Fachliche Leitung in der Betreuung
Wer in einer sozialen Einrichtung Verantwortung übernimmt, braucht das richtige Wissen. Besonders in der fachlichen Leitung der Betreuung ist das wichtig. Doch wer darf diese Aufgabe eigentlich übernehmen? Und was heißt “Fachkraft” wirklich?
In diesem Beitrag klären wir, was es mit der fachlichen Leitung in der Betreuung auf sich hat. Und warum es mehr braucht als eine kurze Schulung.
Nicht jede Betreuungskraft ist automatisch Fachkraft
In vielen Einrichtungen arbeiten zusätzliche Betreuungskräfte. Diese Menschen leisten wichtige Arbeit. Sie gestalten den Alltag mit, führen Gespräche und begleiten Gruppenangebote.
Doch: Wer eine fachliche Leitung übernehmen möchte, muss mehr mitbringen. Eine Betreuungskraft ist nicht automatisch eine Fachkraft. Auch dann nicht, wenn auf dem Zertifikat “Fachkraft für soziale Betreuung” steht. Der Begriff ist nicht geschützt. Und viele Weiterbildungen dauern nur wenige Wochen.
Für eine echte Fachkraftrolle braucht es mehr.
Wer gilt als Fachkraft?
Als Fachkräfte in der sozialen Betreuung gelten in der Regel bestimmte Berufsgruppen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
- Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
- Erzieherinnen und Erzieher
- Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
- andere vergleichbare therapeutische oder soziale Berufe
Diese Ausbildungen sind umfassend, staatlich anerkannt und beinhalten viele fachliche Inhalte. Wer aus einem solchen Beruf kommt, hat die besten Voraussetzungen, eine fachliche Leitung zu übernehmen.
Im Zweifel nachfragen
Wichtig: Es gibt regionale Unterschiede. Manche Bundesländer oder Träger erkennen bestimmte Abschlüsse anders an. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Rahmenverträge des eigenen Bundeslandes. Oder ein Anruf bei der zuständigen Heimaufsicht. Dort kann man klären, welche Qualifikation im konkreten Fall als Fachkraft gilt.
So vermeiden Sie Unsicherheiten und wissen genau, woran Sie sind.
Was macht die fachliche Leitung?
Die fachliche Leitung in der Betreuung übernimmt viele zentrale Aufgaben. Zum Beispiel:
- Anleitung von Mitarbeitenden
- Begleitung von Praktikanten und Praktikantinnen
- Entwicklung von Konzepten
- Qualitätskontrolle
- Planung von Fortbildungen
- Schnittstellenarbeit mit der Pflege
Die fachliche Leitung sorgt dafür, dass die Betreuung nicht nur gut gemeint, sondern auch fachlich fundiert ist.
Gut vorbereitet mit der richtigen Qualifizierung
Wenn Sie eine anerkannte Ausbildung mitbringen und sich weiterentwickeln möchten, ist eine Zusatzqualifikation sinnvoll. Zum Beispiel der Online-Intensivlehrgang “Leitung der sozialen Betreuung”.
Hier geht es um rechtliche Grundlagen, Personalführung, Qualitätssicherung und vieles mehr. Praxisnah und verständlich.
Alle Infos finden Sie hier:
👉 Online-Intensivlehrgang Leitung der sozialen Betreuung
Fazit
Die fachliche Leitung in der Betreuung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Dafür braucht es echte Fachkenntnisse und eine anerkannte Ausbildung. Kurze Schulungen reichen nicht aus.
Wer sich nicht sicher ist, ob der eigene Abschluss als Fachkraft gilt, sollte nachfragen. Am besten direkt bei der Heimaufsicht oder beim Träger.
Denn Klarheit schafft Sicherheit und öffnet neue berufliche Wege.






