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Erst die Arbeit, dann der Urlaub – Eine Sprichwortgeschichte rund um den Urlaub

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Herbert war gedanklich schon im Schwarzwald. Als er gerade im Wohnzimmer stand und von herrlichem Schwarzwälder Schinken auf frisch gebackenem Brot träumte, holte Irene ihn aus seinem Tagtraum zurück. “Wolltest Du nicht die Koffer ins Auto tragen?”, fragte sie freundlich aber bestimmt. Herbert besann sich: Ach ja, das hätte er doch glatt in der Vorfreude auf den Urlaub vergessen. Wie hieß es noch gleich?

Erst die Arbeit … dann das Vergnügen.

Er ging ins Schlafzimmer. Die Koffer lagen gepackt auf dem Bett. Gepackt, versteht sich, nicht verschlossen. Das Verschließen der Koffer war Herberts Aufgabe, das Packen Irenes. Irene wusste immer genau, was sie alles in den Urlaub mitnehmen mussten. Und ihrer Meinung nach sollte das auch in ihre großen Koffer passen. Dass dies nicht immer klappte, wenn man die Sachen “nur” hineinlegte, hatte Herbert schon oft versucht, ihr zu erklären. Es half nichts. Also packte er vor jedem Urlaub die vorbereiteten Koffer wieder aus, legte die Sachen ordentlich und passend wieder hinein, und, siehe da – der Koffer ging zu. Herbert murmelte

Ordnung ist das … halbe Leben

vor sich hin und trug die Koffer zum Auto. “Jetzt muss ich das ganze Gepäck nur noch im Auto verstauen”, dachte Herbert und dabei wanderte sein Blick zwischen dem leeren Kofferraum und den Koffern und Taschen, die Irene zusätzlich noch dazu gestellt hatte, hin und her. Als er so dastand und sich überlegte, wie die ganzen Sachen ins Auto passen würden, stieg ihm mit einem Mal ein wunderbarer Geruch in die Nase.  Er drehte sich um. Hinter ihm stand Irene mit einem Schinkenbrötchen und einer Flasche kühlem Bier in der Hand. Mit einem Mal veränderte sich Herberts angestrengter Blick zu einem milden Lächeln.

Die Liebe geht eben doch … durch den Magen.

Irene sagte entschuldigend: “Ist zwar kein echter Schwarzwälder Schinken, aber vielleicht ein Vorgeschmack auf morgen. Und vielleicht fällt dir das Koffer tragen dann ein wenig leichter.” Herbert bedankte sich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Er aß genüsslich sein Schinkenbrötchen, trank sein Bier aus und machte sich dann ganz leichtfüßig auf ans Packen. Frei nach dem Sprichwort

Mit Speck … fängt man Mäuse

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war er im Nu fertig. Herbert mähte noch den Rasen im Garten und räumte die Garage auf. Irene zupfte Unkraut, wischte die Wohnung und machte die Küche fertig.

Geteiltes Leid ist eben … halbes Leid.

Und so waren sie pünktlich zur Tagesschau an diesem Abend mit den Urlaubsvorbereitungen fertig. Früh am nächsten Morgen sollte es los gehen. Herbert trank noch sein Feierabend-Bierchen und Irene machte ein Kreuzworträtsel, dann gingen sie zeitig schlafen. Des Morgens standen sie früh auf, tranken zusammen einen Kaffee und Irene schmierte ein paar Brote für unterwegs. Herbert machte sich noch einmal frisch und ging zum Auto. Mit einem Ohr hörte er noch wie Irene sagte: “Ich hab noch zwei, drei Kleinigkeiten dazu gestellt…”. Als er jedoch am Auto ankam und die “Kleinigkeiten” sah, dachte er

Ich glaub, mich tritt … ein Pferd!

Als er gerade anfangen wollte, das besagt Gedachte wütend zurück in die Küche zu rufen, atmete er dann doch dreimal tief ein und aus, dachte an seinen Schwarzwälder Schinken und sagte sich, dass es im nächsten Jahr bestimmt anders werden würde.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich … zuletzt!

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*.

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