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Spiele mit Menschen mit Demenz umsetzen. Darauf sollten Sie achten!


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Spieleangebote werden von Senioren und Menschen mit Demenz gerne angenommen. Ob in Gedächtnistrainingsrunden, Bewegungseinheiten, als Begleitung bei Biografiegesprächen oder einfach nur zum Zeitvertreib zwischendurch, die Gestaltung und der Einsatz von Spielen in der Seniorenarbeit ist vielfältig.
Damit sich Spiele speziell für Menschen mit Demenz eignen, sollten Sie in der Umsetzung ein paar Dinge beachten.
Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier einmal vor.



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Gruppengröße
Je nach Angebot sollte die Gruppengröße nicht zu groß sein. Für Gesellschaftspiele (Zuordnungsspiele, Biografiespiele, Legespiele…) ist eine Teilnehmerzahl von 6-8 ideal. So kann sich jeder mit seinen Fähigkeiten ins Spiel einbringen und Sie als Gruppenleitung haben die Möglichkeit, alle Senioren im Blick zu haben und auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können.
Bewegungsspiele für Senioren können natürlich von der Teilnehmerzahl her umfangreicher sein. Hier sind mehr Teilnehmer oft sogar sinnvoll, da sich die Senioren untereinander motivieren können und auch gut zurückhaltendere Mitspieler integriert werden können.

Zeit
Erfahrungsgemäß sollten Angebote, die die Aufmerksamkeit der Teilnehmer erfordern nicht länger als 20 Minuten dauern, danach sollte es eine Pause geben bzw. einen Wechsel in der Einheit stattfinden. Nach Gesellschaftsspielen oder Spielen innerhalb Gedächtnistrainingseinheiten bieten sich beispielsweise Bewegungsübungen an, nach Bewegungsspielen eher eine Wahrnehmungsanregung oder Entspannungsübungen zum Thema.
Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt…

Themen
Themen geben Menschen mit Demenz Orientierung und auch Sicherheit im Spiel, die zu mehr Aktivität und Freude führen kann. Die Themen sollten einen Bezug zur Biografie und zur Lebenswelt der Senioren haben. Die einfachste Form, Spiele thematisch zu gestalten ist die Orientierung an den Jahreszeiten. Aber auch zu Hobbies wie Briefmarken sammeln oder Stricken können Spiele für Menschen mit Demenz leicht abgewandelt werden.

Hilfe und Unterstützung
Achten Sie auf die Teilnehmer. Besonders bei Bewegungsspielen ist es wichtig, dass sie ggfs. Hilfestellungen geben und so nah bei den Senioren sind, dass Sie im Notfall noch eingreifen können. Sie kennen Ihre Leute am besten. Diejenigen, von denen Sie meinen, sie seien in Ihrer Nähe besser aufgehoben, nehmen Sie am Besten schon zu Beginn an Ihre Seite.
Theoretisch ist es sinnvoll, eine Kollegin/einen Kollegen dabei zu haben, die/der ggfs. Toilettengänge übernehmen oder im Notfall Hilfe holen könnte. In der Praxis leider schwer umsetzbar…
Dennoch, sollten Sie irgendwie die Möglichkeit haben, Angebote zu zweit durchzuführen, machen Sie das!
Bei Spielen, die sich direkt auf die persönliche Biografie der Senioren beziehen, werden Erinnerungen an früher geweckt. Und Erinnerungen lösen auch immer Emotionen aus – neben schönen Gefühlen auch oft schlechte, die mit Trauer oder Angst verbunden sein könnten. Achten Sie deshalb unbedingt auf die Reaktionen der Teilnehmer. Menschen mit Demenz können zudem auch oft nicht mehr adäquat äußern, was sie gerade beschäftigt. Nehmen Sie belastende Situationen wahr, versuchen Sie das Thema auf ein anderes zu lenken und gehen Sie nach dem Spiel noch einmal unter vier Augen auf den Betroffenen ein.
Lassen Sie die Senioren auf keinen Fall mit ihren Gefühlen alleine und informieren Sie auch ihre Kollegen (interdisziplinär).

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Annika

© by Annika Schneider. Staatlich examinierte Ergotherapeutin. Autorin des Buchs Das große Spiele-Buch für Menschen mit Demenz*

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