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Frühlingsgeschichten für Senioren. Ein Frühlingstag auf dem Markt

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In dieser Frühlingsgeschichte für Senioren geht es um typische Frühlingsgerichte mit frischen Produkten vom Wochenmarkt. Hier kann man gut einige der frischen Produkte mit in das Aktivierungsangebot hineinnehmen, um die Geschichte durch Sinnesanregungen zu unterstützen. Ideen für passende Wahrnehmngsübungen und -spiele finden Sie unter dem Stichwort Wahrnehmungsspiele .

Frühlingsgeschichten für Senioren. Ein Frühlingstag auf dem Markt

Margot geht immer gerne auf den Wochenmarkt. Dort duftet es so herrlich nach frischem Obst und Gemüse und heißen Waffeln. Heute macht sie aber nicht nur einen Ausflug dorthin. Nein. Sie bekommt am Wochenende Besuch von ihrem Bruder und ihrer Schwägerin und möchte die beiden mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen. Wenn es ums Kochen und Backen geht, macht Margot so leicht niemand etwas vor. Besonders im Frühling, wenn die Kirschblüten blühen und endlich wieder heimisches Obst und Gemüse geerntet werden kann, zaubert sie mit viel Freude die herrlichsten Gerichte.
Für das kommende Wochenende möchte Margot frische Scholle mit Kartoffelstampf und Gurkensalat zubereiten. Außerdem einen Rhabarberkuchen mit Baiserhaube und frische Erdbeerbowle. Gut gelaunt macht sie sich also auf den Weg. Es ist ein wunderbarer Frühlingstag. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern von den Bäumen und die Leute, die ihr entgegenkommen, sehen alle fröhlich aus. Das frische Rot der Erdbeeren leuchtet Margot schon von weitem entgegen. Sie duften wirklich herrlich. Der Obstbauer bietet Margot eine Erdbeere zum Probieren an: „Ja, die schmeckt richtig gut! Nach Frühling und Sommer und Erdbeerfeld!“, sagt Margot grinsend und kauft drei Pfund. Dazu legt sie noch den Rhabarber und die Gurken in ihren Korb und schlendert weiter über den Markt.
Als sie vor der großen Kartoffelstiege steht, tippt ihr plötzlich jemand von hinten an die Schulter. Margot dreht sich um: „Ach Hilde,“ ruft sie, während sie ihre alte Schulfreundin umarmt, „wir haben uns aber hier lange nicht mehr getroffen. Erzähl, wie geht es euch?“ Und Hilde erzählt. Hilde erzählt immer gerne, deshalb setzt Margot vorsichtshalber ihren Einkaufskorb ab. Heute hat Hilde aber tatsächlich schöne Neuigkeiten – sie ist vor kurzem Großmutter geworden und hat jetzt nur noch Augen für ihre Enkeltochter. Dass sie jetzt Zeit für einen Marktbesuch hat, ist eigentlich eine Ausnahme. Und so schnell wie sie gekommen ist, verschwindet sie dann auch wieder. Margot schaut ihr hinterher und möchte schon weiter gehen, als ihr einfällt, dass sie ja die Kartoffeln noch mitnehmen wollte. Als sie den Sack Kartoffeln allerdings nach dem Bezahlen in die Hand nimmt, entscheidet sie sich, den Sack doch erst auf dem Rückweg mitzunehmen. Kartoffel-Uli stellt den Sack also hinter den Stand und Margot geht in Ruhe zum Fischhändler. Sie kennt Knut schon ewig, und so weiß er auch ganz genau, welche Schollenfilets er Margot einpacken soll. Sie unterhalten sich noch ein wenig und verabschieden sich als der nächste Kunde an den Stand kommt. Margot schaut auf ihre Liste: „Ach ja, die Eier! Eier sollte ich schon noch mitnehmen, sonst wird es nichts mit der Baiserhaube.“, murmelt sie und schlendert zurück zum Stand von Kartoffel-Uli. Der hat die Kartoffeln schon in der Hand, als er Margot sieht. Margot grinst ihn an: „Frische Eier brauch ich. Hast du noch ein Dutzend für mich?“. „Na klar, heute Morgen frisch gelegt!“, antwortet er ihr mit einem Augenzwinkern, als er ihr die Eier über die Theke reicht, „Darf’s denn noch etwas sein?“. „Nein, danke. Das genügt vorerst. Irgendwie müssen die Sachen ja auch nach Hause getragen werden…“, sagt sie während sie an sich herunterschaut – in der einen Hand trägt sie den vollgepackten Korb und in der anderen den Sack Kartoffeln. „Bis nächste Woche!“ ruft sie ihm noch zu und schlendert in Vorfeude auf das frühlingshafte Wochenende mit ihren Einkäufen zurück nach Hause…



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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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