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Max und Moritz – Eine Sprichwortgeschichte rund um Haustiere

Max und Moritz waren meine ersten besten Freunde. Sie durften sogar manchmal bei mir im Zimmer übernachten. Sie schliefen dann zwar nur auf dem Fußboden vor meinem Bett, aber das war ihnen glaube ich immer noch lieber als draußen im Schuppen – besonders im kalten Winter!
Wenn ich die beiden dann nachts von meiner Bettkante aus betrachtete, dachte ich im Stillen: „Trautes Heim … Glück allein!“ Und die beiden sahen so aus, als dachten sie es auch.
Max und Moritz waren meine Meerschweinchen. Ich bekam sie an meinem ersten Schultag. Ich weiß noch ganz genau, wie aufregend dieser Tag für mich war. Und dass ich mich dennoch etwas unsicher fühlte. Ständig sagten die Erwachsenen: „Ach, du kommst bald in die Schule? Dann beginnt ja jetzt für dich der Ernst des … Lebens.“ So schlimm war es rückblickend aber gar nicht. Ich hatte sehr nette Klassenkameraden.
Max und Moritz saßen im Garten als wir mit der ganzen Familie aus der Schule nach Hause kamen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Zwischen uns war es wirklich Liebe auf den ersten … Blick! Flink wie ein … Wiesel sammelte ich Löwenzahn und fütterte die beiden – denn Liebe geht ja bekanntlich … durch den Magen.
Mein Vater hatte den beiden einen Käfig gebaut, der windgeschützt in unserem Schuppen stand. Er war handwerklich sehr begabt. Zur Freude meiner Mutter. Sie sagte dann immer: „Die Axt im Haus…erspart den Zimmermann.“
Max und Moritz fühlten sich in ihrem Käfig sehr wohl. Die Tage vergingen. Morgens gewöhnte ich mich an die Schule und mittags gewöhnten sich Max und Moritz immer mehr an mich. Wie sich mit der Zeit herausstellte, hatten die beiden auch ziemlich viele Flausen im Kopf. Wenn wir zu dritt auf der Wiese saßen und die beiden um mich herumtollten, kamen sie doch zwischendurch auf einmal angewetzt und zwickten mich ins Bein. Böse war ich ihnen aber nie, vielmehr kraulte ich sie im Nacken und dachte: „Ja, ja, was sich liebt, das … neckt sich.“
So gerne wäre ich nach der Schule immer sofort zu ihnen in den Schuppen gelaufen. Meine Mutter bestand allerdings darauf, dass ich erst meine Hausaufgaben erledigte. Ich weiß nicht, wie oft ich gehört habe: „Erst die Arbeit … dann das Vergnügen.“ Diesen Satz sagte sie übrigens auch, wenn es darum ging, den Käfig sauber zu machen. Das war wirklich nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Ich tat es dann aber doch. Frei nach dem Motto: „Was du heute kannst besorgen … das verschiebe nicht auf morgen!“ reinigte ich den Käfig, legte neues Stroh hinein – ein paar Möhren und frische Salatblätter dazu – und hatte dann schnell wieder Zeit um mit ihnen zu spielen.
Ja, ja, das waren noch Zeiten… Morgen wird mein Enkel eingeschult. Paul freut sich sehr, endlich in die Schule gehen zu dürfen. Und ich bin sehr gespannt, was er zu seiner Überraschung sagt, die ihn morgen im Garten erwartet. Ich freue mich sehr auf sein Gesicht und kann es kaum abwarten – Vorfreude ist ja bekanntlich … die schönste Freude!



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Auf Rosen gebettet… Eine Sprichwortgeschichte für den Rosenmonat

Ich liebe den Juni. Das liegt besonders daran, dass ich Rosen liebe und der Juni der Rosenmonat ist. Bevor endlich der Juni kommt und die Rosen erblühen, habe ich schon viel Arbeit mit meinen Lieblingsblumen. Ich pflege sie fast das ganze Jahr. Aber so ist das nun mal:

Erst die Arbeit… dann das Vergnügen.

Auch in diesem Jahr haben sich schon mit den ersten Sonnenstrahlen des Jahres so manche Unkräuter breit gemacht. Damit meine Rosen trotzdem wachsen können, musste ich also jede Menge Zeit investieren und Unkraut zupfen. Ohne Zupfen wäre es wohl das Ende meiner Rosen gewesen, denn

Unkraut… vergeht nicht.

