Abschied nehmen in der Gemeinschaft. Eine Kurzandacht für Senioreneinrichtungen

Wenn ein Mensch in einer Einrichtung stirbt, betrifft das oft viele: Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, Tagesgäste, Mitarbeitende und Angehörige. Besonders für ältere Menschen kann ein solcher Abschied viele Erinnerungen und Gefühle auslösen.

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Eine kleine gemeinsame Andacht kann helfen, innezuhalten, den verstorbenen Menschen zu würdigen und Trost zu finden. Gerade für Menschen mit Demenz sind einfache Worte, vertraute Rituale und bekannte Lieder wichtig. Sie geben Halt und vermitteln: Wir sind mit unserer Trauer nicht allein.

Die folgende Kurzandacht ist bewusst schlicht gehalten. Sie kann in einer Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern, in einer Tagespflege oder im Wohnbereich stattfinden. Die Gestaltung der Mitte und die Aktivierung sind als Vorschläge gedacht und können an die jeweilige Situation angepasst werden.

Wenn Sie Menschen in der letzten Lebensphase begleiten oder Abschiedssituationen sensibel gestalten möchten, finden Sie in unserer Fortbildung Sterbebegleitung hilfreiches Hintergrundwissen und viele praktische Impulse für die Arbeit in Pflegeeinrichtungen und der sozialen Betreuung.


🕯 Kurzandacht zum Abschied eines Mitbewohners / einer Mitbewohnerin

(ca. 15 Minuten)


Gestaltung der Mitte – Tisch / Altar

  • helles oder weißes Tuch
  • eine Kerze (echte oder elektrische Kerze möglich)
  • wenn passend: ein Bild oder der Name der verstorbenen Person
  • eine Blume

1. Ankommen

(Die Kerze wird entzündet oder eingeschaltet.)

Wir sind hier zusammen.

Heute denken wir an “…” aus unserer Gemeinschaft.

Ein Mensch, der hier gelebt hat.
Ein Mensch, den einige von uns gekannt haben.

Wir zünden ein Licht an.

Dieses Licht erinnert uns:
Gott ist da.
Auch in Zeiten der Trauer.


2. Hinführung

Manchmal geschieht etwas, das uns traurig macht.

Ein Mensch, der zu unserer Gemeinschaft gehörte, ist gestorben.

Vielleicht haben einige von Ihnen diesen Menschen gut gekannt.
Vielleicht nur vom Sehen.

Wenn ein Mensch geht, bleibt eine Lücke.

Darum nehmen wir uns jetzt einen Moment Zeit.
Wir erinnern uns.
Und wir bringen unsere Gedanken vor Gott.


3. Bibelwort – Nacherzählung nach Psalm 23

Der Psalm kann auch sehr gut im Original vorgelesen werden. Viele Senioren werden ihn kennen.

Die Bibel sagt:

Gott ist wie ein guter Hirte.
Ein Hirte sorgt für seine Schafe.

Er führt sie auf gute Wege.
Er lässt sie nicht allein.

Auch wenn der Weg einmal dunkel wird,
bleibt der Hirte bei ihnen.

Darum brauchen wir keine Angst zu haben.

Denn Gott geht mit uns.

(Stille.)


4. Auslegung – Gott begleitet unser Leben

Unser Leben ist wie ein Weg.

Wir gehen viele Jahre.
Wir erleben Freude.
Wir erleben schwere Zeiten.

Wir begegnen vielen Menschen.

Manche begleiten uns lange.
Manche nur ein Stück des Weges.

Wenn ein Mensch stirbt,
dann endet sein Weg hier auf der Erde.

Aber:
Gott hält unser Leben in seiner Hand.

Er lässt uns nicht fallen.

Und er nimmt auch den Menschen auf,
von dem wir heute Abschied nehmen.

Darauf dürfen wir vertrauen.


5. Aktivierung – Die Blume der Erinnerung

(Nehmen Sie die Blume in die Hand.)

Diese Blume erinnert uns an das Leben.

Ich gebe die Blume nun langsam in die Runde.

Jeder darf die Blume einmal kurz in die Hand nehmen.

Vielleicht möchten Sie einen Moment an den Menschen denken,
von dem wir heute Abschied nehmen.

Manche sprechen in Gedanken ein kleines Gebet.
Andere halten die Blume einfach einen stillen Moment.

Jeder darf das so machen, wie es für ihn oder sie gut ist.

Danach wird die Blume einfach weitergegeben.

(Nehmen Sie sich einen Moment Zeit.)


6. Gebet

Guter Gott,

wir bringen dir heute unsere Trauer.

“…” ist gegangen.

Wir danken dir für sein / ihr Leben.
Für alles, was diesen Menschen ausgemacht hat.

Tröste alle, die traurig sind.
Sei besonders nahe bei den Angehörigen.

Und schenke uns die Gewissheit:
Du gehst mit uns – im Leben und im Sterben.

Amen.


7. Vaterunser

Wir beten gemeinsam:

Vater unser im Himmel …


8. Liedvorschläge

  • „So nimm denn meine Hände“
  • „Von guten Mächten wunderbar geborgen“

9. Segen

Gott segne uns in unserer Trauer.

Er tröste unsere Herzen.
Er schenke uns Frieden.

Und er begleite uns auf unseren Wegen –
heute
und an allen kommenden Tagen.

Amen.


Gerade in Einrichtungen gehören Abschied und Sterben zum Alltag. Umso wichtiger ist es, dass Mitarbeitende Sicherheit im Umgang mit solchen Situationen haben und Menschen würdevoll begleiten können. In unserer Fortbildung Sterbebegleitung erhalten Sie Hintergrundwissen, praktische Werkzeuge und viele Impulse für die Begleitung von Seniorinnen und Senioren in der letzten Lebensphase. Jetzt informieren!

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