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Der Kirmesbesuch. Eine kostenlose Hoffnungsgeschichte

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Der Besuch der Kirmes ist für Jung und Alt  immer etwas Besonderes, denn sie findet ja nur einmal im Jahr statt.

Eine Hoffnungsgeschichte nicht nur für Senioren

Der Kirmesbesuch

„Mann, das ist doch gemein!“, brüllte Lukas und schmiss die Küchentür hinter sich zu, stürmte in sein Zimmer und warf sich auf das Bett. Lukas war sauer. Er hatte seine Eltern gefragt, ob er auf die Kirmes dürfe und sie ihm etwas Geld für die Karussells geben würden. Der Vater hatte gesagt, mit einer fünf in Mathe hätte er es nicht verdient, auf die Kirmes zu gehen und Taschengeld hätte er ja schon bekommen. Und die Mutter meinte noch, seine Freunde wären sowieso nicht der richtige Umgang für ihn.
Lukas war wütend, Kirmes war doch nur einmal im Jahr, die Eltern erlaubten ihm auch nie etwas, was würden seine Freunde denken, wenn er nicht käme.

Abends rief der Opa Lukas auf seinem Handy an. „Du, Lukas, ich habe eine Bitte an Dich: Kannst du mir wohl im Garten helfen? Die Sträucher und Stauden müssen abgeschnitten und gebündelt werden, das schaffe ich alleine nicht mehr so gut. Und wenn du möchtest, kann ich dir auch bei deinen Mathematik-Aufgaben helfen. Ich konnte immer ganz gut rechnen. Was meinst du dazu?“

„Ach Opa, das ist nett von dir und ich könnte schon Hilfe gebrauchen. Der Lehrer erklärt das immer so doof. Und ja klar, helfe ich dir im Garten. Aber Opa, ich bin sauer, weil ich nicht auf die Kirmes darf!“

„Ich hab schon davon gehört, Lukas. Ich rede noch einmal mit deinen Eltern, vielleicht findet sich ja eine Lösung.“



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Am nächsten Nachmittag besuchte Lukas den Opa und half ihm dabei, den Garten winterfest zu machen. Lukas war fleißig und arbeitete gründlich und der Opa freute sich über seinen Enkelsohn. Als sie gegen Abend fertig waren und noch einen heißen Kakao miteinander tranken, sagte der Opa: „Lukas, ich habe mit deinen Eltern gesprochen und ihnen den Vorschlag gemacht, dass ich mit dir über die Kirmes gehe und dafür dann mindestens zweimal in der Woche Mathe pauke. Deine Eltern sind damit einverstanden. Was hälst du davon?“

Lukas musste erst einmal überlegen. „Weißt du Opa, mit dir lernen ist okay, denn ich bin gerne hier bei dir. Aber eigentlich wollte ich doch mit meinen Freunden auf die Kirmes gehen.“ „Tja, Lukas, das erlauben die Eltern aber nicht. Und ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ich mit meinem Enkelsohn zusammen die Kirmes besuchen könnte. Ich war seit Jahren nicht mehr dort.“

„Na gut Opa, dann machen wir das und ich zeige dir alles.“

Am nächsten Freitagabend gingen der Opa und sein Enkelsohn gemeinsam über die Kirmes: sie bestaunten die bunten Buden und die verschiedenen Karussells. Sie fuhren im Riesenrad und schauten über die Lichter der Stadt. Sie fuhren zusammen Autoscooter und gewannen am Schießstand einen Teddybär. Sie erschraken sich in der Geisterbahn und lachten über ihre verzerrten Gestalten im Spiegelkabinett. Sie aßen Zuckerwatte und gebrannte Mandeln und bewunderten das Feuerwerk. Lukas traf sogar seine Freunde, die erstaunt guckten: „Das ist mein Opa. Dieses Jahr gehe ich mit ihm über die Kirmes, denn er möchte auch mal Spaß haben.“ Lukas und sein Opa schauten sich an, grinsten und gingen weiter.



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Monika

© by Monika Kaiser

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