Nach dem Winter habe ich immer vergessen wie anstrengend das Unkraut zupfen ist. Einer Pflanze, die ich dort nicht haben wollte, hat es heuer besonders gut in meinem Rosenbeet gefallen. Die gemeine Distel wollte sich dort einnisten und das Sprichwort stimmt:

Disteln wachsen… schneller als Rosen.

Ich bin trotzdem Herr über die Lage geworden und habe mich jeden Montag an die Arbeit gemacht. Scherzhaft habe ich zu meinem Nachbarn gesagt: „Ich habe jeden Montag ‚Rosenmontag‘!“ Diesen Scherz konnte er wohl nicht vergessen und jedes Mal, wenn er mich danach am Montag in meinem Rosenbeet gesehen hat, sagte er:

Lieber Rosen am Montag als… Asche am Mittwoch.

Jetzt, im Juni, kann ich endlich die sprichwörtlichen Früchte meiner Arbeit ernten und mich an der reichen Blütenpracht satt sehen. Ab und zu schneide ich die Rosen noch zurecht, dabei muss ich gut aufpassen, damit die Rosen mich nicht stechen.

Wo Rosen sind… sind auch Dornen.

Nach dem Betrachten, schneiden, hegen und pflegen meiner wunderschönen Rosen schlafe ich besonders gut. Von der Arbeit bin ich dann müde und der Erfolg meiner Mühen macht mich glücklich. Mein Bett fühlt sich dann besonders weich und gemütlich an. Vielleicht sagt man deswegen:

Auf Rosen gebettet sein.

So fühlt es sich auf jeden Fall an.



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Früh übt sich … was ein Meister werden will! Eine Sprichwort-Geschichte zum Thema Werkzeug

Franz ist Handwerker seitdem er denken kann. Sofort nach der Schule hat er seine Schreinerlehre bei Klaus, einem Freund seines Vaters im Nachbardorf, gemacht. Ein paar Jahre später hat er dann den Betrieb seines Vaters übernommen.
Früh übt sich … was ein Meister werden will!“, hat Klaus immer gesagt, und ihn auch unter der Prämisse ausgebildet. Franz war tüchtig und lernte schnell. Ihm war das Handwerk ja auch irgendwie in die Wiege … gelegt. Sein Großvater und sein Urgroßvater waren ebenfalls Schreiner.
Seine Mutter sah das früher immer ganz pragmatisch: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann„, sagte sie immer mit einem Augenzwinkern, wenn sie über den Beruf ihrer „Männer“ sprach. So nahm sie auch gelassen in Kauf, wenn sie das Essen mal wieder aufwärmen musste, weil die beiden länger in der Werkstatt blieben, um noch ein Werkstück fertig zu bekommen.
Heute sitzt Franz auf dem Hocker in seiner Werkstatt. Es ist sein letzter Arbeitstag. Nun hängt er doch sprichwörtlich seine Schürze an … den Nagel. Die Werkstatt hat er für gutes Geld verkauft. So können seine Anneliese und er einen guten Lebensabend verbringen. Luise, seine Tochter, hat leider nur einen Banker geheiratet, so war schon früh klar, dass sie Werkstatt verkauft werden würde. Franz brauchte einige Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen. Luise musste sich nicht nur einmal Sätze wie „Da hast du ja den Nagel … auf den Kopf getroffen!“ oder „Ist das mit euch beiden jetzt wirklich in Stein …gemeißelt?!“ anhören. Doch richtig böse war er ihr nie, und Luise verstand auch die Sticheleien ihres Vaters.
Nun sitzt er hier, mit einem lachenden und einem weinenden … Auge. Ein wenig wehmütig ist ihm um den Verkauf des Familienunternehmens schon zu Mute. Aber es kommt in gute Hände, das ist so sicher wie das Amen … in der Kirche! Franz kennt den Käufer schon einige Jahre.
Und ganz ehrlich freut er sich auf die Zeit mit seiner Anneliese und dass das Päckchen Verantwortung von ihm abfällt. Es wird zwar ein paar Tage dauern bis er sich an die neuen Freiheiten gewöhnt aber er ist sich sicher, dass Anneliese schon etwas einfallen wird, um ihn zu beschäftigen. Sie war schon immer eine Frau, die Nägel mit … Köpfen macht. So hat sie für die nächsten drei Wochen eine Reise für die beiden gebucht – ihr erster gemeinsamer Urlaub seit sie sich kennen!
Gedankenverloren steht Franz auf und geht zur Tür. Als er gerade das Licht ausmachen will geht sie von selbst auf. Seine ganze Familie steht auf einmal vor ihm. Seine Tochter Luise hält einen großen Kuchen in der Hand. „Das Beste kommt … zum Schluss„, steht in großen Schokoladen-Buchstaben darauf geschrieben.
Franz ist glücklich. Lange hält er seine Anneliese fest im Arm…



