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Snoezelen für Menschen mit Demenz


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Snoezelen wurde in den Niederlanden entwickelt. Hinter der Entwicklung standen zwei Zivildienstleistende, die eine Freizeitaktivität für Menschen mit Behinderung ersannen. Seit Ende der 90er Jahre hat das Snoezelen auch Einzug in deutsche Pflegeheime gehalten. Snoezelen wird bei Menschen mit Demenz vor allem eingesetzt, um Sinne zu aktivieren und Entspannung zu ermöglichen. Je nachdem welchem Autor man Glauben schenken will, handelt es sich beim Snoezelen um Milieugestaltung, eine Therapie oder um Freizeitgestaltung. Man ist sich bei der Kategorisierung also nicht ganz einig.



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Was ist Snoezelen?

Beim Snoezelen werden Sinne angeregt und eine angenehme Umgebung soll Entspannung erleichtern. Durch die erreichte Entspannung soll die Kommunikation zwischen den Menschen mit Demenz und den Betreuenden gefördert werden und aggressive Verhaltensweisen sollen abgebaut werden. Auch der Isolation soll entgegengewirkt werden und das Wohlbefinden soll gefördert werden.

 

Bei der praktischen Umsetzung des Snoezelens wird in der Regeln ein “Snoezelraum” oder ein “Snoezelwagen” benötigt.  Typische Elemente für einen Snoezelraum sind Wasserbetten, Lichtersäulen, Lichtspiele, abgehangene Decken, Projektoren, Duftlampen- ein Snoezelwagen wird ähnlich gestaltet.

 

Snoezelen kann in Form von Einzelbetreuung (wobei Snoezelen theoretisch seine Wirkung auch ohne Begleitung entfalten kann) oder als Gruppenangebot durchgeführt werden. Einen wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit von Snoezelen bei Demenz gibt es bislang nicht.  Wie immer in der Arbeit mit Menschen mit Demenz, sollte das Angebot des Snoezelens individuell auf die Menschen abgestimmt werden. Eine Reizüberflutung sollte vermieden und das Material an die  Zielgruppe angepasst werden.

 

Quelle:

MDS (2009b): Grundsatzstellungnahme. Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in stationären Einrichtungen. MDS: Köln.

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Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren* und Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck*.

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