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Ein Hund auf Abwegen. Eine Hoffnungsgeschichte

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Familie Schmidt hat ihren Hund verloren. Ob sie ihn wohl wiederfinden? Eine Hoffnungsgeschichte nicht nur für Senioren

Ein Hund auf Abwegen

Familie Schmidt hatte den Urlaub in Österreich verbracht und war nun auf der Rückreise. Es war eine lange Fahrt und auf der Autobahn gab es viele Staus. Die Kinder wurden quengelig, der Vater müde und der Mutter taten die Beine weh. Selbst ihr Dackel Finchen in der Box im Kofferraum wurde zappelig.
„Paul, lass uns mal an der nächsten Raststätte Halt machen. Wir brauchen alle eine Pause und Finchen muss bestimmt mal.“ „Ja, das ist eine gute Idee. Ich muss mir die Beine vertreten und einen Kaffee trinken.“

An der nächsten Raststätte machte Familie Schmidt eine lange Pause. Sie gingen mit Finchen Gassi und machten Picknick an einem der Tische draußen. Nach einer ganzen Weile sagte der Vater: „So, jetzt geht es weiter. In ca. drei Stunden dürften wir zu Hause sein. Alles einpacken und dann ab ins Auto.“ Alle freuten sich jetzt auf das zu Hause und packten schnell Teller, Flaschen und Dosen ein. Frieda musste auch nochmal aufs Klo und dann ging die Fahrt weiter.

Nach knapp drei Stunden hatten sie ihr Heim erreicht. Die Kinder stürmten ins Haus, die Mutter holte die Post aus dem Briefkasten und der Vater öffnete die Heckklappe um Finchen aus der Box zu holen.

Aber Finchen war nicht da.

„Kinder, habt ihr Finchen schon mit rein genommen?“ rief der Vater. „Neeeiin! Hier ist Finchen nicht.“ „Sabine, hast du Finchen aus dem Auto geholt?“, fragte Paul seine Frau. „Nein, ich dachte du machst das. Was ist denn?“

„Finchen ist weg!“



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Die Kinder kamen aus dem Haus. „Was ist denn Papa? Wo ist Finchen?“
„Ich befürchte fast, das wir Finchen an der Raststätte vergessen haben.“ Der Vater sah vorwurfsvoll von einem zum anderen. „Wer hat Finchen in die Box gesetzt, bevor wir gefahren sind?“ Alle schauten ganz besorgt und schüttelten mit den Köpfen.

„Ach, so ein Mist! Was machen wir denn jetzt?“ Kati fing an zu weinen. „Unser armes kleines Finchen ist ganz allein!“

Sie gingen ins Haus, setzten sich an den Tisch und überlegten, was sie machen könnten. „Ich fahre wieder zurück zu der Raststätte und hole Finchen“, sagte der Vater. „Aber du weißt doch gar nicht, ob Finchen noch dort ist. Vielleicht hat jemand Finchen mitgenommen“, entgegnete die Mutter. Jetzt fing auch Frieda an zu weinen.
„Also Heulen hilft jetzt auch nichts“, der Vater war sichtlich nervös. „Ich hab noch den Bon vom Kaffeekauf. Da steht der Name der Raststätte drauf und ich rufe an und frage, ob die schauen können, ob Finchen noch da ist oder ob die irgendwas wissen.“ Die Mutter holte den Bon aus der Tasche, nahm ihr Handy und ging in den Flur um in Ruhe zu telefonieren.
„Finchen hat ja eine Kapsel mit unserer Adresse am Halsband. Vielleicht meldet sich ja jemand“, versuchte der Vater die Kinder zu trösten.
„Die Leute an der Raststätte sagen, da ist kein Dackel und sie wissen auch nichts.“ Die Mutter hatte auch schon Tränen in den Augen.

Es klingelte an der Tür. „Wer kommt denn jetzt?“, wunderte sich der Vater. Er öffnete und ein aufgeregt bellendes Finchen kam hereingestürmt und begrüßte alle schwanzwedelnd.
Ein älteres Ehepaar stand auf der Schwelle und lachte.
Die Mutter bat die beiden ins Haus und kochte Kaffee und holte Plätzchen aus dem Schrank.
Alle wollten wissen, wie es denn kam, dass die Leute ihnen Finchen wiedergebracht hätten.

„Wir saßen am Nachbartisch an der gleichen Raststätte wie sie. Wir beobachteten, wie Sie alles einpackten und losfuhren. Es war ein ziemliches Durcheinander. Ja, und dann sahen wir, dass sie den Hund vergessen hatten. Wir hatten uns ihr Nummernschild gemerkt, weil wir auch einmal in dieser Stadt gewohnt haben.“ „Zum Glück ist ja ihr Dackel recht brav. Wir entdeckten die Kapsel mit ihrer Adresse und haben gedacht, wir bringen ihnen ihren Hund zurück und machen gleich einen Abstecher in unsere frühere Heimat.“

Familie Schmidt war es ziemlich peinlich, dass sie ihren Hund vergessen hatten. Aber trotzdem waren sie glücklich, dass Finchen wieder bei ihnen war.



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Monika

© by Monika Kaiser

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