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Morgenstund‘ hat Gold im Mund – Eine Sprichwortgeschichte zum Muttertag

Lisa und Hans sind heute Morgen extra früh aufgestanden. Der frühe Vogel fängt ja bekanntlich … den Wurm.
Es ist Sonntag. Muttertag. Und am Muttertag möchten die Beiden das Frühstück für ihre Eltern vorbereiten. An allen anderen Tagen im Jahr deckt ihre Mutter immer den Frühstückstisch. Heute darf sie liegen bleiben und sich ein wenig ausruhen: In der Ruhe … liegt die Kraft.
Lisa und Hans legen eine weiße Tischdecke auf den Tisch und stellen Teller, Tassen und Untertassen ordentlich darauf. Das Auge isst schließlich … mit. Messer und Löffel legen sie ganz akkurat daneben. Da Hans ein wenig jünger ist als Lisa, gelingt es ihm nicht, das Besteck ganz gerade hinzulegen. Das macht aber nichts, Lisa hilft ihm: Es ist noch kein Meister … vom Himmel gefallen. Dafür hat sich Hans selbst beigebracht, die Servietten so zu falten, dass sie wie ein Herz aussehen: Übung macht den… Meister.
Die beiden stellen Brot, Marmelade, Wurst, Käse und die gute Butter auf den Frühstückstisch und schneiden den Kuchen an. Es ist der Lieblingskuchen ihrer Mutter, den sie selbst gestern noch gebacken haben – denn die Liebe geht ja bekanntlich … durch den Magen.
Beim letzten Gluckern der Kaffemaschine ist es soweit: Mit Pauken und … Trompeten stürmen die beiden das Schlafzimmer und wecken ihre Eltern. „Aufstehen, Mama und Papa! Morgenstund‘ hat … Gold im Mund! Das Frühstück ist fertig!“.
Bei dem lauten Wecker und dem Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in der Nase können die Eltern gar nicht anders. Noch im Schlafanzug gehen die beiden zum Frühstückstisch. Und sie staunen nicht schlecht, als sie sehen was da alles drauf steht. Lisa und Hans haben sogar noch einen frischen Strauß mit wilden Frühlingsblumen für ihre Mutter gepflückt.
„Alles Liebe zum Muttertag!“ rufen sie im Chor. Und obwohl es heißt: Vorfreude ist die … schönste Freude, sind sie jetzt doch glücklich, dass es endlich los geht und sie von dem selbst gebackenen Kuchen probieren dürfen.
Ihre Mutter kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: „Das ist der schönste Frühstückstisch, den ich je gesehen habe!“, sagt sie und beißt glücklich in ihren Lieblingskuchen. Und irgendwie ist sie auch ein wenig stolz auf sich, weil sie so tolle und talentierte Kinder hat.



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Vater in der Küche – Eine Sprichwortgeschichte zum Thema Kochen

