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Die Heiligen aus dem Eis. Eine Sprichwortgeschichte zum Mitraten

Heute haben wir wieder eine kleine Geschichte zum Vorlesen und Mitsprechen für Sie vorbereitet.

Die Heiligen aus dem Eis

Jetzt ist es endlich Mai. Für Sieglinde bedeutet das eigentlich, dass sie nun all ihre kleinen Pflänzchen nach draußen pflanzen kann. Es bedeutet, dass sie sich um ihre Beete und Blumen kümmern kann und die Gartenarbeit an der frischen Luft genießen kann. Sieglinde hat sich so darauf gefreut, dass der April endlich vorbei ist. Schließlich weiß ein jeder:

Verflixt und zugenäht! Eine kostenlose Sprichwortgeschichte

Heute haben wir unsere Geschichten für Senioren um eine kleine Sprichwortgeschichte zu dem Thema Handarbeiten ergänzt. Wir wünschen viel Spaß damit!

Verflixt und zugenäht!

Karolin saß am Küchentisch und hatte ihre Wolle ausgebreitet. Sie freute sich schon auf einen ruhigen Nachmittag. Ihr Mann, Klaus, wollte heute zu seinem Skat-Nachmittag gehen, und so hatte sie endlich ein bisschen Zeit für Ihre Handarbeitsprojekte.

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Erst die Arbeit, dann der Urlaub – Eine Sprichwortgeschichte rund um den Urlaub

Herbert war gedanklich schon im Schwarzwald. Als er gerade im Wohnzimmer stand und von herrlichem Schwarzwälder Schinken auf frisch gebackenem Brot träumte, holte Irene ihn aus seinem Tagtraum zurück. „Wolltest Du nicht die Koffer ins Auto tragen?“, fragte sie freundlich aber bestimmt. Herbert besann sich: Ach ja, das hätte er doch glatt in der Vorfreude auf den Urlaub vergessen. Wie hieß es noch gleich?

Max und Moritz – Eine Sprichwortgeschichte rund um Haustiere

Max und Moritz waren meine ersten besten Freunde. Sie durften sogar manchmal bei mir im Zimmer übernachten. Sie schliefen dann zwar nur auf dem Fußboden vor meinem Bett, aber das war ihnen glaube ich immer noch lieber als draußen im Schuppen – besonders im kalten Winter!
Wenn ich die beiden dann nachts von meiner Bettkante aus betrachtete, dachte ich im Stillen: „Trautes Heim … Glück allein!“ Und die beiden sahen so aus, als dachten sie es auch.
Max und Moritz waren meine Meerschweinchen. Ich bekam sie an meinem ersten Schultag. Ich weiß noch ganz genau, wie aufregend dieser Tag für mich war. Und dass ich mich dennoch etwas unsicher fühlte. Ständig sagten die Erwachsenen: „Ach, du kommst bald in die Schule? Dann beginnt ja jetzt für dich der Ernst des … Lebens.“ So schlimm war es rückblickend aber gar nicht. Ich hatte sehr nette Klassenkameraden.
Max und Moritz saßen im Garten als wir mit der ganzen Familie aus der Schule nach Hause kamen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Zwischen uns war es wirklich Liebe auf den ersten … Blick! Flink wie ein … Wiesel sammelte ich Löwenzahn und fütterte die beiden – denn Liebe geht ja bekanntlich … durch den Magen.
Mein Vater hatte den beiden einen Käfig gebaut, der windgeschützt in unserem Schuppen stand. Er war handwerklich sehr begabt. Zur Freude meiner Mutter. Sie sagte dann immer: „Die Axt im Haus…erspart den Zimmermann.“
Max und Moritz fühlten sich in ihrem Käfig sehr wohl. Die Tage vergingen. Morgens gewöhnte ich mich an die Schule und mittags gewöhnten sich Max und Moritz immer mehr an mich. Wie sich mit der Zeit herausstellte, hatten die beiden auch ziemlich viele Flausen im Kopf. Wenn wir zu dritt auf der Wiese saßen und die beiden um mich herumtollten, kamen sie doch zwischendurch auf einmal angewetzt und zwickten mich ins Bein. Böse war ich ihnen aber nie, vielmehr kraulte ich sie im Nacken und dachte: „Ja, ja, was sich liebt, das … neckt sich.“
So gerne wäre ich nach der Schule immer sofort zu ihnen in den Schuppen gelaufen. Meine Mutter bestand allerdings darauf, dass ich erst meine Hausaufgaben erledigte. Ich weiß nicht, wie oft ich gehört habe: „Erst die Arbeit … dann das Vergnügen.“ Diesen Satz sagte sie übrigens auch, wenn es darum ging, den Käfig sauber zu machen. Das war wirklich nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Ich tat es dann aber doch. Frei nach dem Motto: „Was du heute kannst besorgen … das verschiebe nicht auf morgen!“ reinigte ich den Käfig, legte neues Stroh hinein – ein paar Möhren und frische Salatblätter dazu – und hatte dann schnell wieder Zeit um mit ihnen zu spielen.
Ja, ja, das waren noch Zeiten… Morgen wird mein Enkel eingeschult. Paul freut sich sehr, endlich in die Schule gehen zu dürfen. Und ich bin sehr gespannt, was er zu seiner Überraschung sagt, die ihn morgen im Garten erwartet. Ich freue mich sehr auf sein Gesicht und kann es kaum abwarten – Vorfreude ist ja bekanntlich … die schönste Freude!

