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Wie Alice im Wunderland. Eine Oktoberfest Geschichte

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Dies ist eine unserer Geschichten zum Vorlesen für die Seniorenarbeit. Diese Kurzgeschichte dreht sich rund um das Münchener Oktoberfest und eine vierköpfige Familie, die das allererste Mal zur Wiesn fährt…

Wie Alice im Wunderland. Eine Oktoberfest Geschichte

Familie Janßen hatte schon viele Oktoberfeste mitgemacht – allerdings immer nur auf Dorffesten in der Umgebung. Noch nie waren sie auf dem Münchener Oktoberfest gewesen. Die Kinder hatten sich schon lange gewünscht, mit den Eltern nach München auf die Theresienwiese zu fahren. Da die Fahrt dorthin aber weit und vor allem teuer war, mussten sie erst ein paar Jahre warten, bis ihr Traum erfüllt wurde.
Die Eltern fuhren gerne mit den Kindern dorthin, schließlich waren sie ja selbst durch und durch Freunde der Wiesn. Und für die Fahrt, die Unterkunft und die Verpflegung dort haben sie auch gerne lange gespart.
Im letzten Jahr war es dann endlich so weit – Ende September ging es mit dem Auto nach München auf die Wiesn. Elsa und Bruno waren zehn und zwölf Jahre alt gewesen. Das richtige Alter, um zum Münchener Oktoberfest zu fahren, fanden die Eltern. Schon Wochen vorher freuten sich die Kinder wie Schneekönige auf die bevorstehende Reise. Elsa bekam sogar ein richtiges Dirndl geschenkt. Bruno selbstverständlich eine echte Lederhosn. Mama Stefanie hatte für die Fahrt nach München ihr schönstes Dirndl aus dem Schrank herausgesucht und ordentlich in den Koffer gelegt. Ihrem Mann legte sie ein zu ihrem Kleid farblich passendes Hemd hinein und eine Lederhosn. Dann ging es früh am Morgen los…
Die Autofahrt verging für die vier wie im Flug. Auf dem Weg hörten sie fröhliche Schlagermusik, die sie schon einmal auf die Stimmung in den Festzelten einstimmte. Ganz München war geschmückt. Schon auf dem Weg ins Hotel fuhren sie unter etlichen Fähnchen und Reklameschildern für die Wiesn her. Die beiden Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch ihr erster Aufenthalt in einem Hotel war für Elsa und Bruno ein aufregendes Erlebnis. Mit großen Augen erkundeten sie den Empfangsbereich, die Flure, den schicken Fahrstuhl und zu guter Letzt natürlich ihr Zimmer.
Da Papa Klaus nach der langen Fahrt eine kleine Pause benötigte, machten alle vier eine Mittagspause. Bruno schaute aus dem Fenster dem Treiben auf der Straße zu. Elsa las ihr Buch weiter und Mama Stefanie hängte Dirndl und Lederhosn auf Kleiderbügel, damit sich der Stoff noch etwas entknittern konnte. Dann – endlich – machten sie sich daran, sich umzuziehen. Stolz schauten sich die Kinder im Spiegel an. Ihre Mutter musste grinsen. Wie groß sie doch in der Tracht aussahen! Sie gab beiden eine Kuss und öffnete die Zimmertür. Die vier machten sich auf den Weg zur Theresienwiese…
An diesem Nachmittag und Abend fühlten die Kinder sich wie in einem wunderschönen Traum. Überall diese Lichter, die vielen Stände, das große Riesenrad, die schicken Trachten und die fröhliche Musik. Ganz anders als auf den vielen Dorffesten, die sie bisher kennengelernt hatten. Elsa fühlte sich wie Alice im Wunderland. Am Abend, bevor sie einschlief, wünschte sie sich ganz fest, dass sie schon im nächsten Jahr wieder eine Reise zum Oktoberfest machen würden…



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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