Mein Vater konnte früher genau drei Gerichte kochen. Das erste waren Bratkartoffeln mit Spiegelei. Manchmal wurde es auch Rührei. Je nachdem wie gut es ihm gelang, das Ei in die Pfanne zu schlagen. Wenn ihm mal wieder ein Ei daneben ging oder der Dotter aufplatzte, sagte er immer: „Pech im Spiel, Glück … in der Liebe!“ und lächelte meine Mutter liebevoll an.
Das zweite Gericht war Toast Hawaii. Das mochte ich am Liebsten denn da konnte er fast nichts falsch machen. Außer er vergaß es im Backofen und musste noch einmal von vorne anfangen. Wenn meine Schwester und ich dann mit unseren hungrigen Bäuchen vor ihm standen sagte er: „Gut Ding will … Weile haben!“ Beim zweiten Versuch sind ihm die überbackenen Toastscheiben dann aber meist gelungen.
Die letzte Spezialität meines Vaters war Gurkensalat. Den machte er richtig gut! Und der brannte ihm auch nie an. Mit saurer Sahne und einer Prise Zucker…Lecker! Gewürzt hat er ihn immer nach Lust und Laune, trotzdem hat er jedesmal geschmeckt. Meine Mutter neckte ihn manchmal damit:  „Ein blindes Huhn findet … auch mal ein Korn“, sagte sie dann immer. Ja, ja, was sich liebt … das neckt sich.
Mein Vater überließ das Kochen unter der Woche meiner Mutter. Ehrlich gesagt war er mittags ja auch immer bei der Arbeit wenn wir aus der Schule nach Hause kamen und Hunger hatten. Aber auch wenn er abends nochmal etwas Warmes essen wollte, wünschte er sich etwas von meiner Mutter. „Viele Köche verderben … den Brei! Du machst das schon am Besten!“, sagte er dann immer zu ihr. Und sie kochte auch gerne für ihn. Liebe geht nunmal … durch den Magen.
An den Wochenenden kochte mein Vater dann manchmal für uns. Wir Kinder hatten unsere Freude daran und schauten ihm gespannt zu. Zwischendurch durften wir von den Bratkartoffeln oder der Salatsoße probieren. Aber wir wussten immer: Man soll den Tag nicht … vor dem Abend loben. Schließlich konnten die Bratkartoffeln doch noch während des Tischdeckens anbrennen. Satt geworden sind wir aber früher oder später immer! Und geschmeckt hat es uns auch.
Und frei nach der Redensart: Das Beste kommt … zum Schluss durfte meine Mutter dann hinterher die Küche wieder aufräumen.



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Anna und die Qual der Wahl – Eine Sprichwortgeschichte zum Thema Karneval

Hexe mit Warze und Hexenhut

Anna steht wie jedes Jahr vor dem Spiegel und vor der Entscheidung, als was sie sich zu Karneval verkleiden soll. Dabei hat sie eine so große Auswahl an Kostümen. Aber wie das immer ist: Wer die Wahl hat, hat…die Qual. So richtig überzeugt hat sie noch keins ihrer Kostüme. Aber sie ist froh, dass sie auf jeden Fall irgend etwas zum Anziehen haben wird. Besser den Spatz in der Hand als…die Taube auf dem Dach.
Aber was ist das? Das Kostüm hatte sie ja ganz vergessen. Vor zwei Jahren hat ihre Freundin Lea ihr ein Hexenkostüm geschenkt. Ja, ja, so schnell geht das: Aus den Augen, aus…dem Sinn. Lea hat das Kostüm nicht mehr gepasst und da Anna ein wenig kleiner als Lea ist, hat sie es ihr überlassen. Dafür hat Lea von Anna einen Clownshut bekommen, der ihr viel zu groß war. Eine Hand wäscht …die Andere.
Anna ist glücklich, dass sie das Kostüm doch noch gefunden hat. Ein blindes Huhn findet eben…auch mal ein Korn! Sie probiert es an. Zuerst streift sie sich die Leggings über die Beine und zieht dann das Kleidchen über ihren Kopf. Zum Schluss setzt sie sich den Hexenhut auf – der passt glücklicherweise! Aber was ist denn das? Als sie den rechten Arm hochhebt entdeckt sie ein kleines Loch in der Naht. Dass Lea ihr das gar nicht erzählt hat…aber wahrscheinlich hat Lea es noch gar nicht gesehen, sonst hätte sie Anna bestimmt darauf hingewiesen. Und einem geschenkten Gaul schaut man schließlich nicht…ins Maul. Anna holt schnell Nadel, Faden und Schere aus ihrem Nähkörbchen und näht das Loch wieder zu. Und da passiert es, beim Abschneiden des Fadens schneidet sie sich in den Finger: Ein Unglück…kommt selten allein. Schnell holt sie sich ein Taschentuch und drückt es fest auf die Wunde. Anna denkt sich: „Wenn Oma Gitte jetzt hier wäre würde sie bestimmt sagen: Messer, Gabel, Schere, Licht…sind für kleine Kinder nicht„. Dabei ist sie gar kein kleines Kind mehr!
Anna klebt sich ein Pflaster auf den Finger und zieht das Kleidchen wieder an. Es sieht aus wie neu. Jetzt kann ja nichts mehr passieren, denkt sie gerade, aber man soll den Tag ja nicht…vor dem Abend loben! Deshalb bewegt sie sich erstmal ganz vorsichtig in ihrem geflickten Hexenkostüm. Sie geht ins Bad und schminkt sich. Zum Schluss klebt sie sich noch eine dicke Warze ins Gesicht. Fertig! Anna schaut sich in ihrem Spiegel an und ist sehr zufrieden.
Sie geht in die Küche und trinkt noch eine Tasse warmen Kakao bevor sie sich auf den Weg zu Lea macht. Als was sich Lea wohl verkleidet hat..? Anna ist schon ganz gespannt, Vorfreude ist ja bekanntlich die…schönste Freude. Anna packt ihre Tasche und macht sich auf den Weg. Sie hat noch eine schöne Brosche, die sie Lea zur Feier des Tages schenken möchte: Kleine Geschenke erhalten…die Freundschaft.

