Karfreitag: Eine Kurzandacht für die Seniorenarbeit. In einfacher Sprache
Karfreitag gehört zu den stillsten Tagen im Kirchenjahr. Es ist der Tag, an dem Christinnen und Christen daran denken, dass Jesus gestorben ist.
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Gerade für Menschen mit Demenz können solche vertrauten religiösen Bilder Trost geben. Sie erinnern daran, dass Gott auch in schweren Zeiten da ist. Die folgende Kurzandacht greift diese Gedanken in einfacher Sprache auf. Kurze Sätze, klare Bilder und eine ruhige Struktur helfen, dass Menschen mit unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten teilnehmen können.
Die Gestaltung der Mitte ist ein Vorschlag. Jede Einrichtung kann schauen, was zur eigenen Gruppe passt. Auch die Aktivierung ist freiwillig. Wichtig ist eine ruhige Atmosphäre und ausreichend Zeit für Stille.
Wenn Sie religiöse Angebote für Menschen mit Demenz sensibel und fachlich fundiert gestalten möchten, besucht unsere Online-Fortbildung „Glaube und Demenz“.
✝ Kurzandacht zu Karfreitag
(ca. 15 Minuten)
Gestaltung der Mitte – Tisch / Altar
-
dunkles Tuch
-
ein Holzkreuz
-
eine Kerze (echte oder elektrische Kerze möglich)
1. Ankommen
(Die Kerze wird entzündet oder eingeschaltet.)
Wir sind hier zusammen.
Gott ist in unserer Mitte.
Wir zünden ein Licht an.
Das Licht erinnert uns:
Gott ist da.
Auch an schweren Tagen.
Auch dann, wenn unser Herz traurig ist.
2. Hinführung
Heute ist Karfreitag.
Ein stiller Tag.
Wir denken heute an Jesus.
An sein Leiden.
Und an seinen Tod.
Viele Menschen kennen solche Tage im Leben.
Tage voller Sorge.
Tage voller Abschied.
Darum ist Karfreitag auch ein Tag,
an dem wir wissen dürfen:
Gott kennt unser Leid.
3. Bibelwort – Nacherzählung nach Lukas 23
Jesus wird von Soldaten weggeführt.
Viele Menschen schauen zu.
Sie bringen ihn auf einen Hügel.
Dort wird ein Kreuz aufgerichtet.
Jesus wird an dieses Kreuz gehängt.
Einige Menschen stehen dort.
Freunde von Jesus.
Auch seine Mutter ist da.
Es wird still.
Jesus betet zu Gott.
Und dann sagt er:
„Vater, ich lege mein Leben in deine Hände.“
Dann stirbt Jesus.
Die Menschen stehen still da.
Einige weinen.
(Stille.)
4. Auslegung – Gott kennt das Leid
Karfreitag ist ein schwerer Tag.
Die Geschichte erzählt von Leid.
Von Schmerz.
Von Abschied.
Viele Menschen hier kennen solche Erfahrungen.
Vielleicht haben Sie geliebte Menschen verloren.
Vielleicht gab es Zeiten voller Angst.
Oder Zeiten großer Traurigkeit.
Die Bibel sagt uns:
Gott kennt diese Gefühle.
Jesus selbst hat Leid erlebt.
Darum dürfen wir wissen:
Wir sind mit unserem Schmerz nicht allein.
Und Karfreitag bleibt nicht das Ende der Geschichte.
Gott hält uns.
Auch in dunklen Zeiten.
Und Gott führt uns weiter.
5. Aktivierung – Das Kreuz
(Nehmen Sie das Holzkreuz in die Hand.)
Das Kreuz erinnert an die Geschichte von heute.
Es erinnert an das Leid.
Aber auch daran, dass Gott uns nahe ist.
Ich gebe das Kreuz herum.
Wer möchte, darf einmal einen Moment auf das Kreuz schauen. Fühlen Sie, wie es in der Hand liegt.
Vielleicht möchten Sie in Gedanken an einen Menschen denken,
der Ihnen wichtig war.
Oder an etwas, das im Leben schwer war.
(Pause.)
Manchmal hilft es, solche Gedanken einfach vor Gott zu bringen.
6. Gebet
Guter Gott,
heute denken wir an den schweren Weg von Jesus.
Du kennst auch unsere Wege.
Unsere Sorgen.
Unsere Traurigkeit.
Sei bei uns, wenn unser Herz schwer ist.
Tröste uns, wenn wir Abschied erleben.
Schenke uns deine Nähe.
Und lass uns spüren:
Du gehst mit uns – durch helle und dunkle Tage.
Amen.
7. Vaterunser
Wir beten gemeinsam:
Vater unser im Himmel …
8. Liedvorschläge
-
„O Haupt voll Blut und Wunden“
-
„Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“
9. Segen
Gott segne uns in der Stille dieses Tages.
Er halte uns,
wenn das Leben schwer wird.
Er tröste unsere Herzen
und schenke uns Hoffnung.
Und er begleite uns
heute und an allen kommenden Tagen.
Amen.
Religiöse Rituale können gerade in schwierigen Themen wie Abschied und Trauer eine große Kraft entfalten. Sie geben Halt, Sprache und Hoffnung. Wenn Sie lernen möchten, wie Glaube, Erinnerung und Demenz sensibel zusammengebracht werden können, dann schauen Sie sich unsere Fortbildung „Glaube und Demenz“ an. Abonnieren Sie auch unseren Newsletter. Dort finden Sie viele praktische Ideen für Andachten, Rituale und spirituelle Begleitung in der Seniorenarbeit.








