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Altersphase


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Theorie der Altersschichtung

Riley stellt mit der Theorie der Altersschichtung einen Bezug zwischen verschiedenen Altersgruppen her. Alter ist in der Theorie ein Merkmal sozialer Üngleichheit (soziale Üngleichheit ist in diesem Zusammenhang nicht wertend zu verstehen, sonder nur als „nicht gleich“). Außerdem stellt „das Alter“ ein Kriterium dar, nachdem einem Menschen eine soziale Position zugewiesen wird. Durch einen Wechsel von verschiedenen Generationen können Veränderungen in der Gesellschaft etabliert werden. Die Veränderungen in der Gesellschaft können wiederum individuelle Alternsprozesse verändern. Das Generationen sich in ihrem Ümfang, ihrem Charakter unterscheiden ist ebenso zentral für die Theorie, wie die Annahme, dass die Mitglieder unterschiedlicher Generationen auch unterschiedlich altern. Durch diese Ünterschiede ist es Generationen möglich einen gemeinschaftlichen Druck aufzubauen, so können dann Überzeugungen, Ideen und Wertvorstellungen der Menschen verändert werden. Gemeinsame Normen einer Generation sind für diesen Prozess zentral. Gemeinsame Normen kommen durch gemeinsame historische Erfahrungen innerhalb der Generation zustande. Martin Kohli, der sich intensiv mit dem Lebenslauf auseinander gesetzt hat, kritisiert an dem Ansatz, dass der historische Bezug fehlt. Materielle Bezüge werden seiner Meinung nach nicht ausreichend abgebildet.



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Alter als Lebensphase

heutzutage spricht man von „dem Alter“ als Lebensphase. Dies ist ein Ergebnis der Industrialisierung. Durch den medizinischen Fortschritt erreicht heute auch die Mehrheit der Bevölkerung „das Alter“.Dies war in früheren Zeiten keineswegs der Fall.1870/80 lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland bei 37 Jahren.Vor der Industrialisierung gab es zwar auch alte Menschen, aber die Lebensläufe waren sehr unterschiedlich. Es gab kaum universelle Erfahrungen die das Alter gesellschaftlich mit sich brachte. Alt sein war hauptsächlich auf individuelle biologische Einschränkungen bezogen, wer noch arbeiten und für sich sorgen konnte, tat das, wer es nicht mehr konnte, war auf individuelle Lösungen des eigenen Umfeldes angewiesen. Heute wird die Lebensphase Alter durch Regelungen der Alterssicherung und Bedingungen des Arbeitsmarktes sozial bestimmt. Die Konstruktion der Lebensphasen hängt eng mit dem Thema Lebenslauf zusammen.

Lebenslauf

Ein Ergebnis der Erwerbsarbeit ist der Lebenslauf. Durch die Arbeit wird er zeitlich gegliedert, kann sich entfalten und findet seine Grenzen. Der institutionalisierte Lebenslauf lässt sich nach Martin Kohli in drei Phasen aufteilen. Die Phase in der sich der Mensch auf die Erwerbsarbeit vorbereitet, die Erwerbsphase und der Ruhestand. Diesen Normallebenslauf findet man heute in seiner Reinform kaum noch und wenn, dann häufig bei Männern, bei alternativen Lebensverläufen ist der Begriff „Bastelbiografie“ beliebt.

Quellen:

Backes, Gertrud/ Clemens, Wolfgang (2008): Lebensphase Alter. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Alternsforschung. 3. Weinheim: Juventa.
Kohli, Martin (2000): „Arbeit im Lebenslauf. Alte und neue Paradoxien“. In.: Kocka, Jürgen/ Offe Claus (Hg.): Geschichte und Zukunft der Arbeit. S.362-382. Frankfurt/Main: Campus






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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften".

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