 



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Altkleidersammlung. Sprichwortgeschichte zu dem Thema Kleidung

Melanie hat sich heute vorgenommen ihren eigenen Schrank und den Schrank ihres Mannes einmal gründlich auszumisten. Das war schon lange überfällig. In den vergangenen Jahren hat sich so einiges angesammelt. Außerdem passen ihrem Mann viele Sachen nicht mehr, weil er ganz schön zugelegt hat. Ihr Mann behauptet die Sachen passen nicht mehr, weil sie alle eingelaufen sind. Aber das war ja schon immer so:

Wenn der Bauer nicht schwimmen kann… liegt’s an der Badehose.

Ihr Mann hatte keine Lust ihr beim Ausmisten zu helfen. Melanie hat zwar versucht ihn zu überreden, aber er hat beteuert, dass es ihm ganz egal ist, welche Klamotten sie aussortiert. Er meinte:

Das ist alles Jacke wie… Hose!

Melanie freut sich hingegen schon richtig endlich mehr Platz im Kleiderschrank zu haben! Wenn wieder Platz im Kleiderschrank ist, kann sie sich auch endlich mal wieder etwas Neues gönnen. Mit neuen Klamotten fühlt man sich manchmal wie ein ganz neuer Mensch:

Kleider machen… Leute.

Beim Aussortieren der Kleidung macht Melanie mehrere Stapel. Auch die Kleidung die sie aussortiert, faltet sie ordentlich zusammen:

Ordnung ist… das halbe Leben.

Bei einer dick gefütterten Skihose überlegt sie eine Weile, ob sie die Hose aussortieren soll. Sie hatte sie schon lange nicht mehr angehabt. Schließlich legte sie die Hose aber auf den Stapel mit der Kleidung zum Behalten. Wenn es mal wieder sehr kalt war, konnte sie die Hose vielleicht gebrauchen:

Es gibt kein schlechtes Wetter… nur falsche Kleidung

Melanie überlegte, was sie mit der Kleidung, die sie aussortiert hatte, machen sollte. Vielleicht verkaufen? Viele Sachen waren noch gut erhalten. Aber ob sich der Aufwand wirklich lohnen würde? Sie wollte die Klamotten lieber für einen guten Zweck spenden:

Das letzte Hemd hat… keine Taschen

Sie entschied sich für die Kleidersammlung der örtlichen Kirchengemeinde. Da wusste sie, dass die Kleidung wirklich für den guten Zweck gebraucht wurde:

Die Jacke ist einem näher… als die Hose

 



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Mit allen Wassern: Eine Sprichwortgeschichte zum Thema Waschen

Heute ist Waschtag bei Frau Meyer. Waschen tut sie gar nicht gerne. Sie würde jetzt viel lieber den Fernseher einschalten und sich bei ihrer Lieblingsserie entspannen. Aber sie folgt stets der Regel:

Erst die Arbeit… dann das Vergnügen.

