ist ein hoch emotionalisiertes Aufgabenfeld. Wenn man in dem Feld “Altenhilfe” arbeitet, wird man immer wieder mit ethischen Fragen konfontiert.

 

ABER: Was bedeutet Ethik überhaupt?

 



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Wenn man „Ethik“ im Brockhaus (2005) nachschlägt, findet man folgende Definition:

 

„ Ethik die, philosoph. Wiss. vom Sittlichen. Die E. fragt entweder nach der Gesinnung (Gesinnungs-E.) oder nach der Wirkung der menschl. Handlungen (Erfolg-E.). Vernünftigkeit der Intentionen forderte die formale E., ihr Hauptvertreter in der Neuzeit war Kant; inhaltl. Tugendlehre haben in der Antike Platon und Aristoteles, im MA. Thomas von Aquino geschaffen. Eine »materiale Wertethik« vertraten in der Gegenwart M. Scheler und N. Hartmann.“

 

An dieser Definition wird deutlich, dass Ethik nicht gleich Ethik ist und dass es auch innerhalb der verschiedenen ethischen Richtungen viele Untergruppen und unterschiedliche Meinungen gibt. Dieser Umstand soll aber nicht Gegenstand dieses Beitrags sein.

 

Um ethische Debatten im demografischen Wandel und in der gesundheitlichen Versorgung älterer Menschen zu beleuchten, sollte es ausreichen zu wissen, dass sich Ethik mit der Moral, mit gut und böse, mit falsch und richtig und mit Werten und Normen auseinandersetzt. Als Teil der Philosophie greift die Ethik nicht auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse zurück (auch wenn diese sehr wohl in Überlegungen mit einbezogen werden können), sondern erschließt sich über das Denken, das Fragen, das Erörtern und das Argumentieren.

 

Fazit

 

Was kann und soll Ethik leisten? Mit welchen Herausforderungen wird  Ethik durch den demografischen Wandel konfrontiert? Um ethische Fragen zu beantworten, ist man auf das Nachdenken angewiesen. Durch Fragen und Hinterfragen, Anzweifeln und Argumentation wird in der Ethik versucht einen Übergang zwischen rationaler Überzeugung und der eigenen Meinung zu finden. In der Ethik gibt es keine Position, die allgemein anerkannt wird.

Gerade in Handlungsfeldern der Medizin, die mit dem demografischen Wandel an Bedeutung gewinnen, gibt es eine Vielzahl von Akteuren. Der Erkrankte, die Angehörigen, Pflegende, die Krankenkasse und Ärzte sind nur einige der möglichen Beteiligten. Ethische Entscheidungsfindung ist vor allem dann von Nöten, wenn Interessen kollidieren und unterschiedliche Perspektiven im Konflikt zueinander stehen. Ziel eines ethischen Diskurses muss sein, die Grenzen der eignen Wahrnehmung zu erweitern und Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu erörtern.

 

 

SCHLUSSFOLGERUNG: Denken Sie! Stellen Sie Dinge in Frage! Sprechen Sie Misstände an!

 

Quelle:
Brockhaus (2005): Der Brockhaus. In einem Band. Jubiläumsedition 2005. 11. Auflage. Leipzig: F.A. Brockhaus.
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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

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