Früh übt sich … was ein Meister werden will! Eine Sprichwort-Geschichte zum Thema Werkzeug

Franz ist Handwerker seitdem er denken kann. Sofort nach der Schule hat er seine Schreinerlehre bei Klaus, einem Freund seines Vaters im Nachbardorf, gemacht. Ein paar Jahre später hat er dann den Betrieb seines Vaters übernommen.
Früh übt sich … was ein Meister werden will!“, hat Klaus immer gesagt, und ihn auch unter der Prämisse ausgebildet. Franz war tüchtig und lernte schnell. Ihm war das Handwerk ja auch irgendwie in die Wiege … gelegt. Sein Großvater und sein Urgroßvater waren ebenfalls Schreiner.
Seine Mutter sah das früher immer ganz pragmatisch: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann„, sagte sie immer mit einem Augenzwinkern, wenn sie über den Beruf ihrer „Männer“ sprach. So nahm sie auch gelassen in Kauf, wenn sie das Essen mal wieder aufwärmen musste, weil die beiden länger in der Werkstatt blieben, um noch ein Werkstück fertig zu bekommen.
Heute sitzt Franz auf dem Hocker in seiner Werkstatt. Es ist sein letzter Arbeitstag. Nun hängt er doch sprichwörtlich seine Schürze an … den Nagel. Die Werkstatt hat er für gutes Geld verkauft. So können seine Anneliese und er einen guten Lebensabend verbringen. Luise, seine Tochter, hat leider nur einen Banker geheiratet, so war schon früh klar, dass sie Werkstatt verkauft werden würde. Franz brauchte einige Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen. Luise musste sich nicht nur einmal Sätze wie „Da hast du ja den Nagel … auf den Kopf getroffen!“ oder „Ist das mit euch beiden jetzt wirklich in Stein …gemeißelt?!“ anhören. Doch richtig böse war er ihr nie, und Luise verstand auch die Sticheleien ihres Vaters.
Nun sitzt er hier, mit einem lachenden und einem weinenden … Auge. Ein wenig wehmütig ist ihm um den Verkauf des Familienunternehmens schon zu Mute. Aber es kommt in gute Hände, das ist so sicher wie das Amen … in der Kirche! Franz kennt den Käufer schon einige Jahre.
Und ganz ehrlich freut er sich auf die Zeit mit seiner Anneliese und dass das Päckchen Verantwortung von ihm abfällt. Es wird zwar ein paar Tage dauern bis er sich an die neuen Freiheiten gewöhnt aber er ist sich sicher, dass Anneliese schon etwas einfallen wird, um ihn zu beschäftigen. Sie war schon immer eine Frau, die Nägel mit … Köpfen macht. So hat sie für die nächsten drei Wochen eine Reise für die beiden gebucht – ihr erster gemeinsamer Urlaub seit sie sich kennen!
Gedankenverloren steht Franz auf und geht zur Tür. Als er gerade das Licht ausmachen will geht sie von selbst auf. Seine ganze Familie steht auf einmal vor ihm. Seine Tochter Luise hält einen großen Kuchen in der Hand. „Das Beste kommt … zum Schluss„, steht in großen Schokoladen-Buchstaben darauf geschrieben.
Franz ist glücklich. Lange hält er seine Anneliese fest im Arm…