Wie es wohl weiter geht bei ihrer Lieblingsserie? Hach, wenn doch heute kein Waschtag wäre. Doch wer saubere Wäsche haben will, der muss ab und zu mal Wäsche waschen und man hat schließlich…

Lieber saubere Wäsche… als geborgte Wäsche.

Sie nimmt also ihren Wäschekorb und geht mit der ganzen schmutzigen Wäsche runter in den Waschkeller. Dort wäscht sie ihre Wäsche in der Waschmaschine von Frau Müller, weil ihre eigene kaputt ist. Als letztes Jahr die Waschmaschine von Frau Müller kaputt war, hat diese auch so lange bei ihr in der Maschine gewaschen. Bei Frau Müller und Frau Meyer ist es so:

Eine Hand… wäscht die andere.

Hinter den Waschmaschinen muss der Wasserhahn aufgedreht werden. Das tut Frau Meyer, denn

Wasser… ist zum Waschen da.

Waschpulver und Weichspüler muss in die Kammer der Waschmaschine gegeben werden. Es ist wichtig, dass man genug Waschpulver nimmt. Wenn man zu wenig Waschpulver benutzt, wird die Wäsche nicht richtig sauber.

Viel hilft… viel.

Dann noch schnell das richtige Waschprogramm wählen… aber welches Programm soll sie heute für die Wäsche benutzen? Ihre eigene Waschmaschine hatte nicht ganz so viele verschiedene Waschgänge. Ob man wirklich so viele Waschgänge brauchte?

Wer die Wahl hat… hat die Qual.

Dann fing die Waschmaschine an zu waschen. Sie zog Wasser, drehte sich nach rechts, drehte sich nach links. Die Wäsche wurde durchgespült und am Ende geschleudert. Insgesamt dauerte es ganz schön lange bis die Waschmaschine fertig war. Dafür wurde die Wäsche schön sauber.

Gut Ding… will Weile haben.

Frau Meyer nahm die Wäsche heraus und hängte sie auf die Leine. Jetzt konnte sie in Ruhe nach oben gehen und ihre Lieblingsserie gucken. Die Wäsche würde erst morgen trocken sein.

 



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Alles Gute kommt vom Christkind: Eine kostenlose Sprichwortgeschichte

Max saß in seinem Kinderzimmer auf dem Boden und schrieb eine lange Wunschliste für das Christkind. „Du bist dieses Jahr aber spät dran mit deinem Wunschzettel“, fand seine Mutter, die eigentlich schon alle Geschenke besorgt hatte. „Weißt du Mama?

Der frühe Vogel… fängt den Wurm!

stimmt nicht immer.“ „Ach so,“ entgegnete seine Mutter und fügte hinzu: „Aber glaubst du nicht, dass die Wunschliste ein bisschen zu lang geworden ist? So viele Geschenke kann doch das Christkind gar nicht tragen!“ Max sah seine Mutter an: „Ich wünsche mir lieber zu viel als zu wenig. Papa hat neulich auch gesagt:

Bescheidenheit ist eine Zier… doch weiter kommt man ohne ihr.“

„Aber du glaubst doch nicht, dass du sooo viele Geschenke bekommst?“ fragte die Mutter. „Doch, ich habe mir ganz fest vorgenommen daran zu glauben. Sonntag in der Kirche hat der Pfarrer gesagt:

Der Glaube kann Berge versetzen.“

entgegnete Mäxchen und fügte hinzu: „Er hat auch gesagt, dass es auch heute noch so ist, dass

Zeichen und… Wunder geschehen!“

Da musste seine Mutter lachen. „Wir wollen mal sehen, was das Christkind am Ende unter den Baum legt. Ich weiß ja nicht, wo das Christkind wohnt und woher es die ganzen Geschenke mitbringen muss!“ Max sah seine Mutter verwundert an. „Du weißt nicht wo das Christkind wohnt? Das ist doch ganz klar! Das Christkind wohnt im Himmel. Das weiß man doch:

Alles Gute… kommt von oben.

