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Eine 3-Minutengeschichte zum Thema “Oktoberfest”


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Zwischen Latzhosen, Brezen und den Zelten

Endlich. Es ist soweit. Wir fahren nach München. Nicht zum FC Bayern. Zum Oktoberfest!

Ich möchte Karussel fahren und auf die Schiffsschaukel und zum “Hau den Lukas”.

Ich möchte eine Weißwurst, ein Brezel, ein halbes Hendl und ein Lebkuchenherz essen.



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Und ich möchte…

Ach, ich bin übrigens Tim, 11 Jahre. Ich komme aus Nordrhein-Westfalen. Um genau zu sein aus Bochum. Bochum liegt zwischen Essen und Dortmund. Mitten im Ruhrgebiet. München liegt in Bayern und ist ca. 600 km entfernt, sagt der Alex. Der ist mein großer Bruder und hat meistens Recht. Der ist 15.

Neben Alex kommen auch noch Mama und Papa mit. Meine kleine Schwester Ira, die ist vier Jahre, bleibt bei Oma und Opa. Die ist zu klein sagen Mama und Papa. Und das ist auch gut so, dass ist dann immer so eng im Auto mit dem Kindersitz und sie fragt immer so viel.

Wir waren sogar extra Einkaufen fürs Oktoberfest. Mama hat sich so ein Kleid gekauft. Ein Dirndl sagt sie. Schaut ganz gut aus, nur jeden Tag sollte sie so was nicht tragen. Ich glaube, dann würde sie hier komisch angeschaut werden. In Bayern trägt man so was, sagt sie.

Immer, frage ich mich?

Papa, Alex und ich tragen eine Lederhose. Knickerbocker heißt die. Wir schauen gut aus, ein Hemd haben wir auch an. Kariert ist es.

“Schick schaut ihr Buben aus”, sagt die Mama. Nur die Kniestrümpfe, die jucken ja schon etwas.

Nach der langen Fahrt und einem kurzen Stopp im Hotel sind wir endlich angekommen. Auf den Wiesn. So nennt man das Oktoberfest auch, sagt der Alex. Das Oktoberfest findet nämlich auf der Theresienwiese statt.

Hier sind so viele Menschen, sie kommen von überall auf der Welt her. Manche sprechen Englisch, Französisch, Italienisch, Chinesisch und ganz viel bayrisch. Und fast alle tragen Dirndl und Lederhosen. Trachten nennt man das auch. Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt, sagt der Alex.

Es riecht nach frischen Brezen, Würsten und Lebkuchen. Es erinnert mich an eine riesengroße Kirmes. Überall sind Fahrgeschäfte, bunte Lichter und Musik. Ich sehe neben dem Karussel ein Riesenrad, einen Autoscooter und Dosenwerfen und noch ganz viel mehr.

Überall sind auch noch diese Bierzelte. Dort bekommt man wohl seine Maß. Papa sagt, man muss Glück haben um dort einen Platz  zu bekommen. Viele sind schon früh ausgebucht. Das berühmteste Zelt ist wohl das “Käfer-Zelt”. Hier treffen sich  viele bekannte Gesichter aus Musik,  Fernsehen und Politik. Aber das interessiert mich nicht so.

Wir haben Glück und finden noch Platz an einem Tisch in einem Zelt. Papa bestellt sich eine Maß. Was für ein großes Glas! Ein Liter Bier, nur für Papa alleine. Alex und ich bekommen eine Limo und Mama trinkt einen Wein.

Nachdem wir ausgetrunken und uns die anderen Leute angeschaut haben, manche haben sogar auf den Tischen getanzt, (ich frage mich ob die das zu Hause auch dürfen), gehen wir langsam zurück zum Hotel. Müde bin ich und etwas Bauchschmerzen habe ich auch. Ich habe soviel durcheinander gegessen, aber wer weiß wann ich nochmal zum Oktoberfest komme.

Ich habe sogar noch ein Lebkuchenherz für Ira gekauft. Auf dem Lebkuchenherz steht “Für die beste Schwester”.

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