Morgenstund‘ hat Gold im Mund – Eine Sprichwortgeschichte zum Muttertag

Lisa und Hans sind heute Morgen extra früh aufgestanden. Der frühe Vogel fängt ja bekanntlich … den Wurm.
Es ist Sonntag. Muttertag. Und am Muttertag möchten die Beiden das Frühstück für ihre Eltern vorbereiten. An allen anderen Tagen im Jahr deckt ihre Mutter immer den Frühstückstisch. Heute darf sie liegen bleiben und sich ein wenig ausruhen: In der Ruhe … liegt die Kraft.
Lisa und Hans legen eine weiße Tischdecke auf den Tisch und stellen Teller, Tassen und Untertassen ordentlich darauf. Das Auge isst schließlich … mit. Messer und Löffel legen sie ganz akkurat daneben. Da Hans ein wenig jünger ist als Lisa, gelingt es ihm nicht, das Besteck ganz gerade hinzulegen. Das macht aber nichts, Lisa hilft ihm: Es ist noch kein Meister … vom Himmel gefallen. Dafür hat sich Hans selbst beigebracht, die Servietten so zu falten, dass sie wie ein Herz aussehen: Übung macht den… Meister.
Die beiden stellen Brot, Marmelade, Wurst, Käse und die gute Butter auf den Frühstückstisch und schneiden den Kuchen an. Es ist der Lieblingskuchen ihrer Mutter, den sie selbst gestern noch gebacken haben – denn die Liebe geht ja bekanntlich … durch den Magen.
Beim letzten Gluckern der Kaffemaschine ist es soweit: Mit Pauken und … Trompeten stürmen die beiden das Schlafzimmer und wecken ihre Eltern. „Aufstehen, Mama und Papa! Morgenstund‘ hat … Gold im Mund! Das Frühstück ist fertig!“.
Bei dem lauten Wecker und dem Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in der Nase können die Eltern gar nicht anders. Noch im Schlafanzug gehen die beiden zum Frühstückstisch. Und sie staunen nicht schlecht, als sie sehen was da alles drauf steht. Lisa und Hans haben sogar noch einen frischen Strauß mit wilden Frühlingsblumen für ihre Mutter gepflückt.
„Alles Liebe zum Muttertag!“ rufen sie im Chor. Und obwohl es heißt: Vorfreude ist die … schönste Freude, sind sie jetzt doch glücklich, dass es endlich los geht und sie von dem selbst gebackenen Kuchen probieren dürfen.
Ihre Mutter kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: „Das ist der schönste Frühstückstisch, den ich je gesehen habe!“, sagt sie und beißt glücklich in ihren Lieblingskuchen. Und irgendwie ist sie auch ein wenig stolz auf sich, weil sie so tolle und talentierte Kinder hat.

Vater in der Küche – Eine Sprichwortgeschichte zum Thema Kochen

Mein Vater konnte früher genau drei Gerichte kochen. Das erste waren Bratkartoffeln mit Spiegelei. Manchmal wurde es auch Rührei. Je nachdem wie gut es ihm gelang, das Ei in die Pfanne zu schlagen. Wenn ihm mal wieder ein Ei daneben ging oder der Dotter aufplatzte, sagte er immer: „Pech im Spiel, Glück … in der Liebe!“ und lächelte meine Mutter liebevoll an.
Das zweite Gericht war Toast Hawaii. Das mochte ich am Liebsten denn da konnte er fast nichts falsch machen. Außer er vergaß es im Backofen und musste noch einmal von vorne anfangen. Wenn meine Schwester und ich dann mit unseren hungrigen Bäuchen vor ihm standen sagte er: „Gut Ding will … Weile haben!“ Beim zweiten Versuch sind ihm die überbackenen Toastscheiben dann aber meist gelungen.
Die letzte Spezialität meines Vaters war Gurkensalat. Den machte er richtig gut! Und der brannte ihm auch nie an. Mit saurer Sahne und einer Prise Zucker…Lecker! Gewürzt hat er ihn immer nach Lust und Laune, trotzdem hat er jedesmal geschmeckt. Meine Mutter neckte ihn manchmal damit:  „Ein blindes Huhn findet … auch mal ein Korn“, sagte sie dann immer. Ja, ja, was sich liebt … das neckt sich.
Mein Vater überließ das Kochen unter der Woche meiner Mutter. Ehrlich gesagt war er mittags ja auch immer bei der Arbeit wenn wir aus der Schule nach Hause kamen und Hunger hatten. Aber auch wenn er abends nochmal etwas Warmes essen wollte, wünschte er sich etwas von meiner Mutter. „Viele Köche verderben … den Brei! Du machst das schon am Besten!“, sagte er dann immer zu ihr. Und sie kochte auch gerne für ihn. Liebe geht nunmal … durch den Magen.
An den Wochenenden kochte mein Vater dann manchmal für uns. Wir Kinder hatten unsere Freude daran und schauten ihm gespannt zu. Zwischendurch durften wir von den Bratkartoffeln oder der Salatsoße probieren. Aber wir wussten immer: Man soll den Tag nicht … vor dem Abend loben. Schließlich konnten die Bratkartoffeln doch noch während des Tischdeckens anbrennen. Satt geworden sind wir aber früher oder später immer! Und geschmeckt hat es uns auch.
Und frei nach der Redensart: Das Beste kommt … zum Schluss durfte meine Mutter dann hinterher die Küche wieder aufräumen.

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