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Prinz Norbert I.- Eine Bewegungsgeschichte zu Karneval mit textuntermalenden Bewegungen

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Norbert ist heute das erste Mal am Rosenmontag als echter Karnevalsprinz auf einem Umzugswagen dabei. Über seine Wahl im Karnevalsverein hat er sich sehr gefreut und seit dem lange auf diesen Tag hin gefiebert.

Nach dem Frühstück macht er sich fertig. Zuerst er zieht er seine Strumpfhose an, darüber die Pumphose.
– Strumpfhose und Pumphose anziehen –

Oben rum zieht er nun seine Jacke über das dünne Oberteil und befestigt seinen Orden daran.
– Jacke anziehen und mit beiden Händen den Orden daran befestigen –

Der ist ganz wichtig, damit man ihn auch als echten Karnevalsprinzen erkennen kann. Und Norbert ist über seinen Karnevalsorden auch ein bisschen stolz!
Nun kommen noch die Schuhe an den rechten und den linken Fuß und der Umhang über die Schultern.
– Schuhe erst an den rechten, dann an den linken Fuß ziehen, den Umhang über die Schultern hängen –

Zu guter letzt setzt Norbert sich seinen Prinzenhut auf den Kopf, zieht die schicken weißen Handschuhe an und nimmt sein Zepter in die linke Hand. Fertig!
– Hut aufsetzen, Handschuhe an beide Hände anziehen, Zepter mit der rechten Hand in die Linke geben –

Norbert betrachtet sich im Spiegel und findet, dass er sehr gut aussieht. Das findet seine Frau auch. Sie gibt ihm einen Kuss zum Abschied und dann macht Norbert sich auf den Weg.
– Bei „gut aussieht“ Daumen hoch, bei „Kuss“ einen Handkuss geben –

Er trifft sich mit seinen Vereinskollegen in der großen Garage, in der sie den Umzugswagen bis zum großen Tag untergestellt haben. Vorsichtig klettert Norbert die Leiter nach oben und hält sich dabei rechts und links an den Haltestangen fest.
– Eine Leiter hochklettern, dabei sich mit beiden Händen links und rechts festhalten –

Sein Zepter hat er vorher vorsichtshalber seinem Kollegen Ernst gegeben, das wäre wirklich zu schade, wenn der beim Klettern herunterfiele und kaputt ginge.
Oben angekommen bückt er sich noch einmal und nimmt das Zepter von Ernst entgegen, der es ihm von unten angibt.
– Bücken und das Zepter annehmen –

Nun stellt Norbert sich erst einmal aufrecht hin und betrachtet die weite Aussicht, die man von oben hat.
– Gerade hinstellen und mit der rechten Hand, die die Augen vor Sonne schützt in die Ferne schauen –

Huch! Aber was ist das?! Norbert macht automatisch einen Schritt nach vorne und greift mit der linken Hand zum Geländer.
– Einen Schritt nach vorne machen und mit der linken Hand fiktiv zum Geländer fassen –



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Der Wagen setzt sich in Bewegung. Da schallt es auch noch „Achtung, es geht los!“ von unten zu ihm hinauf. Norbert murmelt nur ein leises „Toll…“ vor sich hin.
Von jetzt an, nimmt er sich vor, hält er sich immer irgendwo fest.
Auf dem Weg zur Umzugsstrecke steigen noch Prinzessin Gertrud II. und einige Begleiter die Leiter hinauf.
– Die Leiter, wie oben schon beschrieben, hinaufklettern.

Dann sind sie endlich angekommen.
Die Sonne scheint und es ist einfach herrliches Wetter – nicht zu warm und nicht zu kalt für einen Rosenmontagsumzug.
Norbert und Gertrud winken majestätisch nach rechts und links in die Menge.
– Majestätisch nach links und rechts winken –

Sie werfen Kamelle und hübsch eingepackten Rosen auf die linke Seite und danach auf die rechte Seite.
– Kamelle und Rosen nach links und dann nach rechts werfen –

So geht das fast die ganze Zeit. Rechts winken, links winken, rechts werfen, links werfen.
– Nach rechts winken, usw… –

Und wieder rechts winken, links winken, rechts werfen, links werfen. Aber sie haben so viel Spaß, dass sie die Anstrengungen gar nicht bemerken.
– Rechts winken, links winken… –

Zwischendurch, wenn der Wagen ruckelt, muss er sich immer wieder daran erinnern, sich richtig am Geländer festzuhalten.
– Mit einer Hand fiktiv am Geländer festhalten –

Am Abend, als er mit seiner Frau auf dem Sofa sitzt und ein Glas Wein in der rechten Hand hält, merkt er, wie schwer seine Arme auf einmal von dem ganzen Winken und Werfen werden.
– Ein Glas Wein in der rechten Hand schwenken –

„Das war ein toller Tag…“ denkt Norbert sich, als er später zufrieden einschläft.



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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