Anzeige

Corona: Mehr Einzelbetreuung? 10 Dinge, die man anbieten kann

Anzeigen:





In vielen Senioreneinrichtungen und vielleicht bald in allen, sind die Bewohner auf ihren Zimmern, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Gruppenangebote fallen aus und die Betreuung ist in der Einzelbetreuung unterwegs. Während in „regulären Zeiten“ in der Einzelbetreuung besonders Menschen mit starken Einschränkungen betreut werden, ist nun eine andere Klientel mit vertreten. Auch die fitten Senioren brauchen die Betreuung nun um so mehr. Doch was kann man bei der Einzelbetreuung anbieten? Zumal vermehrter Körperkontakt wie er bei Handmassagen und vielen anderen Wohlfühlangeboten vorkommt wohl eher vermieden werden sollte. Wir haben ein paar Ideen für Sie!

10 Dinge, die Sie anbieten können

Gerade bei den fitten Senioren heißt es wie immer: Einfach mal fragen! Denken Sie aber auch daran, dass Sie oft ein „Weiß nicht!“ zu hören bekommen und ein paar Vorschläge in der Tasche zu haben nicht schadet. Eine Grundfrage ist auch wie viel Zeit Ihnen für die Betreuung des einzelnen Bewohners überhaupt bleibt. Zeit ist auch sonst Mangelware und im Moment, wo man sie so dringend bräuchte noch rarer als normalerweise. Vielleicht schaffen Sie es trotzdem eine oder mehrere der folgenden Ideen umzusetzen:



Anzeigen:



  1. Normalisierender Plausch. Ja, das ist wahrscheinlich sehr offensichtlich. Trotzdem verdient es der kleine Plausch erwähnt zu werden. Zu oft wird er als „Nichtstun“ empfunden. Dabei ist er so unendlich wertvoll. Er ist Beziehungsarbeit. Er ist Halt. Er ist Anker. Er schafft Orientierung!
  2. Informationen rund um Corona. Fittere Bewohner haben vielleicht Informationsbedarf rund um Corona. Informieren Sie sich selbst auf der Seite des Robert-Koch-Institutes oder auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Dort finden Sie auch kleine Info-Filme, die Sie (falls bei Ihnen die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind) mit den Senioren anschauen können.
  3. Bewegungsübungen. Der Verzicht auf Gruppenangebote und der Verbleib im Zimmer sorgt dafür, dass die Menschen sich noch weniger bewegen als sonst. Bieten Sie kleine Bewegungsübungen an, wie Sie es sonst auch bei der Sitzgymnastik machen. Hier finden Sie Ideen für die Sitzgymnastik.
  4. Luftballon. Ein Luftballon ist in der Betreuung eine wundervolle Sache. Man bringt ihn mit, wirft ihn und schon ist das Spiel im Gange. Der Aufforderungscharakter eines Luftballons ist unübertroffen. Auch ein Luftballon fördert die Bewegung in einem bewegungsarmen Setting sehr.
  5. Malen, Basteln. Es gibt viele kleine Bastelarbeiten, die im Frühling durchgeführt werden können. Im Internet findet man auch wunderbare, frühlingshafte Ausmalbilder und Mandalas. Das Ausmalen kann eine beruhigende Wirkung haben und kann auch von vielen Bewohnern nach der Einzelbetreuung weiter geführt werden ohne das eine Betreuungskraft anwesend ist.
  6. Singen. Singen kann das Herz erleichtern und gehört in der Seniorenarbeit natürlich immer dazu. Das ist auch jetzt nicht anders. Viele Senioren mögen es auch zu zweit zu singen und brauchen dafür nicht unbedingt eine große Gruppe.
  7. Briefe schreiben. Der Kontakt zu Verwandten und Bekannten ist stark eingeschränkt. Warum nicht mal wieder einen Brief schreiben. Vielen Bewohnern in Senioreneinrichtungen fällt das Schreiben schwer. Da können Sie helfen. Sie können auch an einem Tag eine Frühlingskarte basteln und diese am nächsten Tag mit dem Bewohner schreiben und verschicken.
  8. Telefonieren. Manche Bewohner können nicht mehr telefonieren. Manche Bewohner telefonieren noch selbstständig. Helfen Sie der Gruppe, die nicht mehr alleine telefonieren kann, aber durchaus noch wahrnimmt, dass sie mit einem Angehörigen sprechen.
  9. Vorlesen. Von der Tageszeitung über Märchen hin zu Kurzgeschichte. Bestimmt verfügen Sie über einen reichen Fundus an Material zum Vorlesen. Wenn nicht, finden Sie hier geeignete, kostenlose Kurzgeschichten.
  10. Religiöse Begleitung. Wenn es Ihnen liegt und die Bewohner es wünschen, können Sie auch gemeinsam mit den Bewohnern beten oder religiöse Lieder singen. Manchen gibt der Glaube und damit verbundene Tätigkeiten Halt.


Anzeigen:



Anzeigen

Natali

© by Natali Mallek. Dipl. Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin, Gedächtnistraininerin (BVGT) und Master of Arts "Alternde Gesellschaften". Autorin der Bücher Das große Praxisbuch - Gedächtnistraining für Senioren*, Gedächtnistraining nach Jahreszeiten für Senioren: Das große Praxisbuch*, Lücken-Geschichten in Reimen: Pfannkuchen und Muckefuck* und Maibowle und Winzerfest: Lücken-Geschichten in Reimen*.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


  • * Links, die mit einem Sternchen gekennzeichnet sind, sind Werbelinks / Affiliatelinks
Top