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Cocktailparty. Eine Erinnergungsgeschichte aus den 60er Jahren

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Toast Hawaii und Käseigel – Rezepte der 60er Jahre zum Erinnern und Ausprobieren. Eine von unseren Geschichten für Senioren.

Cocktailparty

In den 60er Jahren wurde gerne eingeladen. Durch das Wirtschaftswunder konnte man wieder etwas vorzeigen: die moderne Wohnung mit schickem Badezimmer, die Schrankwand mit Fernsehgerät und die voll funktionsfähige Einbauküche. Anlässe zur zwanglosen Feier gab es einige: ein spannender Fernseh- oder ein lustiger Spieleabend, Hausmusik oder das Tanzbein schwingen, Garten- oder Balkonparty.

Natürlich wurden dann auch kleine Häppchen gereicht, so war der Käseigel ein Favorit auf Partys: Den Strunk eines kleinen Weißkohlkopf herausschneiden und evtl. mit Alufolie umwickeln. Verschiedene Käsesorten, die in gleichmäßige Würfel geschnitten werden, abwechselnd mit Weintrauben, Oliven, Cocktailtomaten und Silberzwiebeln auf Zahnstocher und dann rundherum in den Weißkohlkopf stecken. Auch wurden gerne Fliegenpilze gereicht. Ja, richtig: Fliegenpilze! Das waren allerdings keine echten Pilze, sondern hartgekochte Eier mit einem Hut aus Tomaten. Damit die Eier stehen können, werden die beiden Enden abgeschnitten. Das Dotter wird entfernt und mit Mayonnaise, Creme fraiche, Salz, Pfeffer und etwas Sardellenpaste oder Senf verrührt und wieder zurück in die Eier gefüllt. Obendrauf wird dann jeweils eine halbe Tomate gesetzt, die mit Pünktchen von der Füllung verziert wird. Auf Platten mit Petersilie garniert, sieht das sehr hübsch aus!

Erinnern Sie Sich noch an den Falschen Hasen? Der wurde auch gerne kalt aufgeschnitten auf einer Wurstplatte gereicht. Der Falsche Hase ist ein einfacher Hackbraten, der mit hartgekochten, geschälten Eiern gefüllt ist. Sieht aufgeschnitten sehr gut aus und schmeckt auch so. Und dann gab es natürlich noch Toast Hawaii: eine Scheibe Toastbrot bestrichen mit etwas Butter und belegt mit jeweils einer Scheibe Schinkenwurst, Ananas und Scheiblettenkäse und dann im Ofen überbacken bis der Käse geschmolzen ist und leicht braun wird. Hmmm – mag ich auch heute noch gerne.



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Getrunken wurden so exotische Sachen wie Lufthansa-Cocktail, Schwarzer Kater, Eierlikör mit Fanta, Schnaps mit Kaffeebohne, Cognac und Kullerpfirsich. Für den Kullerpfirsich wurde ein Pfirsich zwanzig bis dreißig Mal mit einem Zahnstocher angepiekst und dann in ein möglichst rundes Glas gelegt, das dann mit Sekt aufgefüllt wurde. Durch die aufsteigenden Bläschen fing der Pfirsich an zu kullern.

Es gab schon viele interessante und leckere Rezepte – vielleicht sollte man sie einfach mal wieder ausprobieren.



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Monika

© by Monika Kaiser

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