Keine Blätter mehr an den Bäumen. Einschlafgeschichte für Erwachsene

Die folgende Geschichte eignet sich als Einschlafgeschichte für Erwachsene. Besonders für demenzerkrankte Senioren. Da sich der Inhalt sehr an den Herbst anlehnt, ist sie hauptsächlich zur Entspannung für diese Jahreszeit gedacht.

Keine Blätter mehr auf den Bäumen

Untertags scheint die Sonne und ihre Wärme spürt man noch auf der Haut, aber die Abende werden schon kühler. Die Menschen haben Vorräte für den Winter eingelagert oder sind noch dabei, Früchte einzukochen. Auch Herr Herbst sorgt für die Winterzeit vor. Er kocht Marmeladen aus dem Obst in seinem Garten, weckt Früchte und Gemüse in Gläsern ein oder trocknet einen Teil seiner Ernte. Außerdem lagert er in seinem Keller Äpfel, Birnen und Kartoffeln ein. Herr Herbst ist dankbar für die erfolgreiche Ernte heuer. Die Erde schenkt Fülle. Doch er weiß, wenn er seine Vorräte zu schnell aufisst, muss er warten, bis die Bäume blühen und darauf wieder Früchte heranreifen.

Herr Herbst malt auch sehr gerne. Er malt in seinen Bildern die Welt ganz bunt. Genauso wie es die Natur jetzt macht. Die Stoppelfelder sind gelb. Die roten Beeren hängen an den Sträuchern. Rote und grüne Äpfel, sowie gelbe Birnen warten darauf gepflückt zu werden. Braune Nüsse und blaue Pflaumen fallen auf den Boden. Ebenso die braunen Kastanien, die in ihrem grünen stacheligen Kleid, die Kinder nicht abschrecken sie zu sammeln und lustige Kastanienfiguren zu basteln. Die Natur taucht nun die grünen Blätter in die schönsten Herbstfarben. Frisch gefärbt lassen sie sich jetzt vom Wind in die Luft wirbeln, ehe sie sich tanzend mit einer Leichtigkeit auf den Boden gleiten lassen.

Die Sonne verschwindet langsam, es wird dunkler und kühler. Herr Herbst holt seine rote Kuscheldecke aus dem Schrank. Er macht es sich auf seinem Sofa bequem. Eingehüllt in seine Decke, mit einer Tasse heißen Tee in der einen, seinem Lieblingsbuch in der anderen Hand, sieht er aus dem Fenster. Die Welt ist jetzt bunt. Er richtet seinen Blick auf den alten mächtigen Baum. Viele seiner Blätter tanzen im Wind. „Jetzt ist er da, mein Namensvetter“, denkt sich Herr Herbst und heißt den Herbst herzlich willkommen. „Bald werden keine Blätter mehr auf den Bäumen sein.“ Mit diesen Gedanken kuschelt er sich tiefer in seine Decke, nimmt vorsichtig einen Schluck heißen Tee und widmete sich wieder seinem Lieblingsbuch „Der fröhliche Herbst“.

In keiner anderen Jahreszeit ist die Natur so bunt wie im Herbst. Diese Vorstellung soll diese Einschlafgeschichte erzeugen und zur Entspannung der Senioren beitragen.

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