Ich habe übrigens auch ein Geschenk für das Christkind gebastelt!“ Max holte ein mit Glitzerklebe und Sternen überladendes Pappgebilde aus seiner Schreibtischschublade. „Was ist denn das Schönes?“ fragte seine Mutter erleichtert darüber, dass ihr Sohn nicht nur an sich selbst dachte. Es ging ihr im Alltag schon oft auf die Nerven, dass der dumme Spruch

Jeder ist sich selbst… der Nächste.

allzu oft stimmte.“Das ist eine Trostkiste!“ antwortete Max „Eine Trostkiste? Muss das Christkind denn getröstet werden?“ seine Mutter war überrascht. „Ich glaube schon,“ seufzte Max „für die meisten ist es doch so, dass sie nach Weihnachten gar nicht mehr an das Christkind denken:

Aus den Augen… aus dem Sinn!

Ich möchte, dass das Christkind weiß, dass das bei mir nicht so ist.“ Die Mutter war so gerührt, dass ihr die Tränen in die Augen stiegen. Sie überlegte, ob sie nicht doch noch ein oder zwei Geschenke von der Wunschliste besorgen sollte…

 



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Ein Geschenk für Maria – Eine kostenlose Sprichwortgeschichte zum Thema Weihnachtsgeschenke kaufen

Es war ein paar Tage nach dem zweiten Advent. Paul zog sich warm an, es hatte in der letzten Nacht geschneit. Er wollte in die Stadt gehen um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Paul ging in diesem Jahr zeitig los, um die Geschenke einzukaufen, er hatte aus den letzten Jahren gelernt. Damals dachte er noch: „Die Letzten werden… die ersten sein.“ Was sich allerdings für ihn nicht bewahrheitet hatte. Endlose Schlangen an den Kassen und die Leute waren „Mit allen Wassern… gewaschen.“ wenn es darum ging, wer das letzte Geschenk im Regal haben sollte.

Paul handelte dieses Weihnachten nach dem Motto: „Der frühe Vogel… fängt den Wurm.“ und war er sich durchaus sicher, dass er damit Erfolg haben würde – „Der Glaube kann ja schließlich… Berge versetzen.“. Gleich im ersten Geschäft wurde er auch fündig. Obwohl er vorher noch gar keine Geschenkidee für seine Nichte Lisa hatte, stand er auf einmal vor einem dunkelbraunen Plüschpferd. Lisa liebte Pferde! Und so war er heilfroh, es gefunden zu haben und dachte sich: „Ein blindes Huhn… findet auch mal ein Korn!“.

Im nächsten Geschäft wurde es schon enger. Da sind wohl noch einige Andere auf die Idee gekommen, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Er hörte, wie sich zwei andere Kunden lauthals stritten. Um was es ging konnte er nicht hören aber er sagte leise zu sich: „Ihr zwei seid auch wie Feuer und… Wasser.“. Für seinen Sohn Jonas kaufte Paul einen Fußball und ein neues Buch. Jetzt brauchte er nur noch etwas für seine Frau. Wie in jedem Jahr war Marias Geschenk eine Herausforderung für ihn. Früher hatte er mal versucht, sich einen Rat bei Marias Freundinnen zu holen, aber „Viele Köche verderben ja bekanntlich… den Brei“. Jetzt ging er wieder alleine los. Und er fand auch tatsächlich etwas. In der Schmuckabteilung eines großen Kaufhauses stieß er nach langem Suchen – „Gut Ding will …Weile haben“ – auf eine wunderschöne Kette aus Weißgold. Die würde Maria ganz sicher gefallen. Endlich sah er „Licht am Ende… des Tunnels“.

Ganz aufgeregt vor Freude merkte er gar nicht, wie jemand seinen Namen sagte. Beim dritten Mal drehte er sich um. Es war Maria. „Hallo Schatz!“, sagte sie. Schnell versuchte er mit Maria von der Kette weg zu kommen. Sie sollte ihre Überraschung auf keinen Fall schon vor Weihnachten sehen. Maria war spontan nach der Arbeit auch in die Stadt gegangen um ein bisschen zu bummeln. Etwas neugierig, was Paul in der Stadt mache, war sie schon: „Da liegt doch was in der… Luft“, sagte sie. Doch Paul ließ sich nichts anmerken und zeigte ihr die Geschenke für Lisa und Jonas. Dann lud er seine Maria auf eine Tasse heißen Kakao und ein Stück Kuchen ein. „Liebe geht ja bekanntlich… durch den Magen.“

Wie er Marias Kette nun noch kaufen sollte, war ihm allerdings ein Rätsel…Vielleicht „ging ihm ja noch ein Licht… auf!“

 



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